Escape Rooms: Wie man sie sicher macht von-Ravensberg-Schüler lernen Amsterdam kennen

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Sehr findig bugsierten sich diese Schüler der von-Ravensberg-Schule aus einem Escape-Room in Amsterdam. Dass sie aus Sicherheitsgründen die ganze Zeit von Kameras überwacht wurden, hatten sie kaum bemerkt. Foto: von-Ravensberg-SchuleSehr findig bugsierten sich diese Schüler der von-Ravensberg-Schule aus einem Escape-Room in Amsterdam. Dass sie aus Sicherheitsgründen die ganze Zeit von Kameras überwacht wurden, hatten sie kaum bemerkt. Foto: von-Ravensberg-Schule

Bersenbrück/Amsterdam. Bei einem Amsterdam-Besuch erlebten Schüler der von-Ravensberg-Schule auch ein Abenteuer in einem Escape-Room. Sie waren aber keinen Moment lang so allein und so gefährdet wie beim tödlichen Unglück in Polen.

Sebastian Althüser war entsetzt, als er erfuhr, dass fünf junge Mädchen vergangene Woche bei einem Brand in einem Escape-Room in Nordpolen ums Leben gekommen waren. Kurz vor Weihnachten hatte der Didaktische Leiter der von-Ravensberg-Schule 13 Schüler der Niederlande-AG mit einer Lehrerin zusammen nach Amsterdam begleitet.

Dort hatte sich die Gruppe auch in einen Raum der „Escape World“ einschließen lassen. Und fertuggebracht, in weniger als 60 Minuten aus dem Raum zu entkommen, ausgestattet mit nicht viel mehr als ein paar englischsprachigen Hinweisen. Eine gute Übung für Sprachvermögen und Findigkeit, die das Gemeinschaftsgefühl einer Gruppe stärkt. „Team-Building“ nennt man so etwas neudeutsch.

Doch im Lichte der Ereignisse in Polen? Anders als dort waren in jedem Raum Alarmknöpfe vorhanden, fiel Althüser auf. Sie sind Teil eines ausgefuchsten Sicherheitssystems, ohne das es keine Betriebserlaubnis gibt, teilen die Betreiber der Escape World mit. Über den Knopf kann die Gruppe jederzeit mit ihrem Spielleiter Kontakt aufnehmen. Die „Gamemaster“ verfolgen auf Bildschirmen das Geschehen in allen Räumen, Kameras übertragen aktuelle Bilder. Sie können jederzeit eingreifen und die Türen öffnen.

Herausforderungen

Die Türen sind nämlich nicht mechanisch verriegelt, sondern elektromagnetisch. Kommt es zu einem Stromausfall, durch einen Brand etwa, wie er in Polen passierte, gehen sie einfach auf. Die Besucher können das Gebäude verlassen. Markierungen an den Wänden helfen ihnen, sich zu orientieren, teils beleuchtet, teils aufgemalt. Rauchmelder und Feuerlöscher sind eine Selbstverständlichkeit wie auch die regelmäßige Wartung der elektrischen Anlage durch Fachleute.

Amsterdam ist eben eine vergleichsweise sichere Metropole, bequem mit dem Zug erreichbar. Und es ist auch ein multinationaler Lernort. Ihre Englischkenntnisse brauchen die Schüler, als bewegten sie sich durch London, beim Bestellen eines Burgers ebenso wie im Kino, wo englischsprachige Filme im Original laufen ohne Untertitel.

Die Schüler kamen mit diesen Herausforderungen zurecht, berichtet Althüser. Sie tauchten ein in die Welt der Wissenschaft im Nemo-Science-Center, untergebracht in einem schiffsähnlichen Bau, der den Hafen überragt. Sie gönnten sich aber auch altmodische Vergnügen wie eine Grachtenfahrt oder das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud. Amsterdam bietet eben Vieles, für das man ansonsten bis nach London reisen müsste.


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