Die Band aus dem Kultfilm "Rockers" Höhepunkt der Reggae Jam in Bersenbrück

Vor 40 Jahren spielten sie  Reggae-Kultfilm "Rockers" mit. Die Reggae Jam bringt die Musiker um Leroy Wallace (rechts) nach Deutschland. Foto: High VibesVor 40 Jahren spielten sie Reggae-Kultfilm "Rockers" mit. Die Reggae Jam bringt die Musiker um Leroy Wallace (rechts) nach Deutschland. Foto: High Vibes

Bersenbrück. 25 Jahre Reggae Jam in Bersenbrück werden gefeiert mit einem Riesenrad und einem ungewöhnlichen Revival. Als Höhepunkt des Festivals vom 2. bis 4. August kommt die Band aus dem Kultfilm "Rockers" auf die Bühne.

Rockers, das sei der "Buena Vista Social Club" der Reggaewelt, sagt Bernd Lagemann. So wie Regisseur Wim Wenders mit seinem  Film die kubanische Musik weltweit populär machte, schuf Theodoros Bafaloukos mit Rockers einen Film über die Reggaemusik auf Jamaika. Mit kleinem Budget drehte der aus Griechenland stammende Regisseur einen Film, der die  Hochphase Reggaemusik atmosphärisch einfing, auf die sich die Szene und ihre Künstler heute noch beziehen. Er entstand  1978, als Stars wie Bob Marley oder Peter Tosh noch in den Studios ein- und ausgingen.  

Rockers begleitet den Schlagzeuger Leroy "Horsemouth" Wallace,der im Studio mit zahllosen Reggae-Größen gearbeitet hat. Der Film erreicht seinen Höhepunkt als Kiddus I im Studio "Graduation in Zion" einspielt, begleitet von Wallace, Big Youth und anderen legendären Künstlern.

2018 ging das Trio Kiddus I, Wallace und Big Youth in Sao Paulo zusammen auf die Bühne, um 40 Jahre Rockers zu feiern. Bernd Lagemann holt diese Show jetzt nach Deutschland. Wenn die Band am Sonntagabend als Höhepunkt des Festivals die Bühne betritt, sollen auch Altstars wie  Bernard „Satta“ Collins  von den Abyssinians dabei sein und Lloyd  Parks aus der We The People-Band und dem Harmony-Trio und Kushart, der Künstler Joel "Kush" Brown.

Ausstellung zu 25 Jahren Reggae Jam

Seit 25 Jahren gibt es nun das Festival Reggae Jam. Nach Anfängen im Bersenbrücker Ortsteil Talge fand es seinen Stammplatz im Stadtzentrum  im Klostergarten, der zu einem mittelalterlichen Kloster gehört. Abgesehen von siiner Kirche dient das Kloster lange schon weltlichen Zwecken, im Gebäude ist unter anderem ein kleines Museum untergebracht. Das spielte bislang die Rolle eines stillen Gastgebers, in seinem Innenhof liegt das Rückzugsquartier der Künstler, in dem die sich auf ihren Liveauftritt auf den beiden Bühnen vorbereiten.

Jetzt bereitet das Museum im Kloster, einst Kreismuseum genannt, eine Ausstellung vor, die ein Vierteljahrhundert  Reggae Jam beleuchten soll. Eröffnet wird sie am 17. Juli.

Wie vor einigen Jahren schon einmal soll ein Riesenrad als Attraktion dabei sein, in dem man das weitläufige  Festivalgelände aus der Vogelperspektive kennenlernen kann. Ein sollches Riesenrad sollte von nun an alle fünf Jahre dabei sein, wünscht sich Festivalchef Bernd Lagemann.

Auf der Reggae Jam hat er stets gern auch einen der  Marley-Nachkommen dabei. Diesmal soll zum ersten Mal ein Enkel des Reggae-Superstars sein. Jo Mersa Marley ist ein Sohn Stephen Marley, ähnelt stimmlich aber eher Damian Marley. Gespannt ist Lagemann auch auf Treesha,  Backgroundsängerin von Gentleman, dwem bekanntesten deutschen Reggaesänger. Die Kenianerin tritt mit Gentlemans Band Evolution auf, die unter dem Namen Fire Alarm in den Nullerjahren Hausband des Bersenbrücker Festivals war.

Auf der Website des Festivals sind 40 Namen von Bands und Künstlern zu finden, die in drei Festivaltagen auf den Hauptbühne ihre Auftritte haben 



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