Gegen Populismus und Fremdenhass Samtgemeinde Bersenbrück startet "Demokratie leben"

Von pm

Gegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit startet die  Samtgemeinde Bersenbrück ein langfristiges Projekt. Von links: Maik Bienk, Horst Baier, Leona Hepner und Jens Droppelmann. Foto: SamtgemeindeGegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit startet die Samtgemeinde Bersenbrück ein langfristiges Projekt. Von links: Maik Bienk, Horst Baier, Leona Hepner und Jens Droppelmann. Foto: Samtgemeinde

Bersenbrück. Zum ersten Mal bringen sich freikirchliche Gemeinden in der Samtgemeinde Bersenbrück in ein interkulturelles Projekt ein: die Samtgemeinde startet "Demokratie leben" mit einer Konferenz aller beteiligter Gruppen am 29. April.

80.000 Euro fließen aus Bundesmitteln in die Samtgemeinde Bersenbrück für  das Projekt. Es solle Beziehungen zwischen Menschen  unterschiedlicher Kulturen verbessern und Vorurteile abbauten helfen, teilt die Samtgemeinde dazu mit. Die Samtgemeinde nehme als   „lokale Partnerschaft für Demokratie“ teil am Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“.  

Ziel dieses Programms sei, ein Zeichen zu setzen gegen Populismus und Fremdenfeindlichekit. Für das Projekt stünden insgesamt 94.000 Euro zur Verfügung.

Die Leitung hat  Maik Bienk von der Jugendpflege der Samtgemeinde. Als Träger  wurde der Verein „Miteinander bunt“ ins Leben gerufen, der die Sozialpädagogin Leona Hepner eingestellt hat. Ihr Büro befindet sich im Jugend- und Bildungshaus in Bersenbrück. „Ich freue mich, dass ein Projekt in solch einer Größenordnung über den Verein abgewickelt wird“, erläutert der erste Vorsitzende Jens Droppelmann. 

Freikirchliche Gemeinden machen mit

Das Projekt ist offen für Menschen allen Alters und jeglicher Herkunft. Es soll auch die Beziehungen zwischen russlanddeutschen Aussiedlern und Alteingesessen verbessern.  Bienk und Hepner stellen zurzeit das Projekt Mitgliedsgemeinden vor, Kirchen und anderen Institutionen. Ein Begleitausschuss wird eingerichtet, der über die Förderung von Projekten entscheidet. Ein Jugendforum soll folgen, in dem über Projekte und Finanzen im Jugendbereich entschieden wird. 

Mit den evangelisch-freikirchlichen Kirchengemeinden wird eine  enge Zusammenarbeit angestrebt. Sie wollen Vertreter in den Ausschuss entsenden.

„Dieses Projekt bietet eine gute Chance für eine stärkere Integration und die Verankerung demokratischer Werte. Wir müssen aktiv daran arbeiten, dem Populismus durch Aufklärung und Dialog etwas entgegenzusetzen“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Horst Baier.

Am Montag,  April lädt die „Partnerschaft für Demokratie“ von 17 bis 21 Uhr Bürger, regionale Träger, Vereine, Kirchen und Einrichtungen zur ersten Demokratiekonferenz ein. Sie findet in Gehrde statt im  Haus der Gemeinde "Wort des Lebens", Striddingsweg 4.

Gegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit startet die  Samtgemeinde Bersenbrück ein langfristiges Projekt. Von links: Maik Bienk, Horst Baier, Leona Hepner und Jens Droppelmann. Foto: Samtgemeinde


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