Unterbringung in psychiatrischer Einrichtung? Tötete Sohn den Vater in Ankum? Verfahren beginnt am 14. Oktober

Der Prozess gegen einen Ankumer, der seinen Vater getötet haben soll, beginnt. Foto: NWM-TVDer Prozess gegen einen Ankumer, der seinen Vater getötet haben soll, beginnt. Foto: NWM-TV 

Osnabrück/Ankum. Vor der 6. Großen Strafkammer (Schwurgericht) des Landgerichts Osnabrück beginnt am Montag, 14. Oktober 2019, um 11 Uhr das Verfahren gegen einen heute 30 Jahre alten Mann aus Ankum. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, am 9. April 2019 in Ankum seinen Vater getötet zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft soll es am Morgen des 9. April zwischen dem Beschuldigten und seinem Vater in der gemeinsamen Wohnung in Ankum zu einer verbalen und teils auch körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Der Beschuldigte soll schließlich ein Küchenmesser ergriffen und seinem Vater damit mit Tötungsabsicht in den Hals gestochen haben. Alarmierte Rettungskräfte fanden den Schwerstverletzten  in seiner Wohnung in Ankum, berichtete die Staatsanwaltschaft damals in einer Pressemitteilung. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen verliefen erfolglos. Der 56 Jahre alte Vater soll binnen kurzer Zeit an der Schnittverletzung verstorben sein. 

Damals hieß es nach Informationen unserer Redaktion, der Beschuldigte habe sich in der örtlichen Polizeistation gemeldet und angegeben, er habe seinen Vater erstochen. Er wurde am Tattag festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, sagte die Staatsanwaltschaft am Tag danach.

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Laut Pressemitteilung des Landgerichts soll der Beschuldigte während der Tat aufgrund einer psychischen Beeinträchtigung schuldunfähig gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass der Beschuldigte eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Mit dem Verfahren will die Staatsanwaltschaft daher die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung erreichen. 

Der Beschuldigte ist derzeit vorläufig im Ameos-Klinikum Osnabrück untergebracht.

Zum ersten Termin in dem Verfahren am 14. Oktober um 11 Uhr in Saal 272 des Landgerichts (Schwurgerichtssaal) sind neben den Beteiligten ein Dolmetscher und zwei Sachverständige geladen. Fortsetzungstermine sind für den 24. und 30. Oktober sowie den 6. und 14. November jeweils um 9 Uhr in Saal 272 vorgesehen.


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