Biologische Vielfalt bewahren Bienenfreundliche Gärten für die Riester Schutzstation

Von Holger Schulze

Ramona Herfurth, Susanne Schulze und Ronald Stuckenberg bepflanzten am Freitag und Samstag die neuen Beete vor der Biologischen Station, in denen Wildbienen zukünftig verbesserte Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten vorfinden werden. Foto: Holger SchulzeRamona Herfurth, Susanne Schulze und Ronald Stuckenberg bepflanzten am Freitag und Samstag die neuen Beete vor der Biologischen Station, in denen Wildbienen zukünftig verbesserte Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten vorfinden werden. Foto: Holger Schulze

Rieste. Im Rahmen des Projektes „Biologische Vielfalt bewahren im Osnabrücker Land. Wie geht das?“ wurde jetzt an der Biologischen Station Haseniederung ein sogenannter Trachtgarten für Bienen angelegt.

Um die Arbeitsbedingungen bei Regenschauern und niedrigen Temperaturen waren Ramona Herfurth, Susanne Schulze, Frederike Frimmel und Ronald Stuckenberg  nicht zu beneiden, als sie mit weiteren ehrenamtlichen Helfern rund 400 Pflanzen in die neuen Beete an der Biologischen Station  in die Erde brachten. Die Kulturen stammen aus Betrieben, die sich auf die Nachzucht von heimischen Wildstauden spezialisiert haben.

Bei dem Projekt  geht es darum, Bürger, kommunale Entscheidungsträger oder Pädagogen anzuregen, sich der Vielfalt in der Natur anzunehmen und dies zu kommunizieren.  Der Fokus liegt auf dem Erhalt und der  Verbesserung der Lebensbedingungen für Wildbienen. Dazu wurde in einem ersten Schritt neben einer Streuobstwiese jetzt ein sogenannter „Trachtgarten“ mit Nahrung und Nistmöglichkeiten  für diese nützlichen Insekten angelegt.

Die Biologischen Station erhielt hierfür zwei neue Hochbeete. Weitere acht Beete wurden neu aufbereitet und thematisch entsprechend mit heimischen Wildstauden bepflanzt.

So entstanden beispielsweise ein halbschattiger, leicht feuchter Gehölzrand, ein nährstoffreiches, frisches, sonniges Gartenbeet sowie ein karger, trockener Schotterstandort An diesen speziellen Standorten wurden die Pflanzenzusammenstellungen so ausgewählt, dass sie auch der Gartenbesitzer zuhause nachpflanzen kann.  Ferner wurden spezielle Wildbienen-Blumenmischungen ausgesät.  

Nahrungsquellen schaffen

„Ziel und Wunsch ist es, dass immer mehr Gartenbesitzer, Planer oder auch Entscheider über öffentliche Flächen diesen Beispielen folgen und Nahrungsquellen für Wildbienen schaffen, um deren Fortbestand zu gewährleisten und die Bestäubungsleistung der Bienen für unsere Kultur- und Zierpflanzen sowie für eine vielfältige heimische Flora sicher zu stellen. Auch sollen wilde Formen von allseits bekannten Pflanzenarten wie Flockenblumen, Malven, Königskerze und Veilchen wieder Einzug in die regionalen Gärten halten“, erläuterte Landschaftsarchitektin Susanne Schulze vom Projektteam.

In weiteren Schritten werden nun  Schulungsprogramme erstellt, die Anlage eines Nutzgartens an der Biologischen Station mit alten regionaltypischen Gemüsesorten sowie der Bau eines Imkerstandes folgen. Mit diesen Angeboten sollen interessierte Besucher angeregt werden, das Thema biologische Vielfalt in ihrer eigenen Umgebung umzusetzen, und sei es nur auf wenigen Quadratmetern oder auf dem Balkon. 

„Unser Wunsch wäre, dass in den Sommermonaten viele Besucher sich diese neuen Flächen anschauen und sich Anregungen über das Thema mit nach Hause nehmen“, hofft Susanne Schulze auf reges Interesse für dieses von der Bingo-Umweltstiftung und der NBank geförderte Projekt, dessen Aufbauphase auf zwei Jahre angesetzt ist.



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