Manuel Geers: 30 ist für mich eine Grenze KLJB Druchhorn macht mehr als das Maiskolbenfest

Von Björn Thienenkamp

Samstag findet in Druchhorn  die nächste Runde des  Maiskolbenfestes statt. Foto: Björn ThienenkampSamstag findet in Druchhorn die nächste Runde des Maiskolbenfestes statt. Foto: Björn Thienenkamp

Ankum. Weit bekannt ist das Maiskolbenfest mit seinen beiden Partysamstagen im Ankumer Ortsteil Druchhorn, veranstaltet von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Druchhorn. Unserer Zeitung erzählte Manuel Geers von der Arbeit der KLJB, der Motivation und dem Spaß in der Gemeinschaft.

Herr Geers, vie viele Mitglieder hat die KLJB Druchhorn?

Wir haben 35 Mitglieder, davon sind 15 weiblich und 20 männlich.

Bedeutet KLJB auch, dass die Mitglieder und deren Eltern in der Landwirtschaft tätig sind?Nein, bei uns haben lediglich drei Mitglieder Landwirtschaft zuhause.

Wie ist die Altersverteilung in der Landjugend?

Unsere Mitglieder sind 16 bis 27 Jahre alt. Wir haben die Grundregel, dass man ausscheidet, sobald man heiratet. Allerdings treten die meisten schon vorher aus. Im Durchschnitt nach acht Jahren Vereinszugehörigkeit.

Droht der KLJB Druchhorn dadurch ein Mitgliederschwund?

Ich weiß von keinem, der in den nächsten zwei Jahren heiraten möchte.

Wie kommt die KLJB Druchhorn an Nachwuchs?

Wir müssen immer zusehen, dass junge Mitglieder nachkommen. Wir unterhalten uns mit jungen Leuten aus der Umgebung und erzählen denen, was wir machen. Es sind meistens Leute von hier und da haben sich deren Eltern oft schon mit dem Thema beschäftigt oder waren schon selber Mitglieder. Die empfehlen uns dann, doch einmal den Sohn oder die Tochter anzusprechen. Das machen wir dann auch, nennen einen Termin, an dem etwas ansteht, und laden zum Vorbeikommen ein. Anschließend entscheidet er oder sie frei, ob man wiederkommen möchte oder nicht.

Manuel Geers. Foto: Björn Thienenkamp

Was macht die KLJB Druchhorn?

Es handelt sich um eine katholische Landjugendbewegung. Aus diesem Grund haben viele Aktionen einen kirchlichen Hintergrund, wenngleich wir uns oftmals an Freitag- und Samstagabenden zu Spieleabenden treffen, boßeln oder gemeinsam zu Aktionen aufbrechen. Bei schönem Wetter treffen wir uns auch ein- bis zweimal die Woche zum Fußballspielen. Beim Sternsingen gehen wir von Haus zu Haus, singen unser Lied, bekommen Wurst, Schokolade und andere Kleinigkeiten, die wir gesammelt bei dem Gastwirt Zumberge abgeben. Wenige Wochen später ist dann das Wurstessen, zu dem sich die Druchhorner treffen, auch einige Ahauser kommen dazu. Dabei wird viel gesungen und gelacht, sich unterhalten und die gesammelten Würstchen verzehrt. Um das Osterfeuer vorzubereiten, beraten wir vorher über den Ort, fragen herum, wer Holz abzugeben hat, fahren das Osterfeuer zusammen, bauen das Holzkreuz, stellen Zelte auf und kaufen Getränke und Grillfleisch ein. Am Ostersonntag kommt dann die örtliche Bevölkerung zusammen. Am Karfreitag gehen wir zum Kreuztragen auf Gut Lage. Dabei hat uns in der Vergangenheit der Pastor begleitet. Dieses Jahr hatte er leider keine Zeit. Wir hoffen, dass er nächstes Jahr wieder mitfährt. Danach setzen wir uns in der Schule zum Frühstück zusammen und machen anschließend eine Aktion mit den Mitgliedern, wie schwimmen fahren oder wie dieses Jahr Paintball spielen in Holland. Im Mai hatten wir die 72 Stunden-Aktion. Bei dieser haben wir in Verbindung mit dem Schützenverein unterschiedliche Projekte umgesetzt. Die Druchhorner Schule hat eine neue Heizung als Ersatz für die kaputte erhalten, es wurden Brandschutzmaßnahmen umgesetzt und draußen wurde eine Schutzhütte gebaut, in der wir uns bei Regen beim Fußball spielen unterstellen können und gemeinsam zusammen sitzen können. Darüber hinaus ist diese auch für Fahrradfahrer auf der Durchreise gedacht. Beim Schützenfest helfen wir dem Schützenverein beim Platzdekorieren und Kranzbinden. Darüber hinaus unterstützen wir auch beim Fußballturnier des Schützenvereins, an dem wir auch selber teilnehmen. Auch beim Maiskolbenfest hilft uns der Schützenverein, indem sie die Kassierer stellen. Abgerundet wird das Jahr mit unserer Weihnachtsfeier und der Silvesterparty.

Arbeiten bei den Aktionen immer alle mit?

Nein, es können nicht immer alle dabei sein, da viele Mitglieder beruflich stark eingespannt sind oder in der Schule auf ihren Abschluss hinarbeiten. Viele Aktionen können aber auch in kleinen Gruppen erledigt werden. Aber wenn es darauf ankommt, sind alle da. Über das Jahr hinweg hat bisher alles gut geklappt, da geht ein großer Dank an die Mitglieder und die vielen Helfer.

Seit wann sind Sie in der KLJB?

Vor sieben Jahren bin ich über Freunde und Bekannte reingekommen. Erster Vorsitzender bin ich jetzt seit März.

Warum sind Sie in der KLJB?

Weil es Spaß macht, sich mit anderen Leuten auszutauschen, man lernt auch etwas von anderen Generationen, kann Erfahrungen austauschen, die jüngere Generation kann von den Älteren etwas lernen und umgekehrt wahrscheinlich auch. Man baut miteinander eine Gemeinschaft auf, die an einem Strang zieht. In größeren Gruppen spalten sich sonst verschiedene Einzelgruppen ab.

Wie lange werden Sie noch in der KLJB bleiben?

30 ist für mich persönlich eine Grenze, aber ich würde auch schauen, ob die jüngere Generation in der Landjugend soweit ist, zu übernehmen.


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