Schüler arbeiten mit Professoren zusammen Bersenbrück: Was die Internationale Biologieolympiade bringt

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Bersenbrück/Osnabrück. Warum sollten Schüler bei der Internationalen Biologieolmypiade mitmachen? Wenn sie Spaß an diesem Fach haben, lernen sie Gleichgesinnte kennen und arbeiten mit Professoren zusammen, sagt Kristian Themannn, Landesbeauftragte und Fachobfrau am Gymnasium Bersenbrück.

Frau Themann, an der Universität Osnabrück beginnt am Freitag ein Seminar für die zehn besten niedersächsischen Teilnehmer der zweiten Runde der Internationalen Biologieolympiade. Zwei von ihnen haben es in die dritte Runde der IBO geschafft.Als Landesbeauftragte des Wettbewerbs organisieren sie es. Wozu veranstaltet man eine Bio-Olympiade?

Die IBO ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung biologisch begabter Schülerinnen und Schüler insbesondere der Sekundarstufe II im Fach Biologie dient. Die Ziele des Wettbewerbes sind, aktives Interesse an biologischen Arbeiten und kreatives Denken beim Lösen biologischer Fragestellungen zu fördern, Kontakte zwischen biologisch besonders interessierten Schülerinnen und Schülern herzustellen und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder zu entwickeln. Die Organisation des nationalen Wettbewerbs, bei dem nach vier Auswahlrunden aus mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die vier besten deutschen Schülerinnen und Schüler im Fach Biologie eines Schuljahres für die Olympiamannschaft ausgewählt werden, liegt beim IPN an der Universität Kiel.

Im Februar findet in Kiel die dritte Runde des Wettbewerbs statt , in der aus 45 bundesweit besten Schülern zehn weiterkommen . Dient das Seminar in Osnabrück allein dem Training für diesen Wettbewerb?Im Februar findet in Kiel die dritte Runde des Wettbewerbs statt , in der aus 45 bundesweit besten Schülern zehn weiterkommen . Dient das Seminar in Osnabrück allein dem Training für diesen Wettbewerb?Im Februar findet in Kiel die dritte Runde des Wettbewerbs statt , in der aus 45 bundesweit besten Schülern zehn weiterkommen . Dient das Seminar in Osnabrück allein dem Training für diesen Wettbewerb?

Sicherlich sollen die Schülerin und der Schüler , die die dritte Runde erreicht haben, gerade auf den geforderten praktischen Teil der dritte Runde in Kiel vorbereitet werden. Das Seminar stellt aber auch eine Anerkennung für die zehn erfolgreichsten Schülerinnen un d Schüler der zeiten Runde dar, die in den drei Tagen die Chance haben, schon einmal Universitätsluft zu schnuppern und sich mit weiterführenden biologischen Fragestellungen und Techniken zu befassen.

Verraten Sie, welche Aufgaben Sie und ihre Kollegen den Schülern in Osnabrück stellen werden?

Es gilt in den drei Tagen, besonders die praktischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu schulen. Die theoretischen Anforderungen der 2. und 3. Runde werden in einem Aufgabenseminar ebenfalls besprochen. Am ersten Tag werden wir unter der Leitung von Prof. Dr. Knut Jahreis vom Fachbereich Biologie der Universität Osnabrück molekulargenetisch arbeiten und dabei biologische Arbeitstechniken wie Pipettieren, Separierungstechniken, Gel-Elektrophorese einüben . In den nächsten zwei Tagen werden wir mit Unterstützung der Silber- und Goldmedaillengewinnerin Clara Bultmann und (Miriam Hindriks, einer Referendarin meiner Schule in die Botanik und Zoologie eingeführt. Hier steht das Erstellen und Färben von Schnittpräparaten und auch das Bestimmen verschiedener Tiere im Vordergrund.

In der Bio-Olympiade schreiben die Schüler Klausuren, teils auf Hochschulniveau. Warum sollten Schulen ihre Schüler hier zum Mitmachen motivieren?

Die biologisch interessierten Schülerinnen und Schüler haben so die Chance, intellektuell gefordert zu sein und evtl. auch in Hinblick auf ein mögliches Studium der Naturwissenschaften schon einmal über den Tellerrand des Schulstoffes zu blicken. Das Niedersächsische Kultusministerium vergibt seit diesem Jahr auch einen Sonderpreis für die besten drei Teilnehmer der zweiten Runde. Die Teilnahme am Landesseminar in Niedersachsen bietet neben fachlichen und praktischen Inputs auch eine gute Austauschmöglichkeit zwischen Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulen Niedersachsens . Zudem vergibt der Förderverein der Biologieolympiade im Rahmen der dritten Auswahlrunde zur IBO mehrwöchige (Auslands-)Praktika an besonders talentierte Teilnehmer . Bei einigen Universitäten bringt das Erreichen der dritten Runde und ein gutes Abschneiden in dieser Vorteile bei der Vergabe von Studienplätzen im biologisch/medizinischen Bereich mit sich. Eine Krönung stellt natürlich die Erfahrung im Nationalteam dar , mit dem man als Olympionike im Sommer in eines der teilnehmenden Länder reist . In diesem Jahr richtet Ungarn die 30. IBO aus, im nächsten wird es Japan sein.

Das Gymnasium Bersenbrück macht auch in den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ mit. Was tut sich dort?

Kerstin Recker-Kopka und Dr. Stefan Schmit sind sehr aktiv. Im letzten Jahr hat das Gymnasium Bersenbrück mit fünf Projekten am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen, die alle beim Regionalwettbewerb in Diepholz einen Preis erhielten. Zwei Teams konnten als Regionalsieger ihre Projekte erneut auf den Landeswettbewerben in Oldenburg und in Clausthal-Zellerfeld präsentieren. Für das langjährige Engagement erhielt unsere Schule den Jugend-forscht-Schulpreis. Auch für 2019 sind wieder mehrere Projekte für Jugend forscht und Schüler experimentieren angemeldet.


Kristina Theman (42) ist verheiratet und lebt in Osnabrück. Seit August 2017 ist die Lehrerin am Gymnasium Bersenbrück Landesbeauftragte der Internationalen Biologieolympiade für Niedersachsen. Nach dem Abitur in Seesen studierte sie Biologie und katholischen Religion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. .Am Gymnasium ist sie auch Fachobfrau für Biologie und für Mediation.

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