Eltern lieben es kurz Das sind die beliebtesten Vornamen im Altkreis Bersenbrück

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Und wie heißt Du? Bei den Vornamen im Altkreis Bersenbrück gab es in 2018 kaum Veränderungen zum Vorjahr. Besonders beliebt bleiben kurze Vornamen wie Mia, Lina, Ben oder Elias. Foto: dpaUnd wie heißt Du? Bei den Vornamen im Altkreis Bersenbrück gab es in 2018 kaum Veränderungen zum Vorjahr. Besonders beliebt bleiben kurze Vornamen wie Mia, Lina, Ben oder Elias. Foto: dpa

Bersenbrück. Mia und Ben bleiben die beliebtesten Vornamen im Altkreis Bersenbrück. Sie zählen wie im Vorjahr zu den häufigsten Vornamen der insgesamt 757 Neugeborenen, die im vergangenen Jahr im Standesamt der Samtgemeinde Bersenbrück angemeldet worden sind.

Damit sind in 2017 in Bersenbrück weniger Kinder angemeldet worden, als in den Vorjahren. Demnach sanken die Anmeldezahlen von 830 in 2016 über 818 in 2017 auf deutlich auf nun 757 Neugeborene. In der Überzahl waren übrigens die Jungen wieder in der Überzahl (Mädchen 375; Jungen: 382). Auch im Jahr zuvor waren mehr Jungen (415) als Mädchen (403) im Standesamt in Bersenbrück anmeldet worden.

Beliebtester Mädchenname der in Bersenbrück anmeldeten Kinder bleibt Mia. Die Kurzform von Maria stand auch in 2017 ganz oben in der Rangliste, muss sich nun aber den ersten Platz mit Lina teilen. Die L-Fraktion der kurzen Mädchennamen erweitern Laura und Lia auf dem zweiten Platz. Ebenfalls hoch in der Gunst der Eltern stehen weitere kurze Namen wie Ella, Jana und Maria auf Rang drei vor Antonia und Emma, die auf dem vierten Platz folgen.

Ranking anhand von Stichprobe

Damit stellen sich die Eltern im Altkreis Bersenbrück gegen den Bundestrend. Denn nach der von Knud Bielefeld erstellten Vornamenshitliste nimmt Emma vor Mia in Deutschland den Spitzenplatz ein. Die Rangliste des Hobbynamensforschers ist die wohl aussagekräftigste Quelle zu beliebten Vornamen, weil in Deutschland keine offizielle Statistik über die Vergabe der Vornamen geführt wird. Bielefeld erstellt seit 2004 seine Rangliste anhand einer Stichprobe von Geburtsmeldungen von Geburtskliniken und Geburtshäusern sowie Standesämtern aus verschiedenen Regionen.

Gegen den Bundestrend

Bei den beliebtesten Jungennamen im Altkreis Bersenbrück behauptet Ben seine Spitzenposition, die er sich allerdings nun mit Elias teilen muss. Elias rückt vom zweiten Platz auf den geteilten ersten Platz vor und schiebt sich damit an Milan vorbei. Der hatte sich in 2017 noch mit Ben den Platz an der Sonne geteilt, zählt aber gemeinsam mit Leon, Louis, Max und Paul weiterhin zu den häufig vergebenen Jungenvornamen im Altkreis Bersenbrück. Auf dem dritten Platz folgen Aaron, Anton, Enno und Felix.

Während Ben auch im Deutschland-Ranking weiter Spitzenreiter bleibt, findet man Elias dort nur auf dem fünften Platz. Milan schafft es im bundesweiten Vergleich sogar nur auf Rang 26 – also weit hinter Paul (2.), Leon (3.) und Louis (7.). Umkehrt erfreut sich der Name Finn in Deutschland großer Beliebtheit (4. Platz), im Altkreis Bersenbrück schafft er es aber nicht in die Top 10. Das gilt auch für Jonas (6.) und Noah (8.).

Ob es nun unter den in 2017 geborenen Kindern aus den vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück tatsächlich am meisten Mias, Linas, Bens und Elias‘ gibt, lässt sich mit letzter Sicherheit anhand der Anmeldezahlen des Bersenbrücker Standesamtes nicht belegen. Da die Kindesanmeldung im Standesamt des Geburtsortes - und eben nicht des Wohnortes – erfolgen muss, sind die Neugeborenen, die nicht im Marienhospital Ankum-Bersenbrück oder per Hausgeburt in der Samtgemeinde Bersenbrück zur Welt gekommen sind, in der Auswertung des Bersenbrücker Standesamtes freilich nicht berücksichtigt. Gleichzeit können auch Kinder in der Statistik auftauchen, deren Eltern ihren Wohnsitz außerhalb des Altkreises haben.

Weniger Geburten im Marienhospital Ankum-Bersenbrück

Nichtsdestotrotz sind die Anmeldezahlen des Standesamtes und die Zahl der Neugeborenen im Ankumer Krankenhaus fast identisch. 765 Kinder - 386 Mädchen und 379 Jungen - haben nach Angaben des Marienhospitals Ankum-Bersenbrück dort in 2018 das Licht der Welt erblickt. Im Vergleich zu 2017 ging die Anzahl sowohl der Neugeborenen als auch der Geburten im Marienhospital um rund 6 Prozent zurück. Waren es in 2017 noch 811 Geburten (815 Neugeborene: 401 Mädchen, 414 Jungen), waren es in 2018 nur noch 760. 

Leicht zurückgegangen ist der Anteil der Kaiserschnittgeburten. Wurden in 2017 bei 26,6 Prozent (216) der Geburten eine Sectio angewandt, waren es in 201 nur noch 24,1 Prozent (183). Damit liegt das Marienhospital deutlich unter dem Bundesschnitt. Laut Statistischem Bundesamt liegt der Anteil der Kaiserschnittgeburten seit 2008 konstant über der 30-Prozent-Marke. Allerdings ist auch hier seit 2011 (32,2 Prozent) ein konstanter, aber sehr leichter Rückgang zu beobachten (2017: 30,5 Prozent).



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