Forschen wie die Großen Bersenbrücker Schüler experimentieren mit Erfolg

Drei Preisträger bei fünf Projekten: so sieht die Bilanz der Schüler des Gymnasium Bersenbrück aus, die jetzt an den Wettbewerben "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht" teilnahmen. Foto: Peter SelterDrei Preisträger bei fünf Projekten: so sieht die Bilanz der Schüler des Gymnasium Bersenbrück aus, die jetzt an den Wettbewerben "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht" teilnahmen. Foto: Peter Selter

Bersenbrück. Für ihre zeitgemäßen Projekte, an denen sie seit einem Jahr forschen, wurden jetzt Schüler des Gymnasiums Bersenbrück ausgezeichnet.

Die Themen, die die Schüler der Arbeitsgemeinschaft ausgewählt haben, könnten aktueller kaum sein. Da geht es  um die Fließgeschwindigkeit von Wasser durch verschiedene Bodenarten, Kosmetik auf natürlicher Basis oder die Ladeleistung von Lithium-Akkus. Aus den Jahrgängen fünf bis neun kommen die acht Schüler, die sich jeden Mittwoch in der achten und neunten Stunde mit ihren Lehrern Kerstin Recker-Kopke und Stefan Schmidt an die Arbeit machen.

 Drei Projekte wurden jetzt in den Wettbewerben "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht" prämiert. "Es ist immer wieder spannend zu sehen, an welchen Themen die Schüler arbeiten," betont das Lehrerteam, dass sich jetzt zusammen mit den jungen Forscher zur Regionalausscheidung der Wettbewerbe für zwei Tage nach Diepholz aufgemacht hatte. 

Besondere Aufmerksamkeit erhielt Friederika Wehrkamp zu Höne mit ihrem Projekt zur Gundlagenforschung zur Fließgeschwindigkeit von Wasser in unterschiedlichen Böden. Ihre Familie habe einen landwirtschaftlichen Betrieb, erzählt Fünftklässlerin. Sie habe sich gefragt, warum auf den verschiedenen Böden unterschiedlich viel Wasser stehe. Damit war ihr Forschergeist geweckt. Vier Bodenarten, vom Esch-, Lehm-, Wald- bis zum Sandboden habe sie  untersucht. Dabei hat sie jeweils 50 Milliliter Wasser zwei Minuten lang durch 120 Gramm Bodenmasse fließen lassen. Der Eschboden habe sich schließlich als der Boden erwiesen, der am besten Wasser durchlasse. Das fanden auch die Mitglieder der Jury in Diepholz spannend und haben sie zur Regionalsiegerin in der Sparte Geo- und Raumwissenschaften bestimmt. Ihre Arbeit stellt sie jetzt Ende März im Landeswettbewerb in Oldenburg vor. 

Auch die weiteren Projekte sind ebenso kreativ wie praktisch. Sie hätten etwas mit Kräutern machen wollten, erzählten Sofia Bokeloh und Nele Heimbrock. So seien sie darauf gekommen, eine Handcreme auf Kräuterbasis herzustellen. Für den täglichen Gebrauch sollte sie sein, keine chemischen Bestandteile enthalten und zudem eine gute antibakterielle Wirkung haben. Auf Agarplatten aus der professionellen mikrobiologischen Forschung, die sie von der Universität Osnabrück bekommen hätten, seien  Versuche gelaufen, so die Schülerinnen der sechsten Klasse. Auch die Meinung in ihren Klassen hatten sie erfragt. Viele hätten das Produkt mit Lavendel am besten gefunden. Mit ihrer Arbeit haben sie den dritten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt erreicht. 

Kai Raben wollte herausfinden, wie schnell man mit Sonnenlicht Wasser erwärmen kann. Auf das Thema sei er gekommen, da im Sommer das Wasser in Pool im Garten oft zu kalt sei, so der Siebtklässler. Er fand heraus, dass das Wasser in einem Schlauch, der nicht schwarz angemalt war und in einer Schlaufenform gewickelt war, am schnellsten warm wurde. Hierfür erhielt er einen Sonderpreis im Fach Physik. 

Marie Wilhelm fand heraus, dass Algen unter bestimmten Lichtbedingungen optimal wachsen würden und Fabian Jüttner, Luca Kreuzhofen und Jakob Schraad erforschten, wie mit Blick auf die zunehmende Elektromobilität die Leistung vorhandener Akku-Modelle verbessert werden kann. 

Über das fachliche Know-how hinaus sei auch das Gemeinschaftserlebnis der Gruppe besonders wertvoll, betonte Kerstin Recker-Kopke. Die Stimmung in der Arbeitsgemeinschaft und auf den gemeinsamen Fahrten zu den Wettbewerben sei total gut, so die Lehrerin. Im Sommer startet dann die neue Arbeitsgemeinschaft zu den Wettbewerben. Fast alle Schüler wissen heute schon, dass sie gerne weiter daran teilnehmen möchten.


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