Neujahrsempfang der Gemeinde Ein Hallenbad für Kettenkamp?


Kettenkamp. Ein Hallenbad? Auf dem Neujahrsempfang ließ sich ein gutgelaunter Bürgermeister Reinhard Wilke von einem Theatermann Pläne entlocken, die selbst für einen gut aufgestellten Ort wie Kettenkamp wohl eher nicht in Reichweite liegen.

„Die Aula in der Keding-Grundschule war für den Neujahresempfang schon gebucht. Umso mehr freuen wir uns, dass wir Euch alle hier im Saal Klaus begrüßen dürfen“, so Wilke. Die Gemeinde hatte die Gaststätte gekauft und für den Weiterbetrieb gesorgt.

Die Chorgemeinschaft Kettenkamp-Eggermühlen trug unter Leitung von Daniel Kortland drei Lieder vor. Liedervater Klaus Stegemann wünschte allen eine ebenso gute Zusammenarbeit wie der Chorgemeinschaft, die seit vier Jahren zusammen singt.

Wilke überreichte der Johannes-Voetlause-Preisträgerin Anita Lennartz einen Blumenstrauß. „Wir sind froh und dankbar, eine Trägerin dieses Preises hier im Ort zu haben“, so Wilke. „Ehrenamt lässt sich nicht bezahlen“, erläuterte der Bürgermeister weiter und stellte klar, dass die Kommune im Gegensatz zu den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bersenbrück keinen Jugendpfleger finanziere, sondern lieber Vereine und Verbände finanziell unterstütze. „Da wird mit ehrenamtlichen Engagement ganz tolle Jugendarbeit geleistet und solang der Haushalt das hergibt, machen wir das gern“, bedankte sich der Bürgermeister.

„Netto-Bad“

Seinen Rückblick gab es dann als Gedicht, das sein Nachbar Thomas Küthe als Neujahrsgruß verfasst hatte. „Das beinhaltet alles, was ich eigentlich sagen wollte.“, sagte Wilke. Als Kettenkamper Themen 2018 erwähnt der Text zwei große Wohnbauprojekte im Innenort, ein Baugebiet und den Bau der Ballsporthalle zusammen mit der Samtgemeinde. Wilke fügt hinzu, der Landkreis Osnabrück investiere drei Millionen Euro in Ausbau und Sanierung der Kreisstraße 162. die Grundstücksverhandlungen zum Bau des Kreisverkehrs an der Gaststätte Klaus verliefen positiv.

Gemeindereferentin Christiane Höving ludt für die Herz-Jesu-Kirchengemeinde zur Verabschiedung von Pfarrer Ansgar Stolte am 24. Februar ein, zur Einführung seines Nachfolger Michael Franke am 7. April und zur Gemeindefahrt nach Rom im Herbst 2020.

Werner Lager überbrachte als stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Grüße und ging als stellvertretender Landrat auf die Senkung der Kreisumlage ein. Pastor Bernd Schreinecke-von Clausewitz von der evangelischen Dorotheen-Kirchengemeinde Nortrup-Loxten verwies auf die Jahreslosung aus Psalm 34 „Sucht den Frieden und jagt ihm nach.“

Den Ehrenamtspreis der Gemeinde nahm das Ortskommando für die Freiwillige Feuerwehr entgegen. „Wir sind froh, Euch vor Ort zu haben“, so Bürgermeister Reinhard Wilke. Der Gemeinde sei bewusst, dass ein solch freiwilliges Engagement nicht selbstverständlich sei.

Dann übernahm das Impro-Theater Ratz-Fatz aus Münster und entlockte dem Bürgermeister Zukunftspläne, die nicht einmal dem Gemeinderat bekannt waren. „Ein Hallenbad für Kettenkamp“ könnte Wilke sich vorstellen. Aber dieser nicht ganz ernst zu nehmende Vorschlag wird wohl Zukunftsvision bleiben. Momentan muss Kettenkamp sich mit dem „Netto-Bad“ zufrieden geben. So nennen die Dorfbewohner das Regenrückhaltebecken hinter ihrem Verbrauchermarkt.


Zum neuen Jahr!

Und wieder mal ist es soweit,

für’s neue Jahr, da wird es Zeit.

Das alte Jahr hat’s fast geschafft

und hat so einiges verzapft.

Heute mal ohne die große Politik von Bund und Welt.

Die haben sich ja oft nicht so gut angestellt.

Erdogan, Kim, Trump und solche Leute

will ich mal nicht groß erwähnen heute.

Und auch über Merkel, AKK oder Friedrich Merz

erspar ich Euch heute mal jeden Scherz.

Stattdessen gilt heute mal mein Dank

dem Gemeinderat von Kettenkamp.

Was die geschafft im letzten Jahr, das muss man loben;

ein Beispiel nehmen können sich „die da oben“.

Der Neubau in der Ortsmitte wäre zu nennen,

den die meisten schon als „Twin Towers“ kennen.

Und auch das neue Projekt gleich neben der Bank

wird sicher gut für Kettenkamp.

Hinzu kommt das Baugebiet gegenüber von Netto,

da hat unser Ort noch so einiges in petto.

Selbstverständlich sind gespannt wir alle

auf die neue Ballsporthalle.

Die Bauarbeiten, hört man, voll im Plan, das muss man loben,

da können spätestens nächsten Herbst die ersten Kinder drin toben.

Am Ortsausgang in der Gaststätte Klaus,

da sahen viele schon die Lichter gehen aus.

Auch hier war der Gemeinderat aktiv mit Ideen und viel Mut.

Was lange währt, wird endlich gut!

Die Vereine ziehen mit, auch dies ist ein Zeichen:

Zusammen kann man viel erreichen.

Und allen Schwarzsehern sei noch gesagt,

das keiner gewinnt, der nichts wagt.

Dies Motto soll Euch begleiten ins neue Jahr,

was Ihr Euch vornehmt, werde wahr!

Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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