TuS-Kicker spielen in Tündern Pflichtaufgabe für Bersenbrück beim Schlusslicht

Malik Urner (in Rot) ist in Tündern mit dabei. Foto: Reinhard Rehkamp/FuPa.netMalik Urner (in Rot) ist in Tündern mit dabei. Foto: Reinhard Rehkamp/FuPa.net

Bersenbrück. Alles andere als ein Sieg für den TuS Bersenbrück am Samstag, 9. November 2019, (14 Uhr) beim Tabellenletzten Blau-Weiß Tündern wäre eine Enttäuschung – diesen Anspruch hat die Mannschaft von Trainer Farhat Dahech. Vorsicht ist dennoch geboten, da sich der TuS oft gegen Kellerkinder schwer tut.

„Wenn du gegen Spelle und Heeslingen gewinnst, hast du keine andere Wahl. Wir sind Favorit auf dem Papier, aber nicht im Sinne von Arroganz“, erklärt Dahech, der sich das 1:2 von Aufsteiger Tündern vor drei Wochen gegen Atlas Delmenhorst vor Ort angeschaut hatte: „Sie haben bis zur 60. Minute geführt und waren auch nach dem 1:1 noch dran. Sie haben vielleicht nicht die ganz große Qualität und kommen über den Kampf. Wir haben viel Respekt.“

Ein Faktor könnte der Rasen werden, der sich laut Dahech in katastrophalem Zustand befinde. Die Bersenbrücker übten daher unter der Woche auf Trainingsplatz 3 neben den Parkplätzen am Hasestadion, um sich an die schwierigen Platzbedingungen zu gewöhnen. „Hinzu kommt das Wetter. Es wird wenig Fußball gespielt werden“, vermutet Dahech.

Nach dem Aufstieg zahlte Tündern bislang mächtig Lehrgeld. Dabei startete die Mannschaft aus dem Hamelner Ortsteil fulminant mit einem 4:0 gegen den FC Hagen/Uthlede in das Abenteuer Oberliga. Die Euphorie sollte schnell verfliegen, es folgte lediglich ein weiterer Sieg gegen Eintracht Northeim (2:0) sowie 13 Niederlagen. So befindet sich das Team von Trainer Siegfried Motzner derzeit auf dem letzten Platz.

Die Bersenbrücker sollten sich auf diesen Tatsachen aber nicht ausruhen. In der Vergangenheit tat sich der TuS gegen tief stehende, kampfbetonte Gegner aus dem Tabellenkeller oft schwer und auch in dieser Saison gab es gegen Northeim (17.), Wolfenbüttel (16.), Hagen (14.) und Wolfsburg (13.) keine Siege. „Uns liegen mitspielende Mannschaften eher. Dennoch ist es egal, gegen wen wir spielen. Wir haben vor keinem Angst und vor jedem Respekt“, sagt Dahech. Aufpassen sollte der TuS auf Tünderns Robin Tegtmeyer, der mehr als die Hälfte aller Treffer seines Teams erzielte.

Für seine Rote Karte gegen Heeslingen ist Daniel Zimmermann für zwei Spiele gesperrt worden. Zudem fällt der erkrankte Qerim Avdijaj aus. Dafür kehrt Mittelfeldmann Christopher Cook nach abgesessener Sperre ebenso zurück wie Loren Dibra. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Malik Urner am Sonntag war eine Vorsichtsmaßnahme. Er kann wie Torwart Christoph Bollmann auflaufen.

Der Bus nach Hameln fährt am Samstag um 9.45 Uhr vom Hasestadion ab. Indes wurde die ausgefallene Partie bei Kickers Emden neu terminiert: Der TuS tritt am Mittwoch, 20. November um 19.30 Uhr im Ostfriesland-Stadion an.


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