"Messe" mit 40 Ausstellern Senioreninformationstag in Ankum kam an

Von Burkhard Dräger

40 Aussteller nahmen am ersten Senioreninformationstag der Samtgemeinde Bersenbrück statt und stellten ihre Angebote rund um das Thema Altern vor. Foto: Burkhard Dräger40 Aussteller nahmen am ersten Senioreninformationstag der Samtgemeinde Bersenbrück statt und stellten ihre Angebote rund um das Thema Altern vor. Foto: Burkhard Dräger

Ankum. Ihren ersten Senioreninformationstag in der August-Benninghaus-Oberschule in Ankum betrachtet die Samtgemeinde Bersenbrück als Erfolg. Die Aussteller hätten sich bei einem so wichtigen Thema noch mehr Besucher gewünscht.

Samtgemeindebürgermeister  Horst Baier erklärte in seiner Eröffnung, dass in der Samtgemeinde besonderer Wert  gelegt werde auf ein gutes Netzwerk für alle Fragen rund um das Alter. Der Info-Tag solle die Baby-Boom-Generation ansprechen, die  geburtenstarken Jahrgänge. Er freue sich über so viele Aussteller, die sich hier  Senioren Rat und Tat anbieten. Sein  Dank galt Gabriele Linster, der Seniorenbeauftragten vom Büro für Bürgerengagement der Samtgemeinde, die diesen Tag gut vorbereitet und organisiert habe und überhaupt sehr gute Arbeit leiste. 


Der Präventionsrat kümmert sich um Verbrechensvorbeugung, auch mit Spezialprogrammen für Senioren. Foto: Burkhard Dräger


Linster wiederum dankte allen Ausstellern dafür, dass sie einen freien Tag für diese Senioreninformation geopfert hätten, sogar Berufsschüler der BBS Bersenbrück machten mit. 40 Aussteller informierten über Grundsicherung, Prävention und Sicherheit. Stationäre und mobilen Pflegeeinrichtungen stellten sich vor,  Beratungsdienste, Ehrenamtliche und Sportgruppen,  medizinische Einrichtungen, wie das Marienhospital Ankum-Bersenbrück. Ein breites Informationsangebot also,  auch für Angehörige und Pflegende. Die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück  bot dann noch eine Aktion zur Sturzprophylaxe an, und da musste dann Horst Beier noch einmal aktiv mitmachen.


Die Samtgemeinde stellte ihre Beratungen vor. Foto: Burkhard Dräger


 In einem Vortrag über Altersmedizin  führte Dr. Andreas Konermann vom Marienhospital Ankum-Bersenbrück aus, dass die Lebenserwartung  in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen sei. Das führe zu mehr chronisch und mehrfach Erkrankten. Altersmedizin solle Mobilität und Selbsthilfefähigkeit erhalten oder wiederherstellen und so für  Lebensqualität ´sorgen bis ins hohe Alter. Geriatrie beinhaltet aber auch, Menschen, die sich von schweren Erkrankungen nicht mehr erholen, durch lindernde Maßnahmen ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen.

Für einen Mittagstisch sorgte der ASD gemeinsam mit der Mensa der Oberschule, die auch Brötchen, Kaffee und  Kuchen anbot. Snacks gab es auch am Stand des DRK.


Ein-Mann-Theater: Seelsorger und Schauspieler Thomas Borggreve. Foto: Burkhard Dräger


 Der Schauspieler und Seelsorger Thomas Borggreve aus Utrecht zeigte in Ein-Mann-Stück "Dachstube", wie ein gefeierter Dirigent langsam aber unaufhaltsam dementen wird. Immer im Dialog mit seinem Sohn, teils in skurrilen Situationen und immer untermalt von zur Situation passender Musik. Denn Musik ist wie einander hören, zuhören. der Aufführung folgte eine Fragestunde, in der Besuchern vieles aus dem Stück mit eigenen Erlebnissen verknüpfen konnten.

 Der  Info-Tag habe habe zeigen können, wo  im Fall der Fälle Unterstützung und Hilfe zu bekommen sei, zog Linster Bilanz. Er habe aber auch zeigen können, dass jeder selbst etwas tun müsse, um sich fit zu halten und die Verbindung zur Umwelt und zur Gemeinschaft nicht zu verlieren.


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