Politische Ziele benannt Michael Wernke CDU-Bürgermeisterkandidat für die Samtgemeinde Bersenbrück

Die Findungskommission mit dem Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters (von links): Agnes Droste (Bürgermeisterin Alfhausen), Gerd Uphoff (Bersenbrück), Gerd Steinkamp (Alfhausen), Axel Meyer zu Drehle (Gehrde), Kandidat Michael Wernke, Maren von der Heide (stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende), Andreas Hettwer (Ankum), und Philipp Rautenstrauch (Rieste). Foto: Anita LennartzDie Findungskommission mit dem Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters (von links): Agnes Droste (Bürgermeisterin Alfhausen), Gerd Uphoff (Bersenbrück), Gerd Steinkamp (Alfhausen), Axel Meyer zu Drehle (Gehrde), Kandidat Michael Wernke, Maren von der Heide (stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende), Andreas Hettwer (Ankum), und Philipp Rautenstrauch (Rieste). Foto: Anita Lennartz

Kettenkamp. Die CDU in der Samtgemeinde Bersenbrück hat ihren Kandidaten für die Wahl des Samtgemeindebürgermeisters am 9. Februar 2020 mit großer Mehrheit gewählt: Michael Wernke, Leiter des Finanzamtes Quakenbrück, wird für die Christdemokraten antreten. Sein übergeordnetes Ziel: Er möchte Vertreter der "gesamten politischen Mitte des Samtgemeinderates" sein. Entsprechend will er Gespräche mit den anderen politischen Gruppen führen.

64 wahlberechtigte CDU-Mitglieder waren zur Kandidatenkür in die Gaststätte Klaus in Kettenkamp gekommen. Sie erlebten einen gutaufgelegten, engagierten und rethorisch gewandten Michael Wernke, der sich zunächst vorstellte und dann seine Ziele als möglicher Samtgemeindebürgermeister umriss, ohne dabei auch nur ein Wort von einem Manuskript abzulesen. Dem folgte das übliche Wahlvorbereitungsprozedere, das Maren von der Heide, die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, in die Wege leitete. Es endete damit, dass von 63 abgegebenen Stimmen 60 mit ja angekreuzt waren und eine mit nein. Dazu gab es zwei Enthaltungen. Ein Ergebnis, das die CDU-Mitglieder mit viel Applaus zur Kenntnis nahmen.

Finanzbehörde umstruktiert

Michael Wernke ist 55 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wohnt derzeit im Holdorfer Ortsteil Handorf. Geboren und aufgewachsen ist Michael Wernke in Kettenkamp. Nach dem Abitur 1983 am Gymnasium in Bersenbrück folgten die Wehrdienstzeit sowie das Jurastudium in Osnabrück. Anschließend war er unter anderem als Referendar bei der Verwaltung der Samtgemeinde Bersenbrück tätig. Seit 2011 ist Michael Wernke nach mehreren Stationen bei Finanzämtern in Niedersachsen – unter anderem in Delmenhorst und Cloppenburg – Leiter des Finanzamtes in Quakenbrück. Die Behörde hat er im Laufe der Jahre umstrukturiert – mit großem Erfolg: für die Jahre 2016 und 2017 ist das Quakenbrücker Finanzamt zum beliebtesten in Niedersachsen gewählt worden.

Wie Michael Wernke in der Versammlung erläuterte, habe er vor der Frage gestanden, entweder ein größeres Finanzamt zu leiten oder beruflich eine andere Position anzustreben. Die Antwort ist gefallen: Michael Wernke will die Samtgemeinde Bersenbrück voranbringen. Als CDU-Kandidat wolle er jemand sein, der in der Mitte stehe und mit anderen Parteien und Gruppen im Gespräch sei. Erste Treffen habe es bereits gegeben, weitere würden folgen. Ihm gehe es vor allem darum, konkrete Ziele umzusetzen und nicht zu streiten oder auf poltischen Standpunkten zu verharren. Die Wege zu den Zielen und die damit verbundenen Entscheidungen sollen künftig von einer breiten politischen Mehrheit getragen werden.

Starke Mitgliedsgemeinden wichtig

Die politischen Grundpositionen von Michael Wernke: Er wolle starke Mitgliedsgemeinden als Basis für eine starke Samtgemeinde. Dazu sollten unter anderem Mindeststandards für die einzelnen Kommunen festgelegt werden, was dort jeweils vorgehalten werden müsse. Überdies sprach Michael Wernke den Bürgermeistern vor Ort ein großes Lob aus. Sie machten einen tollen ehrenamtlichen Job. Das könne gar nicht hoch genug geschätzt werden. Was Ratsarbeit bedeute, wisse er zudem von seinem Vater Gregor. Der sei zwölf Jahre lang Ratsmitglied für die CDU in Kettenkamp gewesen.

Weiterhin möchte Michael Wernke einen "Zukunftsplan" ausarbeiten, der Antworten zu Fragen wie zur hausärztlichen Versorgung, die Digitalisierung, die Optimierung von Verkehrsflüssen und ÖPNV sowie den Brückenschlag von schulischer zur beruflichen Ausbildung gebe. Auch der Schuldenstand der Samtgemeinde wird ihn im Falle einer Wahl beschäftigen.

Servicegedanke im Mittelpunkt

Weiterhin will Michael Wernke im Falle einer Wahl den Umbau der Verwaltung angehen. Dazu gehöre die Einführung flacher Hierarchien sowie der Ausbau des Servicegedankens.Generell seien für ihn bei allem Tun drei Begriffe wichtig: "Offenheit, Transparenz, Augenhöhe".  

In den kommenden Wochen und Monaten will sich Michael Wernke nun in den CDU-Institutionen in der Samtgemeinde Bersenbrück vorstellen, wie er in einer abschließenden 15-minütigen Fragerunde erklärte. Auch möchte er Vereine wie beispielsweise die Landjugend besuchen oder christliche Gemeinden wie die Baptisten, um so mit möglichst vielen Menschen und unterschiedlichen Gruppen in Kontakt zu kommen. Überdies will er in jeder Mitgliedsgemeinde für alle interessierten Bürger einen Infoabend anbieten. Eine spannende politische Reise liegt vor Michael Wernke. 


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