Bedarf ist vorhanden Neue Kinderkrippe in Kettenkamp

An der  K 131 in Kettenkamp entstanden neue Bushaltestellen und eine Verkehrsinsel. Für die Arbeiten war die straße an dieser Stelle für zwei Monate gesperrt. Foto: Anita LennartzAn der K 131 in Kettenkamp entstanden neue Bushaltestellen und eine Verkehrsinsel. Für die Arbeiten war die straße an dieser Stelle für zwei Monate gesperrt. Foto: Anita Lennartz

Kettenkamp. Die Gemeinde Kettenkamp ist ihrem Ziel einer zweiten Kinderkrippe einen wichtigen Schritt nähergekommen.

Am Montagabend genehmigte der Gemeinderat einstimmig den Kauf eines Grundstückes gegenüber dem Christophorus-Kindergarten, auf dem die Krippe gebaut werden soll. Seitdem absehbar wurde, dass die Plätze in der Krippe dieses Kindergartens nicht mehr reichen, sucht die Gemeinde nach einer Lösung. 

Die Trägerschaft soll wie beim Kindergarten die katholische Kirchengemeinde übernehmen. Die Planungsgespräche mit ihren Gremien verliefen in einer guten Atmosphäre, berichtete in der Ratssitzung am Montagabend Vizebürgermeister Michael Johanning (CDU). Er hoffe, dass in Kürze der Bauantrag für die Krippe auf den Weg gebracht werden könne und der Neubau noch 2020 fertig werde und in Betrieb gehen könne, sagte er.

Schatzsuche: Die Kettenkamper sind nicht eben als Däumchendreher bekannt, eher schon für ihre Geselligkeit. Dafür, dass am freien Sonntagnachmittag oder beim Kindergeburtstag nach der Torte nicht doch noch Langeweile aufkommt, sorgt jetzt Claas Jenjahn. Er schickt Jung und Alt auf digitale Schatzsuche.

Für eine Ferienspaßaktion des Sportvereins Kettenkamp schuf er im vergangenen Jahr einen Geocaching-Kurs am Dorfrand. Und für den Geburtstag seines Sohnes erweiterte ihn, berichtet der Familienvater dem Tourismusausschuss unter Vorsitz Markus Hesselbrocks (CDU) und am Montag auch dem Gemeinderat. Nun gibt es zwei Rundkurse mit etwa 16 Zielen, die man aufspüren kann, indem man ihre Koordinaten auf dem Smartphone in Google Maps oder eine andere App eingibt. Jeder Kurs ist etwa sieben bis acht Kilometer lang, damit die Suchenden auch richtig schön in Bewegung kommen.

An Ort und Stelle gilt es, einen Schatz ausfindig zu machen, der trickreich versteckt ist. In einem unauffällig herumliegenden Pflasterstein zum Beispiel, demonstrierte Jenjahn in der Ratssitzung. Dem glücklichen Finder  winkt ein Eintrag in einem Logbuch, der seinen Spürsinn verewigt. Und eine Zahlenreihe, Koordinaten, die die smarten Schnitzeljäger zum nächsten Ziel führen können.

Und wenn es irgendwo haken sollte, gibt es da noch die Website „Kettencaching“, mitsamt einer Hotline zu ihrem Schöpfer Jenjahn, der die Schatzjäger notfalls auch telefonisch auf die richtige Fährte setzt.

Kettencaching soll auch touristischen Mehrwert abwerfen: Noch versteckt sich Jenjahns Website wie ein Schatz im Dschungel des weltweiten Netzes. Bald schon soll sie aber über die Internetseite der Gemeinde im Auftritt der Samtgemeinde Bersenbrück zu finden sein, mit der Facebook-Seite „825 Jahre Kettenkamp“ verlinkt werden und mit dem elektronischen Forum des Kettenkamper Zeltlagers. Der Gemeinderat stimmte dieser Idee geschlossen zu.


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