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27.12.2018, 18:08 Uhr GESUNDE MISCHUNG

Klimawandel im Ankumer Wald

Von Martin Schmitz


Geschädigter Wald in Westerholte. Foto: Gilda GoharianGeschädigter Wald in Westerholte. Foto: Gilda Goharian

Ankum. Die Klimaveränderung beschleunigt auch den Wandel vom artenarmen Nutzholzforst zum Mischwald. Dazu ein Kommentar.

Die Nadelholzplantage ist nicht der Öko-Weisheit letzter Schluss. Das sieht ein jeder, der hin und wieder im Wald spazierengeht. Die Forstwirtschaft hat das schon lange begriffen und sucht nach einer gesunden Mischung von Pflanzenarten. Der naturnahe Forst soll Kosten senken.

Nun beschleunigt der Klimawandel diesen Prozess. Gut so. Dass dabei die Mühe und Arbeit ganzer Generationen verbrennen, verwehen oder vom Käfer zerfasert werden, müssen die Forstleute leider hinnehmen. Ändern können sie es nicht.

Einen ironischen Aspekt bekommt der Wandel dadurch, dass nun invasive Arten, die nicht hierhergehören, auf einmal zu einheimischen Arten werden, weil sie mit den veränderten Bedingungen besser zurechtkommen. Vielleicht wird irgendwann wieder Wein in Skandinavien wachsen, wie in Warmzeiten vor Jahrtausenden. Mal sehen, ob die Skandinavier ihn ausrupfen werden oder die Trauben ernten.


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