Einweihung am Sonntag Mehrgenerationengarten in Alfhausen ist fertig

Von Margarete Hartbecke

Spielen, Meditieren, die Seele baumeln lassen: Der Mehrgenerationengarten in Alfhausen ist für Jung und Alt gedacht. Foto: Margarete HartbeckeSpielen, Meditieren, die Seele baumeln lassen: Der Mehrgenerationengarten in Alfhausen ist für Jung und Alt gedacht. Foto: Margarete Hartbecke

Alfhausen. Was lange währt, wird endlich gut: Nach Anfangseuphorie und vielen Verzögerungen ist der Mehrgenerationengarten beim Pflegeheim St. Antonius-Stift nun endlich fertig geworden. Am Sonntag wird er nach dem Hochamt eingesegnet und mit einem Frühschoppen offiziell vorgestellt werden.

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannis als Bauherr und die Mitarbeiter des Pflegeheims laden dazu Bewohner und Angehörige sowie alle Interessierten herzlich ein.  

Als einen Platz für Menschen jeden Alters war der Garten von Anfang an geplant. Er sollte so gestaltet werden, dass Bewohner des Pflegeheims sich hier gerne aufhalten, gleichzeitig auch Besucher und Nachbarn. Kein Abgrenzen, sondern ins Dorfgeschehen integrieren, war die Idee. 


Der Plan des Gartens. Entwurf: Grünplaner


Und so ist es nun auch geworden: Eine Sandfläche mit großem Spielgerät bildet den Mittelpunkt. Drumherum führen Rundwege, gut begehbar und rollstuhlgeeignet. Sitzplätze und Nischen sind auf dem Platz verteilt, ebenso ein bepflanztes Hochbeet und  Bereiche für Kinder. Eine überdachte Meditationsecke eignet sich als Rückzugsort für Besinnungs- und Ruhesuchende. 

Der Mehrgenerationengarten grenzt an das Pflegeheim auf der einen Seite und an eine Wiese auf der anderen. Im Hintergrund befinden sich die barrierefreien Wohnungen der Alten Färberei.


Die Meditationsecke mit der Josefsfigur. Foto: Margarete Hartbecke


Die Idee für einen Mehrgenerationengarten hatten  Alla Möller und Heinz Speckjohann vom Förderverein des St. Antoniusstifts sowie Franz Huchtkemper und Christoph Pieper vor mehr als fünf Jahren. Pieper war damals Pflegedienstleiter  und Huchtkemper im Kirchenvorstand. 

Dass so viele Regularien, Anträge und Formsachen zu beachten waren und Zeit kosten würden, haben die Beteiligten damals  nicht vermutet. Alla Möller ist Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des St. Antoniusstifts. Mehrere Jahre hatte der Verein Gelder für die Meditationsecke zurückgestellt. „Wenn ich Alla nicht dabei gehabt hätte, wäre der Garten nicht zustande gekommen“, ist sich Franz Huchtkemper sicher. Das Durchhaltevermögen der beiden hat sich gelohnt.


Sitzecken für Erwachsene sind mit Spielecken für Kinder kombiniert. Foto: Margarete Hartbecke


Die  Verzögerungen ergaben sich unter anderem dadurch, dass der Mehrgenerationengarten über das Dorferneuerungsprogramm gefördert. Doch dafür musste die Bewilligung  Förderanträge abgewartet werden. Vorher durfte nichts in Auftrag gegeben werden. 

Die Zusage kam im Frühjahr 2017. Dann folgten kirchenaufsichtliche Genehmigungen vom Bistum Osnabrück im folgenden Jahr. Das Planungsbüro „Die Grünplaner“ aus Meppen wurde mit der Planung, Bauleitung und den Ausschreibungen beauftragt. Huchtkemper lobt auch die Zusammenarbeit mit dem Amt für regionale Landentwicklung, über das die Fördermittel fließen. Gefördert werden 45 Prozent der Kosten,   die Kirchengemeinde übernimmt 55, Meditationsecke und Spielgerät ausgenommen.


Mitglieder der Landjugend und des Fördervereins des St. Antonius-Stifts nahmen das alte Pflaster auf. Foto: Margarete Hartbecke


 Im vergangenen Herbst zeigten sich  endlich  sichtbare Fortschritte. Mitglieder der KLJB und des Fördervereins begannen, alte Pflasterwege zu entfernen und die Steine zu stapeln. Der Garten- und Landschaftsbauer Markus Zimmermann aus Merzen erledigte im Winter Erd- und Pflasterarbeiten. 

Das von der Gemeinde Alfhausen finanzierte Spielgerät wurde vor wenigen Wochen aufgestellt. Viel ehrenamtliche Arbeit ist in die Meditationsecke geflossen. Josef Schomaker, Heinz Speckjohann, Heinz Wehlage und Franz Huchtkemper mauerten die Wand aus Ibbenbürener Sandstein. Franz Behrens restaurierte die Sandsteinfigur des Heiligen Josef, die früher im Seitenschiff der Kirche gestanden hatte und nun hier ihren neuen Platz findet. Für die Pflege der Meditationsecke wird der Träger des St. Antonius-Stifts zuständig sein.

Nach der offiziellen Einweihung am Sonntag darf der Mehrgenerationengarten täglich von 8 bis 18 Uhr von allen genutzt und genossen werden. 


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