Johannes-Voetlause-Preis Kettenkamperin Anita Lennartz für Engagement ausgezeichnet

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Die Auszeichnung mit dem Johannes-Voetlause-Preis ist für Annita Lennartz etwas Besonderes. Foto: Nina StrakeljahnDie Auszeichnung mit dem Johannes-Voetlause-Preis ist für Annita Lennartz etwas Besonderes. Foto: Nina Strakeljahn

Kettenkamp. Anita Lennartz aus Kettenkamp ist mit dem Johannes-Voetlause-Preis in der Kategorie Frauen ausgezeichnet worden – für sie eine besondere Ehre und Bestätigung ihres Engagements.

Eigentlich bleibt die 46-jährige Anita Lennartz lieber im Hintergrund. Der Trubel um ihre Person ist ihr fast schon zu viel. Doch Kettenkamps Bürgermeister Reinhard Wilke fand, dass sie für den Preis nominiert werden sollte und schlug sie deshalb gemeinsam mit seinen Stellvertretern Michael Johanning und Werner Lager für den Preis vor. Allein darüber freute sich Lennartz, denn das Einzugsgebiet des Preises ist groß. Als ihr per Facebook mitgeteilt wurde, dass sie den Preis erhält, war sie überrascht und die Freude groß.

Anita Lennartz engagiert sich in verschiedenen Funktionen für Kettenkamp. Seit 2011 ist sie für die CDU Mitglied des Gemeinderats und Koordinatorin für Gemeindeveranstaltungen. "Man kann schon etwas bewegen", sagt sie. Wenn sie höre, dass irgendwo etwas nicht passt, kann sie oft mit Tipps weiterhelfen oder sich im Gremium für Themen stark machen. 

825 Jahre Kettenkamp

Besonders engagiert hat sie sich vor einigen Jahren bei der 825-Jahr-Feier von Kettenkamp. In dieser Zeit erstellte sie auch die entsprechende Facebookseite, auf der bis heute die neuesten Nachrichten zu finden sind – übrigens auch die Laudatio für sie beim Johannes-Voetlause-Preis.


Ein Anliegen ist Lennartz auch das Kinderzeltlager der Gemeinde, in das sie schon als Kind selbst mitgefahren ist. Sie war Betreuerin, Leiterin und hilft bis heute bei der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem unterstützt sie die Organisatoren, wenn es beispielsweise um Fördermittel für neue Zelte geht – wobei sie vor einiger Zeit nur Glück brauchte. Sie nahm an einem Gewinnspiel teil, bei dem man Rechnungen einreichen konnte, die dann bezahlt werden sollten. Und sie hatte Glück, denn ihre Rechnungen wurde gezogen. Das bescherte dem Zeltlager neue Zelte.

Momentan ist sie noch Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule. Außerdem unterstützt Lennartz, die auch für das Bersenbrücker Kreisblatt als freie Mitarbeiterin tätig ist, Vereine und Verbände Kettenkamps in der Öffentlichkeitsarbeit und den Internetauftritten.

Die Familie muss schon dahinter stehenAnita Lennartz


Doch wie schafft die 46-Jährige das alles, zumal sie auch noch in der Verwaltung des Landkreises Osnabrück in Teilzeit arbeitet? "Die Familie muss schon dahinter stehen", sagt sie. Ihre Mutter, die mit im Haus lebt, unterstützt sie ebenso wie ihr Mann, der ebenfalls ehrenamtlich aktiv ist.

Kettenkamp liegt Anita Lennartz sehr am Herzen. Dort ist sie geboren und aufgewachsen, lebt nun mit ihrer Familie in der Gemeinde. "Es ist ein starker Zusammenhalt", betont sie. Es seien ganz viele Leute aktiv und machten Kettenkamp zu "einem wunderschönen lebens- und liebenswerten Ort". Und dann erzählt sie noch von einer Anekdote. Ein Mann habe einmal gesagt, als es darum ging, was Kettenkamp ausmacht: "Hier werden die Kinder wieder nach Hause gebracht, weil jeder weiß, wo jeder wohnt". Das habe ihr gefallen.

Die Mutter zweier Söhne und einer Tochter hat das Ehrenamt aber auch vorgelebt bekommen. Besonders freut es sie deshalb auch, das ihr ältester Sohn aktiv bei der Feuerwehr ist. "Es ist ein schönes Gefühl, dass er sich einbringt und es ihm nicht egal ist."

Johannes-Voetlause-Preis 2019: Um Maria Brake (8. von links), Anita Lennartz (Mitte) und Annelene Ewers scharten sich Preisträger und Laudatoren. Foto: Petra Pieper


Der Preis ist für sie eine Ehre und Bestätigung ihres Engagements. Mit ihrer Familie und den Bürgermeistern ist Anita Lennartz zur Preisverleihung in die Katholische Landvolkhochschule nach Oesede gefahren. Als ihr dann der Preis verliehen wurde, war sie so gerührt, dass sie kaum Worte herausbrachte. Dabei hatte sie eigentlich drei Gründe vorbereitet, wieso sie sich engagiert. Der erste Grund: "Weil ich einen Sprachfehler habe. Ich kann schlecht nein sagen." Der zweite Grund sei, dass sie es so vorgelebt bekommen habe und es für sie selbstverständlich sei. "Der dritten Grund ist mein Lebensmotto: Glück bedeutet nicht, dass man tut, was man mag, sondern dass man mag, was man tut."


Johannes-Voetlause-Preis

Der Johannes-Voetlause-Preis wurde 2019 bereits zum neunten Mal vergeben. Namensgeber des Preises ist Dr. Johannes Voetlause, der von 1957 bis 1989 Leiter der Katholischen Landvolkhochschule Oesede war. In seiner Tätigkeit setzte er sich bis zuletzt für die Menschen in den ländlichen Regionen des nordwestdeutschen Raumes ein. Der in Peingdorf in Melle geborene Sohn eines Landwirts beriet viele Gruppen und Verbände. Er starb am 10. Februar 2008 im Alter von 87 Jahren.

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