Elektrokleingeräte spenden statt wegwerfen Awigo-Recyclinghof Ankum kooperiert mit Reparaturtreff in Quakenbrück

Engagieren sich für die Reparatur von vermeintlichem Elektroschrott: Marianne van Beuning vom Mehrgenerationenhaus Quakenbrück (von links), Olaf Henkel von der Reparaturinitiative „Zu schade für die Tonne!“ und Alexander Babbel, Niederlassungsleiter des Awigo-Standorts in Ankum, freuen sich auf Spenden an Elektrokleingeräten. Foto: D. Pommer/AwigoEngagieren sich für die Reparatur von vermeintlichem Elektroschrott: Marianne van Beuning vom Mehrgenerationenhaus Quakenbrück (von links), Olaf Henkel von der Reparaturinitiative „Zu schade für die Tonne!“ und Alexander Babbel, Niederlassungsleiter des Awigo-Standorts in Ankum, freuen sich auf Spenden an Elektrokleingeräten. Foto: D. Pommer/Awigo

Ankum/Quakenbrück. Neuerdings können Kunden auch auf dem Awigo-Recyclinghof in Ankum (Holsten, Bippener Straße) Elektrokleingeräte, die keinen oder nur einen kleinen Defekt haben, an eine ehrenamtliche Reparaturinitiative aus dem Landkreis spenden anstatt sie zu entsorgen.

Auf diese Weise sollen die Dinge noch ein zweites Leben erhalten und Abfälle vermieden werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Was auf den Awigo-Standorten in Georgsmarienhütte und Ostercappeln seit einigen Wochen bereits gut angelaufen ist, wird damit auf den Nordkreis ausgeweitet. Partner vor Ort ist der Reparaturtreff „Zu schade für die Tonne!“, der ab August monatlich im Mehrgenerationenhaus Quakenbrück stattfinden wird.

„Im Sinne des Ressourcenschutzes setzen wir uns immer wieder für gelebte Abfallvermeidung ein.“Christian Niehaves, Awigo-Chef


„Sicherlich landet in unseren Containern für Elektroschrott das eine oder andere, was eigentlich noch nicht schrottreif ist. Manche Dinge sind noch funktionstüchtig, andere lassen sich vielleicht noch mit geringem Aufwand reparieren“, wird Awigo-Geschäftsführer Christian Niehaves zitiert. „Im Sinne des Ressourcenschutzes setzen wir uns immer wieder für gelebte Abfallvermeidung ein. Daher unterstützen wir die Reparaturinitiativen mit der neuen Kooperation gern dabei, dem vorschnellen Wegwerfen von Elektrokleingeräten etwas entgegenzusetzen“, so Niehaves weiter.

Gekennzeichnete Boxen

So läuft die Sammelaktion für die Reparaturinitiativen ab: Auf dem Recyclinghof finden die Kunden gekennzeichnete Boxen, in die sie Elektrokleingeräte ohne oder mit nur kleinem Defekt ablegen können. Das Reparatur-Team aus Quakenbrück kommt regelmäßig vorbei, sichtet die eingegangenen Gegenstände und entnimmt das, was es für seine Zwecke noch gebrauchen kann. Was nicht benötigt wird, gelangt anschließend wieder an die Awigo zur Entsorgung.

Wichtig ist laut Pressemitteilung: Allein die Recyclinghof-Kunden entscheiden, ob sie ihr Gerät der Aktion überlassen wollen. „Landet der Gegenstand einmal im E-Schrott-Container, müssen wir davon ausgehen, dass der Kunde sein Gerät entsorgt und nicht wiederverwendet sehen möchte. Unsere Mitarbeiter holen nichts mehr nachträglich aus den Containern heraus“, betont Niehaves. 

Projekt läuft gut in Hagen und Ostercappeln

Die Aktion sei auf den anderen Standorten in Kooperation mit den Reparaturinitiativen aus Hagen a.T.W. und Ostercappeln schon ganz erfolgreich angelaufen, heißt es weiter: Zu den ersten Fundstücken zählten zum Beispiel ein Kaffeevollautomat, ein Verstärker, Bohrmaschinen oder ein Akkuschrauber. Die Geräte seien durch die Reparateure überprüft und bei Bedarf instand gesetzt worden.

Zweites Leben erlangen

Auf unterschiedlichen Wegen erlangten sie anschließend ein zweites Leben: Manches wurde für die Ausstattung der Reparaturplätze genutzt, anderes als Ersatz- und Bauteil aufbewahrt und Weiteres an Interessierte oder für einen guten Zweck verschenkt. Der Erfolg solle sich nun gerne im Nordkreis fortsetzen, hoffen die Initiatoren. Der Quakenbrücker Treff „Zu schade für die Tonne!“ und die Awigo würden sich über zahlreiche Spenden an Elektrokleingeräten freuen. 


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