Nach dem Abi in die Wirtschaft? Bersenbrück Gymnasiasten stellen Ergebnisse des Planspiels vor

Von Franz Buitmann

Beim Präsentationsabend in der Kreissparkasse Bersenbrück stellten die drei Seminargruppen des Gymnasiums Bersenbrück ihre Ergebnisse des Wirtschaftsplanspiels „Management Information Game (MIG)“ vor. Foto: Franz BuitmannBeim Präsentationsabend in der Kreissparkasse Bersenbrück stellten die drei Seminargruppen des Gymnasiums Bersenbrück ihre Ergebnisse des Wirtschaftsplanspiels „Management Information Game (MIG)“ vor. Foto: Franz Buitmann
Franz Buitmann

Bersenbrück. Im Rahmen eines Präsentationsabends in der Kreissparkasse Bersenbrück haben Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums Bersenbrück die Ergebnisse des Wirtschaftsplanspiels „Management Information Game (MIG)“ vorgestellt.

Zielgruppe dieses vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) getragenen Projekts sind Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, die Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen haben und die verschiedene Tätigkeitsfelder in Unternehmen kennen lernen möchten. Durch die Einblicke in die Arbeitswelt des gastgebenden Unternehmens und durch die Kontakte mit den beteiligten Unternehmensvertretern ermöglicht MIG berufliche Orientierung.

Komplexe Wechselwirkungen

Für die Kreissparkasse Bersenbrück wies Maren von der Heide auf das Ziel des Seminars hin. Die Teilnehmer sollen mit den vielfältigen und zum Teil komplexen Wechselwirkungen zwischen Einzelunternehmen und Gesamtwirtschaft vertraut gemacht werden. So werden die Fragen bearbeitet, wie sich ein Einzelunternehmen unterschiedlichen gesamtwirtschaftlichen Situationen anpasst, welche Aktionsparameter dem Unternehmen dafür zur Verfügung stehen, wie Wettbewerber und Verbraucher auf getroffene Unternehmensentscheidungen reagieren, welche gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von einzelnen Unternehmensentscheidungen zu erwarten sind und wie Teams zu Erfolgen kommen und auftretende Konflikte lösen.

Drei konkurrierende Unternehmen

Grundlage des fünftägigen Seminars ist das am „Lehr- und Entwicklungszentrum für quantitative Verfahren und Unternehmensplanspiele“ der Fachhochschule Bochum entwickelte Wirtschaftsplanspiel BO-Cash. In diesem Spiel wird drei Gruppen, die miteinander konkurrierende Unternehmen darstellen, die Aufgabe gestellt, eine jeweils unternehmensspezifische Zielsetzung zu formulieren und diese in entsprechende Planungen und Entscheidungen umzusetzen.

Informationen von den Profis

In mehreren Informationsblöcken waren die Teilnehmer des Seminars zur Ergänzung des Planspiels durch Roland Twyrdy vom BNW in das Unternehmensplanspiel MIG und durch Mitarbeiter der Kreissparkasse Bersenbrück in die Arbeit der Bank eingeführt worden. So stellte Markus Greiwe die Unternehmensziele und die Unternehmensorganisation der Bank vor, David Moormann sprach zu Bilanz- und Erfolgsrechnung sowie Gewinn und Liquidität, Eckhard Droste zu Marketing, Maren von der Heide zu Personalmanagement und betriebliche Mitbestimmung, Michael Berens zu volkswirtschaftlichen Einflussgrößen und Tobias Sander zu Aktiengesellschaft und Aktionär.

Smarter Kühlschrank im Angebot

Für den Präsentationsabend hatten die drei Gruppen des Gymnasiums die Aufgabe bekommen, die Funktion der zentralen Einkaufsabteilung von der Firma ElektroMarkt, einem europaweiten Anbieter von elektronischen Produkten aller Art, zu übernehmen. Drei MIG Unternehmen, die NorthStar AG, die InnoFridge AG und die IFT AG, hatten einen neuen smarten Kühlschrank mit elektronischen Funktionen anzubieten, der für den zukünftigen Vertrieb in den jeweiligen Niederlassungen beschafft werden sollte. ElektroMarkt hatte für die Ausschreibung zahlreiche Anforderungen vorgegeben. Planung und Entscheidungen bezogen sich unter anderem auf Art und Umfang der Produktion, auf Forschungsaufwendungen, auf Investitionen und deren Finanzierung durch Eigen- oder Fremdmittel, auf Anpassung der Kapazitäten an veränderte Nachfragesituationen und nicht zuletzt auf die Vertriebsstrukturen und Verkaufspreise.

Präsentation als Feuerprobe

Gespannt warteten die Besucher auf die Präsentation durch die drei Gruppen. Schon die repräsentative Kleidung vermittelte Zuverlässigkeit der jeweiligen Firma, die Benutzung moderner Technik bei der Präsentation bis hin zu Umfragen in der Bevölkerung gehörten ebenfalls dazu. Nach jeder Präsentation standen die fachlich verantwortlichen Vorstandsmitglieder der drei Firmen für Fragen nach Technik, Design, Lieferkonditionen, Zahlungsbedingungen, Werbeunterstützung und anderen Einzelheiten zur Verfügung. 

Äußerst knappes Ergebnis

Im Anschluss an die drei Präsentationen konnten die Besucher über die Angebote abstimmen, die Ergebnisse lagen sehr dicht beieinander: NorthStar AG mit 58 Punkten, ebenfalls 58 Punkte holte die IFT AG und 54 Punkte errang die InnoFridge AG. Für das Gymnasium Bersenbrück dankte die stellvertretende Schulleiterin Vanessa Buß der Kreissparkasse und den Trägern des Seminars, ihren Jugendlichen eine Möglichkeit eröffnet zu haben, sich über den Berufsweg nach dem Abitur klarer zu werden.


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