Maik Bienk hat eine Idee 72-Stunden-Aktion in Gehrde?

Mit etwas unauffälliger Unterstützung durch die Erwachsene bringen Jugendgruppen in der 72-Stunden-Aktion Erstaunliches zuwege. Bild: Bischof Franz-Josef Bode in Ankum beim  Proberutschen auf einem Spielplatz, der in einer solchen Aktion entstandt. Foto:  Thomas OeverhausMit etwas unauffälliger Unterstützung durch die Erwachsene bringen Jugendgruppen in der 72-Stunden-Aktion Erstaunliches zuwege. Bild: Bischof Franz-Josef Bode in Ankum beim Proberutschen auf einem Spielplatz, der in einer solchen Aktion entstandt. Foto: Thomas Oeverhaus

Gehrde. 72-Stunden-Aktionen sind nicht nur für katholische Jugendgruppen gedacht. Maik Bienk regt eine konzertierte Aktion in Gehrde an, die beiden Kirchengemeinden und die offene Jugendarbeit in einem Boot.

Diesmal spreche er nicht als Jugendpfleger der Samtgemeinde, erklärte Bienk am Donnerstag dem Ausschuss für Soziales und Kultur der Gemeinde. Vielmehr wolle er als Verbindungsmann zur evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Wort des Lebens eine Aktion vorschlagen, in der sich die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und der Gehrder Jugendtreff einklinken könnten.

Zu 72-Stunden-Aktionen ruft zumindest im Bistum Osnabrück die katholische Landjugendbewegung (KLJB) jährlich auf. Jugendgruppen erhalten eine Aufgabe wie die Renovierung eines Spielplatzes, und haben 72 Stunden Zeit, diese Aufgabe selbstständig zu lösen. In diesem Jahr ruft nach sechs Jahren Pause auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zu dieser Aktion auf. Deshalb erwartet man bundesweit über 100 000 jugendliche Teilnehmer, wenn am 23. Mai um 17.07 Uhr die „V-Männer“ die Umschläge öffnen und einer jeden Gruppe ihre Aufgabe vorlesen, die sie bis zum 26. Mai gelöst haben muss.

Offene Jugendarbeit ist dabei

Allein in der Samtgemeinde Bersenbrück nehmen Jugendgruppen in allen Mitgliedsgemeinden teil, mit Ausnahme von Eggermühlen, berichtet Bienk in Gehrde. Auch die Jugendpflege der Samtgemeinde habe sehr gute Erfahrungen mit der Aktion gesammelt. In Alfhausen und Ankum arbeitet sie eng mit den katholischen Kirchengemeinden zusammen, hat ihre Räume in deren Gemeindezentren.

Eine Aktion in Ankum habe den Jugendlichen so viel Spaß gemacht, dass sie im Jahr darauf forderten, eine neue Aufgabe gestellt zu bekommen.

Die 72-Stunden-Aktion ist zwar eine Erfindung des BDKJ, aber nicht nur für Katholiken gut, macht Bienk dem Ausschuss deutlich. In Gerde könnte sie das Miteinander unterschiedlicher Gruppen stärken. Sie müsse nur gründlich genug vorbereitet werden.


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