Steuerungsgruppe hat Arbeit aufgenommen Ankum will „Fair-Trade-Town“ werden

Von Thomas Oeverhaus

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Im Ankumer Rathaus hat sich die Fair-Trade-Steuerungsgruppe gegründet. Die Gruppe kümmert sich nun um die notwendigen Vorarbeiten, um die Anforderungen für die Antragstellung als „Fair-Trade-Town“ stellen zu können. Zur Steuerungsgruppe gehören Ralf Gramann, Ansgar Stolte, Elisabeth Thale, Detert Brummer-Bange, Mechtild Wortmann, Michael Wübben, Rita Stiens, Markus Heitmann und Marlene Lagemann (von links). Foto: Thomas OeverhausIm Ankumer Rathaus hat sich die Fair-Trade-Steuerungsgruppe gegründet. Die Gruppe kümmert sich nun um die notwendigen Vorarbeiten, um die Anforderungen für die Antragstellung als „Fair-Trade-Town“ stellen zu können. Zur Steuerungsgruppe gehören Ralf Gramann, Ansgar Stolte, Elisabeth Thale, Detert Brummer-Bange, Mechtild Wortmann, Michael Wübben, Rita Stiens, Markus Heitmann und Marlene Lagemann (von links). Foto: Thomas Oeverhaus

Ankum. Die Gemeinde Ankum hat sich auf den Weg gemacht, um den Titel „Fair-Trade-Town“ zu erhalten. Damit die nötigen Vorarbeiten koordiniert und kommuniziert werden, hat sich kürzlich im Rathaus eine Steuerungsgruppe gegründet.

Zuvor wurde im vergangenen September vom Gemeinderat offiziell per Ratsbeschluss „grünes Licht“ gegeben, um den Titel „Fair-Traide-Town“ nach Ankum holen zu können.

Dr. Mechtild Wortmann hatte als Initiatorin der „Fair-Trade-Town“-Idee die Idee in den Ankumer Gemeinderat eingebracht und wurde als Sprecherin der Steuerungsgruppe gewählt. Der Gruppe kommt nach den Regularien von „TrainsFair e.V.“ die Aufgabe zu, treibende Kraft zu sein und die lokalen Fair-Trade-Aktivitäten zu koordinieren. „Die Gemeinde Ankum muss für eine erfolgreiche Bewerbung nachweisen, dass fairer Handel im Ort auch tatsächlich präsent ist“, wurde in der Sitzung erläutert. Der faire Handel zeige nur dann Wirkung, wenn fair gehandelte Produkte auch in Ankumer Läden zur Verfügung stehen und von Konsumenten gekauft werden oder Restaurants und Cafés fair Gehandeltes angeboten wird und sich nicht zuletzt örtliche Vereine, Schulen, Kitas, Kirchengemeinden und andere Vereinigungen in Ankum für die faire Sache begeistern.

„Ärmel aufkrempeln“

Die Ankumer Steuerungsgruppe besteht aus zehn Personen. Marlene Lagemann vertritt dort den Bereich Wirtschaft/Einzelhandel, aus dem Bereich Politik/Verwaltung sind Bürgermeister Detert Brummer-Bange, sein Verwaltungsvertreter Michael Wübben sowie die Ratsmitglieder Mechthild Wortmann und Ralf Gramann mit von der Partie. Als Vertreter der sogenannten Zivilgesellschaft engagieren sich Elisabeth Thale, Leiterin des katholischen Nikolaus-Kindergartens, Pfarrer Dr. Ansgar Stolte und Kolping-Vorsitzender Markus Heitmann. Für die Öffentlichkeitsarbeit konnten Rita Stiens (Internet) und Thomas Oeverhaus (Printmedien) gewonnen werden. Nun gilt es für die Ankumer Fairtrade-Gruppe „Ärmel aufkrempeln“, um die weiteren TransFair-Kriterien abzuarbeiten und damit die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Ankum um den Titel Fair-Trade-Town offiziell bewerben kann.


Als Fair-Trade-Town wäre Ankum Teil der stetig wachsenden Kampagne. Als „fair trade“ (deutsch: fairer Handel) wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte oder Produktbestandteile meist ein von den einzelnen Fair-Trade-Organisationen unterschiedlich bestimmter „Mindestpreis“ bezahlt wird. Damit soll den Produzenten auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Dazu wird bei dieser Handelsform außerdem versucht, langfristige „partnerschaftliche“ Beziehungen zwischen Händlern und Erzeugern aufzubauen. In der Produktion sollen außerdem internationale sowie von den Organisationen vorgeschriebene Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden.

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