Stolze Söhne werden Väter Reggae Jam in Bersenbrück: Tanzen, bis der Staub wallt

Aus einem stolzen Sohn wird ein stolzer Vater: Jemere Morgan, Vater Roy "Gramps" Morgan (von links) in Bersenbrück. Foto: Martin SchmitzAus einem stolzen Sohn wird ein stolzer Vater: Jemere Morgan, Vater Roy "Gramps" Morgan (von links) in Bersenbrück. Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück. Jamaikaner haben Reggae in den Genen, beweist Morgan Heritage auf dem Reggae Jam-Festival in Bersenbrück. Mit Talent und Hingabe geht es genauso gut, zeigt eine Handvoll deutscher Künstler.

Nach dem furiosen Auftakt am Freitag ging das Festival am Samstag mit 13 Stunden Livemusik weiter. Zu den zugkräftigsten Nummer gehörten Stammgäste des Festivals, die deutsche Texte singen. I Fire aus Hamburg zum Beispiel, Spaßvögel auf der Bühne, die ihre pfiffigen Texte mit Lust in Szene setzen. Das überträgt sich aufs Publikum, das in Bewegung kommt, bis der Staub über dem Klosterpark aufsteigt.

Spaßvögel: I-Fire. Foto: Martin Schmitz

Monika Jaksch kann das sogar noch besser. Eine zierliche Frau, die mit Nick Tilstra als Duo Mono & Nikitaman Sozialkritisches mit Reggae, Hiphop und Punk unterlegt. 

Zarte Gestalt, unglaubliche Zugkraft: Mono. Foto: Martin Schmitz

Und das soll funktionieren? "Wir machen es nicht so wie all die anderen", singt sie. Und die Menge tanzt für sie Pogo im Kreis, bis der Staub wallt.

Für Mono tanzt der Klosterpark Pogo. Foto: Martin Schmitz

Der späte Abend gehört der jungen Generation von Sängern. Sie haben alles, was man sich wünschen kann, sind hochgewachsen, schlank, verfügen über Kondition, Kraft und großartige Stimmen. Jahbar I ist einer von ihnen.

Jahbar I. Foto: Miriam Heidemann

Junior Kelly ist der mit dem kraftvollsten Auftritt.

Junior Kelly. Foto: Martin Schmitz

Und I Wayne ist der mit der sanftesten Stimme. "Life is easy", singt er, das Leben ist leicht, und die Reggaefans wiegen sich sanft  im Takt.

Und dann kommen so ein paar leicht rundliche Herren gesetzten Alters auf die Bühnen und plötzlich ist alles anders. Die Morgan-Brüder haben die Bühnenpräsenz schon lange, die ihre Vorgänger im Programm  sich gerade erarbeiten. Und sie nutzen sie mit einer intuitiven Sicherheit, die das Publikum für sie einnimmt. Jeder Schritt, jede Geste, jedes Wort wirkt authentisch. Der Funke springt über.

Da wäre Peetah Morgan, Leadsänger, der agil und temperamentvoll durch die Show führt, und die Soli seiner Brüder anschiebt.

Peetah Morgan. Foto: Martin Schmitz

Roy "Gramps" Morgan wechselt mühelos zwischen Keyboard und Solauftritt.

Roy Morgan. Foto: Martin Schmitz

Mojo Morgan steht am Schlagzeug. 

Mojo, Peetah und Roy Morgan (von links). Foto: Martin Schmitz

Morgan Heritage (Erbe) nennen sie sich, weil sie stolz sind auf das Talent, das Vater Denroy Morgan ihnen und vielen weiteren Geschwistern vererbte. Morgan Heritage, das dürfte die perfekte Kombination sein aus Kunst, Kommerz und Familienleben.

Und jetzt werden aus stolzen Söhnen stolze Väter. Jojos Sohn  Esh Morgan begleitet sie, spielt ein romantisches Gitarrensolo. Sein Onkel Peetah strahlt vor Stolz, als er erzählt, der 21-Jährige habe sich das Gittarenspiel selber beigebracht. 

Esh Morgan, Sohn von Mojo Morgan. Foto: Martin Schmitz

Ähnlich ergeht es Roy Morgan, als sein Spross Jemere mehrere Lieder anstimmen darf, eins davon Arm in Arm mit dem Vater. Die Morgans auf dem Weg zur Dynastie.


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