Neue Buslinie von Diepholz nach Bersenbrück? Gehrde will Bungalow provisorisch zum Kindergarten machen

Von Sigrid Schüler-Juckenack

Für den Kindergarten Sonnenschein in Gehrde sind ab Sommer mehr Kinder angemeldet, als er unterbringen kann. Die Gemeinde will einen Bungalow in der Nähe als provisorischen Kindergarten herrichten. Foto: Martin SchmitzFür den Kindergarten Sonnenschein in Gehrde sind ab Sommer mehr Kinder angemeldet, als er unterbringen kann. Die Gemeinde will einen Bungalow in der Nähe als provisorischen Kindergarten herrichten. Foto: Martin Schmitz
Martin Schmitz

Gehrde. Gehrdes Kindergarten ist nicht mehr groß genug, um alle Kinder aufzunehmen. Als Zwischenlösung will die Gemeinde in der Nähe einen Bungalow anmieten und für eine Gruppe herrichten. Pläne für eine neue Buslinie machen Hoffnung, das die Gemeinde besser an den ÖPNV angebunden wird.

Der Kindergarten Sonnenschein  war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, deren Topthema die gescheiterte Nahwärmeversorgung im neuen Baugebiet Felleckenesch war. Elke Hölscher-Uchtmann (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Kultur,  berichtete, dass 24 Kinder bereits für das im Sommer beginnende Kindergartenjahr angemeldet seien. Damit sei die Aufnahmekapazität schon überschritten.  Zwölf weitere Kinder hätten ein Anrecht auf einen Platz, seien aber noch nicht angemeldet. Erfahrungsgemäß sei mit Nachmeldungen zu rechnen.

Für die Gemeinde sei unklar, ob diese Spitze von Dauer sei oder nur vorübergehend. Fest stehe, dass zumindest für die nächsten ein bis zwei Jahre ein erhöhter Betreuungsbedarf bestehe. Hinzu komme, dass 75 Kinder den Mittagstisch in der im Bau befindlichen Mensa in der Grundschule nebenan nutzen möchten. Damit sei aber auch die überlastet, was organisatorisch nur mit ausgedehnten und kaum akzeptablen Essenszeiten zu bewältigen sei.

Eine Erweiterung des Kindergartens sei nicht möglich. Deshalb sei daran gedacht,  ein in der Näeh des  Kindergartens liegendes Haus anzumieten und für eine Kindergartengruppe herzurichten. Größere Investitionen seien nicht erforderlich. Verhandlungen liefen, der Vermieter komme der Gemeinde entgegen und der Mietvertrag könne so gestaltet werden, dass die Gemeinde nicht langfristig gebunden sei.

ÖPNV: Die Weser-Ems Busverkehr GmbH, eines der größten Regionalbusunternehmen in Deutschland und Tochter der DB Regio AG, hegt Pläne für eine kreisübergreifende Busverbindung von Diepholz nach Bersenbrück, berichtet Bürgermeister Günther Voskamp (Die Grünen).  Damit ergibt sich für Gehrde die Chance auf mehr Busverbindungen einerseits zum Knotenpunkt Bersenbrück, auf der anderen Seite ins Südoldenburgische, wo der Bus in Steinfeld und Holdorf halten solle. 

Der Bürgermeister hatte an Sitzungen unterschiedlicher Gremien teilgenommen, in denen Verbesserungen des  öffentlichen Personennahverkehrs diskutiert wurden.Über die Buslinie  Diepholz-Bersenbrück sei aber noch nicht anschließend entschieden. Verwirklicht werde sie frühestens im kommenden Jahr.


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