Neuer Arbeitskreis Wie Schulwege im Altkreis Bersenbrück sicherer werden sollen

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Gehen Kinder ihren Schulweg eigenständig zu Fuß, ist das gut für die gesamte kindliche Entwicklung. Foto: Colourbox.deGehen Kinder ihren Schulweg eigenständig zu Fuß, ist das gut für die gesamte kindliche Entwicklung. Foto: Colourbox.de

Altkreis Bersenbrück. Der Arbeitskreis „Sicherer und kindgerechter Schulweg“ hat sich konstituiert. Unter dem Vorsitz der vier Nordkreis-Samtgemeindebürgermeister sind Vertreter der Schulen, Eltern, Polizei, des Landkreises, der Schulträger, der Verkehrswacht und der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück Mitglieder des neuen Gremiums.

Inhaltliche und finanzielle Hilfe erhält der Arbeitskreis durch den Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH), der ein neues Förderprogramm zur Schulwegsicherheit ins Leben gerufen hat. Der Nordkreis sei damit die erste Region in dem Programm „Gemeinsam für die Schulwegsicherheit“, das 2019 begonnen hat, heißt es in einer Mitteilung.

Die Initiative für den Arbeitskreis kam aus der Lenkungsgruppe der Ilek-Region. Im aktuellen Ilek-Themenjahr sei unter dem Motto „Generationengerechter Ort“ gezielt die jüngere Bevölkerung in den Blick genommen worden. Zwar sei keine besondere Häufung von Schulunfällen im Nordkreis nicht festzustellen. Gleichwohl sei sich der Arbeitskreis schnell einig: Jeder Unfall sei einer zu viel, heißt es weiter.

Gut für die kindliche Entwicklung

Außerdem gehe es noch um mehr: Gingen Kinder ihren Schulweg – oder zumindest das letzte Stück – eigenständig zu Fuß, sei das gut für die gesamte kindliche Entwicklung. Die Motorik und auch kognitive Fähigkeiten der Jungen und Mädchen profitierten. Kinder lernten zudem, sich zu orientieren und festigten oder steigerten damit ihr Selbstbewusstsein. Und das habe wiederum etwas mit der Schulwegsicherheit zu tun, denn selbstständige Menschen seien seltener von Unfällen betroffen.

Gemeinsam für sichere und kindgerechte Schulwege im Nordkreis. Foto: Liesel Hoevermann

Ziel des Arbeitskreises ist die Verbesserung der Schulwegsicherheit und die Entwicklung kindgerechter Schulwege. Deshalb gelte es, die vielen bestehenden Maßnahmen zur Schulwegsicherheit zur koordinieren und punktuell zu ergänzen, so die Mitglieder der Arbeitsgruppe. Den Schulen solle langfristig die nötige Unterstützung geboten werden. Besondere Rücksicht solle dabei auf die Kapazitäten aller Beteiligten gelegt werden. Nur maßbares werde in Angriff genommen.

Elterntaxis erstes großes Thema

Als erste Aufgabe hat der Arbeitskreis in seiner ersten Sitzung die Elterntaxis herausgearbeitet. Wer schon mal den morgendlichen und mittäglichen Verkehr vor einer Schule beobachtet habe, kennt die gefährlichen Situationen: Gestresste Eltern hielten in Verbotszonen oder in falscher Fahrtrichtung, Einfahrten würden blockiert. Kinder stiegen zur Straßenseite hin aus oder überqueren die Straße zwischen haltenden Pkw. Vor allem aber entgehe den Kindern die Möglichkeit, den Schulweg selbstständig zu meistern. Im ersten Schritt werde sich der Arbeitskreis zum Thema Elterntaxi fachliche Unterstützung einholen und die einzelnen Schritte planen.


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