„Erbsenzähler“ hat Freitag Premiere Theaterfieber in Kettenkamp

Von Anita Lennartz

Gymnastik-Schwester Mara (Elke Stegemann) bringt im neuen Stück der Theatergruppe "Vorhang auf" in Kettenkamp die Männer auf Trab, zeigt die Generalprobe. Foto: Anita LennartzGymnastik-Schwester Mara (Elke Stegemann) bringt im neuen Stück der Theatergruppe "Vorhang auf" in Kettenkamp die Männer auf Trab, zeigt die Generalprobe. Foto: Anita Lennartz

Kettenkamp. Er heißt Ernst. Und er braucht keinen Spaß. Sagt er zumindest. Kettenkamp amüsiert sich sich über den "Erbsenzähler", Titelheld der neuen Aufführung der Theatergruppe "Vorhang auf". Mittwoch war Generalprobe, am Freitag, 18. Oktober, hat das Stück Premiere.

Im gutbürgerlichen Wohnzimmer  spielt Ernst Kochs Komödie um Geizhals Ernst (Sebastian Papenjohann). Gemeinsam mit ihm leben Tochter Edith (Carina Wilke), Schwiegersohn Karl (Timo Ansmann) und Enkelin Karin (Janina Pohlkamp). Ernst hätte sich eine bessere Partie für seine Tochter gewünscht als  diesen Kioskbesitzer. Und jetzt turtelt  auch noch seine Enkelin Karin mit Theo (Simon Meyer),  Sohn der örtlichen Ladenbesitzerin.

Nachbarin Elisabeth (Britta Schmidt) hat es auf Ernst abgesehen. Foto: Anita Lennartz

 Opa „Erbsenzähler“ liest das „Abwrackprämienheft für Rentner“, die Apotheken-Umschau, und  pocht darauf, dass die Familie  sparen solle: entweder Butter oder Marmelade, duschen nur selten und wenn überhaupt, dann das Duschwasser als Trinkwasser recyceln. 

Geld hat Ernst zwar genug, trotzdem kommt ihm die Erbschaft seines verstorbenen Bruders sehr gelegen. Nachbar Franz (Günther Trienen) ebenso. Er schlägt Ernst vor, noch einmal zu heiraten, eine „handzahme Frau mit wenig Appetit“. Ernst ist interessiert, schnell steht der Hochzeitstermin mit „Rosa“ (Elisabeth Dettmer) fest. Die heißt allerdings eigentlich Trughilde und ist  Franz Ehefrau.

Wer mit wem? Steigt hier noch jemand durch? Foto: Anita Lennartz

Das Chaos komplett machen ihr Neffe Kasimir (Tobias Escher) und  Nachbarin Elisabeth (Britta Schmidt), die schon lange ein Auge auf Ernst geworfen hat. Bei so viel Trubel sorgen  tägliche Besuche der „Gymnastik-Schwester“ Mara (Elke Stegemann) bei „Ernstl“ zumindest für  sportlichen Ausgleich.   „Zahlt alles die Kassa“, sagt Mara. 

Bis sich die Wogen geglättet haben und die Liebespaare gefunden, wird kein Auge mehr trocken bleiben  im Saal Klaus.  Ernst macht seinem Namen alle Ehre, hat aber wie alle sichtlich Spaß am Spiel.

Die Regie liegt erstmalig in den Händen der Spielgemeinschaft, Lisa Ansmann und Andrea Olding soufflieren. Für die Maske ist  Annette Trienen zuständig,  außerdem packt sie mit  Margret Küthe  als Bühnenhelferin mit an.

Um Karin zu gewinnen, gehen Theo und Kasimir richtig zur Sache. Foto: Anita Lennartz

Vier weitere Aufführungen sollen folgen: am Sonntag, 20. Oktober, gibt es vor der Aufführung Kaffee und Kuchen, Einlass ab 14 Uhr. Weitere Aufführungen am Dienstag, 22. Oktober, Samstag, 26. Oktober und Sonntag 27. Oktober, beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es nur  an der Kasse, Reservierungen sind nicht möglich. Der Eintritt beträgt fünf Euro.

Die Theatergruppe "Vorhang auf". Foto: Anita Lennartz


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN