Neue Mitte im Dorf Riester Diekplatz mit Bürgerfest feierlich eingeweiht

Bürgermeister Sebastian Hüdepohl durchschneidet das rote Band und gibt den Diekplatz frei, flankiert von Pfarrer Jan Witte, Pastorin Andrea Wolters,  Uwe-Heinz Bendig (Amt für regionale Landesentwicklung), sowie Landrat Michael Lübbersmann, Namenspatin Maria Staamann und 
Paul Plottke, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.Bürgermeister Sebastian Hüdepohl durchschneidet das rote Band und gibt den Diekplatz frei, flankiert von Pfarrer Jan Witte, Pastorin Andrea Wolters, Uwe-Heinz Bendig (Amt für regionale Landesentwicklung), sowie Landrat Michael Lübbersmann, Namenspatin Maria Staamann und Paul Plottke, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.
Andreas Wenk

Rieste. Rieste hat jetzt offiziell einen Dorfplatz als Mittelpunkt der Gemeinde. Am Sonntag gab es dort ein Fest zur Einweihung.

Bereits zum  ökumenischen Gottesdienst waren rund 100 Riester gekommen, dazu weitere Gäste wie Landrat Michael Lübbersmann oder Uwe-Heinz Bendig vom Amt für regionale Landesplanung. Seine Behörde hatte 53 Prozent der Kosten getragen, so dass Rieste nur 182.000 Euro selbst aufbringen musste. Das Stichwort des Tages „Mitte“ kam von Pfarrer Jan Witte. Der hatte dazu zuvor einen Bibeltext aus dem Buch Nehemia vorgelesen und die Mitte nicht nur örtlich, sondern auch geistig interpretiert. Von Nehemia lernen heiße „Reflektieren, was nötig ist und es dann in die Hand nehmen“, sagte Witte. Genau das sei mit dem Dorfplatz geschehen. Er bilde das Zentrum für „ein bürgerliches und gesellschaftliches Miteinander.“

Das Miteinander beschwor auch Bürgermeister Sebastian Hüdepohl. Das Rieste von heute habe sich aus einem Streudorf ohne Kern und Marktplatz entwickelt. Deshalb sei der Diekplatz als Treffpunkt so wichtig. „Plätze sind dafür gedacht, genutzt zu werden“, so Hüdepohl. Er appellierte an Bürger, Vereine und Verbände, Ideen zu entwickeln, den Platz immer wieder von neuem mit Leben zu füllen. Zum Auftakt bot sich ein buntes Programm mit vier Chören, der Freiwilligen Feuerwehr und den Riester Garde Girls.

Hüdepohl dankte allen beteiligten Firmen, den Sponsoren und dem Land für die Finanzierung und den vielen ehrenamtlichen Helfern sowie Maria Staamann. Sie war dem Aufruf gefolgt und hatte den Namen Diekplatz vorgeschlagen, auf den sich Rat schließlich aus vielen Vorschlägen geeinigt hatte. Diek ist eine jahrhundertealte Bezeichnung für den Raum zwischen Schule, Hase und Bahnhof.

Lübbersmann erklärte in seinem Grußwort, viele andere Regionen würden die Kommunen im Osnabrücker Land für den guten Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement der Bürger beneiden. Er freue sich deshalb zu hören, dass mit dem Aufstellen des Maibaums bereits am Dienstag das nächste Fest auf dem Platz geplant sei. Ein solcher Treffpunkt wie der Diekplatz sei wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, insbesondere in einer Zeit, in der sich viele Menschen benachteiligt fühlten. Er appellierte an die Besucher, das Miteinander zu stärken, um damit dem Gefühl der Ungerechtigkeit entgegenzuwirken.


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