Empfang für die Nachbarn Vermögensberatung IS&R in Bersenbrück bezieht neue Räume

Das Büro ihrer Vermögensberatung IS&R verlegten Tobias Kunkel (links) und Bernd Fritsche in die Hasestraße 5 in Bersenbrück. Foto: Martin SchmitzDas Büro ihrer Vermögensberatung IS&R verlegten Tobias Kunkel (links) und Bernd Fritsche in die Hasestraße 5 in Bersenbrück. Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück. Wer sein Geld Tobias Kunkel und Bernd Fritsche anvertraut, erwartet Sicherheit. Ihre Vermögensberatung IS&R ist in Bersenbrück umgezogen.

Das Kürzel IS&R steht für „Investment Strategy and Research“. Für rund 120 Mandanten verwaltet das Duo eine insgesamt „zweistellige Millionensumme“, erläutert Kunkel, als er das neue Büro in der Hasestraße 5 vorstellt. 2012 kam der ehemalige Fondsmanager aus Bayern nach Bersenbrück, startete mit einem Büro in der Mittelstraße. Ein Jahr später stieß Fritsche dazu, ein Diplomingenieur mit langer Berufserfahrung in der Autoindustrie, der über ein zweites Studium ins Anlagefach wechselte. Das Fachmagazin „Euro“ nahm Kunkel und Fritsche mehrfach in seine Jahresliste der 100 besten Finanzberater Deutschlands auf. 

Bald wurde das Büro zu klein, 2014 zog das Unternehmen um in die Lindenstraße. Vor einiger Zeit kehrte Kunkel mit seiner Familie zurück in seine niederbayrische Heimat, eröffnete auch dort ein Büro und pendelt regelmäßig nach Bersenbrück. Deshalb nun also der Umzug in das „alte Rathaus“ an der Hasestraße, erläutert er auf einem kleinen Empfang für seine neuen Nachbarn.

Trump und die Börse 

IS&R betreibt individuelles Vermögensmanagement, berät seine Kunden in der Anlage in offenen Fonds zum Beispiel für Aktien oder Rohstoffe. Ein Geschäft, das seit 2012 nicht eben einfacher geworden ist. Kunkel erwähnt die große Finanz- und Bankenkrise, die „kleine China-Krise“, nervöse Reaktionen der Börse auf Tweets des amerikanischen Präsidenten Donald Trump oder Nachrichten vom Brexit. Er spricht vom Niedrigzinsumfeld, in dem Anlageberater sich bewähren müssen, und den negativen Zinsen.

Ihre Kunden seien konservativ, „nicht so risikofreudig“.  Aus einer Auswahl von 7000 bis 8000 Produkten biete IS&R knapp 120 an. Das sei deutlich mehr, als viele Banken oder Mitbewerber offerieren könnten. Die beiden Berater könnten nicht in Interessenskonflikte geraten, weil sie keine Provision nähmen. Wenn eine Provision anfiele, werde sie dem Kunden gutgeschrieben.

Ein Sechstel ihrer Fonds nehme Geldanlagen nur beschränkt an, durchgängig oder zeitweilig. Es spreche für ein verantwortungsvolles Fondsmanagement, wenn es lieber auf Wachstum verzichte statt „die Kriterien aufzuweichen“, so Kunkel.

Franz Buitmann begrüßte den Umzug in dreifacher Hinsicht. Für die Stadt sei positiv, dass IS&R „nur ein paar Straßen weitergezogen“ sei, dem Standort Bersenbrück treu bleibe, sagte er als stellvertretender Bürgermeister. Zugleich begrüßte er Kunkel und Fritsch auch als Mieter der Stadt, die das ehemalige Bürgermeisterbüro bezogen, nachdem Christian Klütsch seines zur Verwaltung in die Alte Marktschule verlegt hatte.

Ein zweites Gastgeschenk in Buchform übergab Buitmann als Vertreter des Kreisheimatbundes Bersenbrück, der sein Archiv und einen Arbeitsraum im Keller hat. Man wolle guter Nachbar sein.


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