50 Radlerinnen nahmen teil Frauengemeinschaft Alfhausen auf Gartentour

Von Margarete Hartbecke

Die Trauerweide und der Teich im Garten von Marlies Hedemann am Buschbach ist für viele Alfhausener ein vertrautes Bild. Foto: Margarete HartbeckeDie Trauerweide und der Teich im Garten von Marlies Hedemann am Buschbach ist für viele Alfhausener ein vertrautes Bild. Foto: Margarete Hartbecke

Alfhausen. Lädt die Frauengemeinschaft (KFD) in Alfhausen zur Fahrradtour zu heimischen Gärten ein, ist das Interesse nach wie vor ungebrochen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen hatten sich zur zehnten Tour mehr als fünfzig Frauen auf dem Kirchplatz getroffen.

Nicht weit entfernt liegt der zuerst besuchte Garten von Marlies Hedemann am Buschbach, Ecke Rühenhook. Die Trauerweide neben dem Teich ist für viele Vorbeifahrende ein vertrautes Bild. Die große Gartenanlage vor dem Doppelwohnhaus war nicht immer so. Früher wurde hier Gemüse angebaut und auf dem Markt verkauft, erzählt Marlies Hedemann. Nachdem der landwirtschaftliche Betrieb eingestellt wurde, änderte sich auch die Flächennutzung. 


Eidechsen aus Stein im Garten Hedemann. Foto: Margarete Hartbecke


 Zur Straße Am Buschbach entstand ein Biotop, das durch den im Heiligenberg entspringenden Bach getränkt wird. Große Rasenflächen und einige Strauchgruppen lassen die Fläche wie einen Park erscheinen. Die meisten Gehölze hat Marlies Hedemann vor vielen Jahren selbst gepflanzt. Der fruchtbare Boden kommt den Pflanzen besonders in diesem heißen Sommer entgegen. Die Hortensien und sogar die Rhododendrongruppen auf sonnigem Standort sehen noch frisch aus. Im Schatten hoher Eichen oder im kühlen, umgebauten Backhaus staunen die Frauen über die Weiträumigkeit dieser Gartenanlage in der Nähe des Dorfzentrums.


Blütenpracht auf dem Reiterhof Dragic. Foto: Margarete Hartbecke


Ebenfalls großflächig sind die beiden weiteren besuchten Gärten. Der Reiterhof Dragic in Heeke hatte in diesem Jahr schon am Gartentraumsonntag seine Anlage besichtigen lassen. Auch diesmal findet der große Feigenbaum auf dem Hof viele Bewunderer. Der Terrassenplatz auf der gegenüberliegenden Hausseite wird umrahmt durch eine auffallende Mauer und eine mit Wein berankte Trennwand. Ein alter, schief stehender Walnussbaum begrenzt den Platz zusätzlich und eignet sich auch noch als Lichterkettenhalterung.

Die Mauer ist als Hochbeet gebaut und beherbergt eine bunte Mischkultur. Hier blühen noch einige Hornveilchen neben Rosen, Dahlien und Sonnenhut, dazwischen wuchert Rhabarber und versteckt Salat, Kohlrabi und Kräuter. Auch ein Apfelbäumchen und Beerenobst findet man auf den zweiten Blick. Tomaten wachsen an der Hausecke und Kürbisranken kriechen aufs Pflaster.

 Zwei Hunde lassen sich durch die vielen Besucherinnen nicht aus der Ruhe bringen, während ein Kakadu Radau macht und Wellensittiche in der Voliere herumfliegen. Der Reiterhof strahlt ländliche Idylle aus, nur die mit der Strohernte beschäftigten Männer sehen das vielleicht im Moment anders.


Wer schaut denn da? Raffinierte Deko bei Große-Rechtien. Foto: Margarete Hartbecke


Großzügig wirkt auch der Garten von Erika und Reinhold Große-Rechtien in Thiene. Hier im dörflichen Randgebiet bestimmen Felder und Wiesen das Bild. Junge Obstbaumreihen führen zum Haus hin oder daran entlang. Unzählige Natursteine begrenzen Beete und dienen als Dekorationsgrundlage. Hinter dem Wohnhaus ist auf der Rasenfläche ausreichend Platz für Tische und Bänke. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem hat in diesem Garten Hitzeschäden an den Pflanzen weitgehend verhindert.


Am Ende der Tour tat die Rast im Garten Garten Große-Rechtien gut. Foto: Margarete Hartbecke


 Die KFD-Frauen freuen sich nach der langen Fahrradtour auf den gemütlichen Ausklang mit Imbiss und Plauderei. Im Schatten genießen sie die von Erika Große-Rechtien und Gisela Brüwer ausgearbeitete Gartenfahrt. Und hoffen, dass diese Tour in den nächsten Jahren wieder angeboten wird.


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