zuletzt aktualisiert vor

Zeit in alten Bauernhäusern verbracht Bersenbrück: Tim Kemmlage schafft der Erlebnisregion Artland ein Logo

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Bersenbrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Timm Kemmlage (2. von links) gewann mit diesem Entwurf den Logo-Wettbewerb der „Erlebnisregion Artland. Es gratulieren Peter Höfer, Peter Smits-Hermeling, Oliver Mix und Sonja Ahrend (von links). Foto: Martin SchmitzTimm Kemmlage (2. von links) gewann mit diesem Entwurf den Logo-Wettbewerb der „Erlebnisregion Artland. Es gratulieren Peter Höfer, Peter Smits-Hermeling, Oliver Mix und Sonja Ahrend (von links). Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück. Wenn einer die Farben, Formen und Symbole kennt, die für den Altkreis Bersenbrück stehen, dann ist es Tim Kemmlage. Der 38-jährige Grafiker aus Bersenbrück gewann den Wettbewerb um das Artland-Logo.

Am Anfang hat es Überwindung gekostet, doch es gehört zu den erfolgreichsten und weitblickendsten Entscheidungen der vier Samtgemeinden im Osnabrücker Nordland, in der Touristikwerbung gemeinsam unter dem Namen „Erlebnisregion Artland“ aufzutreten. Die Ilek-Region Nördliches Osnabrücker Land startete einen Wettbewerb, um ein Logo zu finden, ein Etikett sozusagen, das die Marke Artland erst zur Marke macht.

Die Jury konnte aus dem Vollen schöpfen, berichten Ilek-Manager Peter Höfer und Grafiker Peter Smits- Hermeling. 21 Teilnehmer lieferten 104 Entwürfe ab. Unter ihnen auch Profis wie Tim Kemmlage, dessen Arbeiten auch einen handfesten Vorteil bieten, schildern Höfer und Smits-Hermeling bei der Vorstellung im Bersenbrücker Rathaus Sonja Ahrend von der Arge Artland und Oliver Mix, dem neuen Manager des Tourismusverbandes Osnabrücker Land: Kemmlages Arbeiten liegen schon als Computerdateien vor und können problemlos in Briefköpfe, Plakate oder Broschüren eingearbeitet werden.

Dass er Logos kann, zeigte Tim Kemmlage schon vor einem guten Jahrzehnt, als er für das Bersenbrücker Stadtmarketing „Bersenbrück verbindet“ entwarf. Ein buntes Dreieck, wie mit einem Tuschepinsel hingetupft. Eine flüchtige Erscheinung. Und dennoch bleibt sie im Gedächtnis haften.

Eigentlich mag er den Computer nicht, stürzte sich nach seinem Abitur am Gymnasium Bersenbrück in ein geradezu klassisches Kunststudium, probierte sich aus mit Stift und Pinsel. Auch ein Künstler muss aber „Geld verdienen“, war Kemmlage klar. 2004 machte er sich als Grafikdesigner und Mediengestalter selbstständig, genießt die freie Zeiteinteilung. Aber er lebt davon, dass er „Gebrauchsgrafiken“ abliefert, und die müssen heutzutage computertauglich sein.

Auch mit dem Rechner lassen sich tolle Sachen machen, Comics bebildern zum Beispiel, oder kleine Trickfilme produzieren mit Animationsprogrammen.

Sein Wissen aus der Welt der Computerkunst, der klassischen Kunst, der Grafik und Impressionen aus seiner Heimat Bersenbrück, all das ließ Kemmlage in das Artland-Logo einfließen. „Ich habe viel Zeit meines Lebens in alten Bauernhäusern verbracht“, sagt er. Das Rot ihrer Ziegel und das Grün ihrer Dielentüren, und der Lauf der Hase sind die Bildelemente, mit denen er das Artland zu fassen versucht. Der grüne geschwungene Schriftzug „land“ lässt die grüne Landschaft im Altkreis erahnen. Und der schnörkellose Block „Art“ prägt sich ein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN