Nelson Müller als Pate Bersenbrücker Schule kämpft mit Fernsehkoch gegen Rassismus

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Bersenbrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die von-Ravensberg-Schule Bersenbrück wird Schule gegen Rassismus.  Foto: von-Ravensberg-SchuleDie von-Ravensberg-Schule Bersenbrück wird Schule gegen Rassismus. Foto: von-Ravensberg-Schule

Bersenbrück. Die von-Ravensberg-Schule erhält den Titel "Schule gegen Rassismus, Schule für Toleranz". Fernsehkoch Nelson Müller überreicht Freitag, 8.Februar, der Bersenbrücker Oberschule das Siegel. Die Auszeichnung geht auf eine Initiative der Schüler zurück, berichtet Schulleiterin Diana Thomas.

Frau Thomas, was bedeutet das Siegel Schule gegen Rassismus?

Schule gegen Rassismus bedeutet, dass eine Schulgemeinschaft sich verpflichtet, gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage dazu zu organisieren. Voraussetzung für dieses Siegel ist, dass die Schüler selbst die Initiative ergreifen. Bei uns machte die Schülervertretung den Vorschlag, das ergab sich aus dem Unterricht des zehnten Jahrgangs, Schülersprecherin Johanna Schütte hat thematisiert.  Um das Siegel zu bekommen, müssen sich mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaft schriftlich verpflichten, mitzumachen, als Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Schule. das haben die Schüler geschafft. Bei uns waren es 82 Prozent, die unterschrieben haben.

Was versprechen Sie sich von diesem Siegel?

Es deckt ein breites Spektrum von Themen ab, um die eine Schule sich kümmern sollte, von Rassismus über Diskriminierung bis hin zum Mobbing. Es geht um Toleranz im Umgang miteinander, auch in Fragen der Bekleidung, zum Beispiel beim Kopftuch. Manche Kleidungsstile entsprechen nicht dem, was man als Norm betrachtet. Das ist man dann schnell bei der Gefahr des Mobbings. Kurzum. Schule gegen Rassismus, Schule für Toleranz betrifft viele Themen, die im Schulalltag eine Rolle spielen.

Schulleiterin Diana Thomas. Foto: Martin Schmitz


Nelson Müller übernimmt die Rolle eines Paten und übergibt der Schule das Siegel. Wie sind sie den auf den Fernsehkoch gekommen?

Wir haben in seinem Restaurant angerufen, und die haben uns an sein Management verwiesen. Müller fand unsere Idee spannend und hat zugesagt. Wer den Titel Schule gegen Rassismus haben will, muss auch eine prominenten Paten für die Schule finden. Unsere Idee war, dass man über das Essen einen schnellen Zugang zum Thema Toleranz findet. Deshalb ist zum Tag der offenen Tür am Freitag, 8. Februar, auch eine Streetfood-Meile mit mit Imbissen nach Rezepten aus aller Welt in der Schule geplant. An diesem Tag übergibt Nelson Müller das Zertifikat.

Wird dort auch das eine oder andere Gericht nach einem Rezept Müllers zu probieren sein?

Falafel à la Müller sind Gespräch. Auf der Menükarte des Tages der offenen Tür  steht aber mehr als Streetfood und selbstgemachtes Eis. Zum Programm gehören auch ein Escape-Room und zwei Shows der Sportklassen unter dem Motto "Wir überspringen Grenzen" mit Trampolinen, Akrobatik, Skatern und BMX-Rädern. Es geht aber auch um das, was die Schule sonst noch zu bieten, um Insel-Lernen zum Beispiel.


Zur Person

Diana Thomas (49), geboren in Göttingen, machte nach dem Abitur eine Landwirtschaftslehre und arbeitete nach einem Lehramtsstudium in der Jugendberufshilfe. Sie wurde Lehrerin in der Hauptschule Dissen, arbeitete in der Schulinspektion in Bad Iburg und im Kultusministerium in Hannover, bevor sie zur von-Ravensberg-Schule in Bersenbrück wechselte, die sie heute leitet.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN