15 statt 8 "Mitmacher" am Start Urkunde überreicht - Ankum ist jetzt Fairtrade-Town

Von Thomas Oeverhaus

„Da ist das Ding!“: Markus Heitmann, Werner Lager, Detert Brummer-Bange, Manfred Holz, Mechthild Wortmann, Ralf Gramann, Klaus Menke, Olaf van der Zwaan und Michael Wübben (von links) freuen sich über die offizielle Urkunde, die Ankum zur „Fairtrade-Town“ ernennt. Foto: Thomas Oeverhaus„Da ist das Ding!“: Markus Heitmann, Werner Lager, Detert Brummer-Bange, Manfred Holz, Mechthild Wortmann, Ralf Gramann, Klaus Menke, Olaf van der Zwaan und Michael Wübben (von links) freuen sich über die offizielle Urkunde, die Ankum zur „Fairtrade-Town“ ernennt. Foto: Thomas Oeverhaus

Ankum. Die Mühen haben sich gelohnt: Am Sonntag ist der Gemeinde Ankum offiziell der Titel Fairtrade-Town verliehen worden. Bei dem Festakt unter freiem Himmel am Rathausvorplatz herrschte beste Stimmung.

Dafür sorgte nicht nur das sonnige Herbstwetter, sondern auch die temperamentvollen Klänge der Trommlergruppe von „Samba Landaya“ sowie die Premiere einer Tanzgruppe der August-Benninghaus-Schule. Eigens zur Übergabe der Fairtrade-Urkunde war Transfair-Ehrenbotschafter Manfred Holz aus Neuss angereist. Zuvor hatte Bürgermeister Detert Brummer-Bange viele Besucher begrüßt, neben Fairtrade-Mitstreitern auch den stellvertretenden Landrat Werner Lager und Klaus Menke als stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister.

„Ich bin begeistert von der geballten Energie, die ich hier in Ankum für den Fairen Handel erlebe."Manfred Holz

Brummer-Bange rief in Erinnerung, dass mit einem einstimmigen Ratsbeschluss vor gut einem Jahr alles begann, erwähnte aber auch das besondere Engagement der Fairtrade-Initiatorin Mechthild Wortmann. Unter ihrer Leitung hatte eine Steuerungsgruppe die Bewerbung als Fairtrade-Town vorbereitet. Diesen Hinweis nahm Ehrenbotschafter Manfred Holz auf, der Ankum bei einem Spaziergang durch den Ort als eine Gemeinde mit hoher Lebensqualität erlebt hat: „Ich bin begeistert von der geballten Energie, die ich hier in Ankum für den Fairen Handel erlebe. Die Gemeinde hat alle Kriterien zur Verleihung des Titels Fairtrade-Town mit Bravour erfüllt. So einen Titel bekommt man nicht geschenkt“, merkte der Gast aus Neuss an. Fairer Handel lebe vom Handeln, und als eine der reichsten Industrienationen stehe Deutschland in der Pflicht, einen konkreten Beitrag gegen die Armut zu leisten. „Wenn auf der Welt so viel geteilt würde, wie bei Facebook, dann gäbe es keine Armut. Wer etwas macht, hat die Macht, denn die Moral endet nicht am Regal“, so Holz.

652. Fairtrade-Kommune in Deutschland 

Anschließend überreichte er die Fairtrade-Urkunde an Brummer-Bange, verbunden mit dem Hinweis, dass Ankum nunmehr die 652. Kommune in Deutschland sei, die diesen Ehrentitel tragen dürfe. „Zum Schluss noch eine tolle Nachricht: Ab sofort spielt Ankum mit Amsterdam, London, Paris, Rom Madrid und München in der Champions-League, denn diese Metropolen sind allesamt Fairtrade-Towns.“

Grußworte sprachen für den Landkreis Osnabrück Werner Lager und Klaus Menke für die Samtgemeinde Bersenbrück. Maria Stuckenberg, Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Bramsche, überbrachte auch zeitgleich Grüße der Fairen Kirchengemeinde Lage-Rieste.

Verschiedene Akteure mit im Boot

An kleinen Ständen rund um den Quitt-Brunnen bestand die Möglichkeit, sich über Fairtrade zu informierem und Fairtrade-Produkte zu genießen. Zum kostenlosen Probieren hielt die Werbegemeinschaft Freundliches Ankum fair gehandelten Kaffee, Tee, Prosecco, Bio-Limonade, Costa-Rica-Cola und Schokolade aus fairem Handel bereit.

Statt der erforderlichen acht „Fairtrade-Mitmacher“ kamen in Ankum zum Start sogar 15 zusammen – und die durften sich über eine Urkunde und den Dank des Bürgermeisters sowie des Ehrenbotschafters freuen.

Aus der Gastronomie sind in Ankum mit dabei: Hotel Billenkamp, Hotel Raming, See- und Sporthotel, Restaurant Lucchese. Der Einzelhandel ist vertreten durch: Bioland-Hofladen Brummer-Bange, Blumen und Wohnen Havermann, Getränke Plog, Uhren und Schmuck Berling, Aldi, Lidl, Edeka Kuhlmann. Aus der Zivilgesellschaft sind die August-Benninghaus-Schule, Kolpingsfamilie, katholische Kirchengemeinde und der Sportverein SV Quitt Ankum mit dabei.


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