Von Kabarett bis klassischer Musik Kulturring Bersenbrück präsentiert sein neues Programm

Die Kanzlerin auf der Psychocouch: Das gibt es nur beim Kabarett-Theater Distel, das am 8. März 2020 in Bersenbrück gastiert. Foto: Chris Gonz.Die Kanzlerin auf der Psychocouch: Das gibt es nur beim Kabarett-Theater Distel, das am 8. März 2020 in Bersenbrück gastiert. Foto: Chris Gonz.

Bersenbrück. Die neue Saison 2019/2020 des Kulturrings Bersenbrück beginnt am 29. September mit der ersten Regelveranstaltung.

Alle Veranstaltungen des Kulturrings finden, bis auf die dritte Veranstaltung, die in der Evangelischen Bonnus-Kirche Bersenbrück durchgeführt wird, in der Aula des Gymnasiums statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Eröffnet wird die neue Saison am 29. September mit der Komödie von Bob Larbey „Schon wieder Sonntag“. Die Komödie übers Älterwerden erzählt die Geschichte des gebrechlichen Witwers Cooper, der im Seniorenheim lebt und um seine verstorbene Frau trauert. Er erträgt einmal im Monat den Pflichtbesuch von Tochter und Schwiegersohn und pflegt seine Freundschaft mit dem an Demenz erkrankten Aylott, zum Zeitvertreib flirtet er gern mit der Krankenschwester Wilson. Das Stück über Freundschaft und den eisernen Willen, sich im Alter nicht aufzugeben, bringt alles mit, was eine berührende Tragikomödie ausmacht: Tiefenschärfe, gut funktionierende, schwarzhumorige Dialoge und pfiffige Pointen, Heiterkeit und Melancholie; verspricht der Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Zur Eröffnung der Kulturring-Saison sind Pavel Fieber und Joachim Bliese in der Komödie „Schon wieder Sonntag“ zu sehen. Foto: Helmut Seuffert

Am 11. Oktober folgt ein Konzert des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters. Das Orchester, 1968 als erstes Landesjugendorchester gegründet, dient der Förderung und Zusammenführung musikalisch besonders begabter Kinder und Jugendlicher im Alter zwischen 14 und 21 Jahren. Unter künstlerischer und pädagogischer Anleitung werden die jungen Musiker an eine gemeinschaftliche Leistung von hohem Niveau herangeführt. Die musikalische Leitung wird namhaften Dirigenten übertragen. Unter anderem leiteten James Elan Gerries, Hans-Herbert Jöris, Lutz Köhler und Kurt Masur das Orchester. Dazu kommt eine intensive Registerarbeit unter der Leitung ausgewählter Fachdozenten. In Bersenbrück kommen folgende Werke zur Aufführung: Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 in e-Moll, op. 98 und Antonin Dvorak: Cellokonzert h-Moll, op. 104. Dirigiert wird das Orchester von Thomas Posth.

Am 10. November tritt in der Bonnus-Kirche das Duo Schepansky-Wehrmeyer auf. Julius Schepansky, Akkordeon, und Anne Maria Wehrmeyer, Violone, spielen Stücke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Rachmaninow, Camille Saint-Säens. Schepansky ist als Solist und in kammermusikalischen Formationen Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit liegt in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik sowie der Improvisation. Wehrmeyer zeichnet sich unter den jungen Violinisten ihrer Generation durch ein profundes Musikverständnis, die Breite ihres Repertoires, ihr Aufgeschlossenheit gegenüber der zeitgenössischen Musik, eine besondere Neigung zur Kammermusik sowie Neugier gegenüber neunen Konzertformaten aus.

Musikalisch wird es am 10. November, wenn das Duo Schepansky-Wehrmeyer in der Bonnus-Kirche Werke von Bach, Mozart und Rachmaninow präsentiert. Fotos: Nele Jansen

Die Neue Philharmonie Westfalen tritt am 18. Januar 2020 auf. Die Neue Philharmonie Westfalen entstand 1996 aus der Fusion zweier Orchester des nördlichen Ruhrgebiets, dem Westfälischen Sinfonieorchester Recklinghausen und dem Philharmonischen Orchester der Stadt Gelsenkirchen. Das Orchester zählt zu den größten Klangkörpern in Nordrhein-Westfalen und bewältigt jährlich nahezu 300 Veranstaltungen im In- und Ausland. Das mit rund 130 Musikern besetzte Orchester ist im Stande, die gesamte Palette der Orchesterliteratur vom Barock bis hin zur Moderne abzudecken. Auch Film- oder Crossover-Konzerte mit Pop-, Rock- oder Jazzmusik gehören zum Repertoire.

Das Berliner Kriminaltheater mit dem Stück von Sebastian Fitzek „Passagier 23“ ist am 16. Februar 2020 zu Gast. Fitzek ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller. Als einer von wenigen deutschen Thrillerautoren wird er auch in England und den USA verlegt.

Ein Höhepunkt der Saison wird sicherlich der Auftritt des Kabaretts „Distel“ am 8. März 2020. Das Programm lautet: „Weltretten für Anfänger – Einmal Zukunft und zurück“. Angela Merkel ist verzweifelt – keiner hat sie noch so richtig lieb. Auf der Couch ihres Psychologen kommt ihr eine Idee: Mit ihrem Wissen als Physikerin bastelt sie eine Zeitmaschine. So könnte sie ihr Volk in eine sorgenfreie Zukunft katapultieren – und dann selbst doch noch Unsterblichkeit erlangen. Testpersonen werden gefunden, die Zukunft ist super: Computer regeln den Alltag, per Körper-Chip kann man unbegrenzt shoppen, doch schnell wird klar, sie sind in einer Hölle gelandet. Totale Überwachung, aufrührerische Menschen werden umprogrammiert, China hat Europa gekauft und überall herrscht Wüstenklima. Gibt es eine Chance zur Umkehr? Werden sie die Welt noch retten können? Oder wenigstens sich selbst? Damit beschäftigt sich das Kabarett „Distel“.bn


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