Moderne Unikate aus Massivholz Möbelwerkstatt Meyer versorgt Eggermühlen mit Nahwärme

Von Miriam Heidemann

Von der Planung bis zur fertigen Wohneinrichtung – Udo Lömker, Bernhard Meyer und Carl Meyer setzen auf Kundenberatung und passgenaue Planung. Foto: Georg GeersVon der Planung bis zur fertigen Wohneinrichtung – Udo Lömker, Bernhard Meyer und Carl Meyer setzen auf Kundenberatung und passgenaue Planung. Foto: Georg Geers

mihe Eggermühlen. Einrichtungsideen, Raumlösungen und Möbelunikate aus Massivholz präsentieren die Möbelwerkstätten Meyer auf gut 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Das betriebseigene Blockheizkraftwerk bietet überdies einen energetischen Vorteil für die Gemeinde Eggermühlen.

Die Raumeindrücke sollen ihren Kunden nicht nur Ideengeber für Wohnmöglichkeiten sein, sondern auch die Qualität der Holzarbeiten des Tischlerei- und Einrichtungsbetriebes verdeutlichen. Markenzeichen des Unternehmens sei insbesondere die Möbelproduktion aus Massivholz, wie Geschäftsführer Carl Meyer erklärt. „Mit Massivholzmöbeln sind wir groß geworden und die Verarbeitung von Massivhölzern ist immer noch unsere Stärke“, so der Tischlermeister. Meyer führt das Eggermühlener Familienunternehmen in zweiter Generation. Vor gut 63 Jahren gründete Vater Bernhard Meyer seinen Betrieb – damals nahe des Kirchhofs gelegen und mit nur einem Lehrling zur Unterstützung. „Ich war zu der Zeit der jüngste Tischlermeister im Bezirk Osnabrück und wir waren einer der ersten Betriebe, die sich auf die Verarbeitung von Massivholz spezialisierten“, berichtet Bernhand Meyer. Mittlerweile ist der Betrieb auf gut 20 Mitarbeiter gewachsen. Auch auf dem Standort am Cordtskamp ist das Unternehmen seit 1973 angesiedelt.

Die Verarbeitung von Massivhölzern wie Eiche, Buche, Ahorn oder Kirsche haben die Möbelwerkstätten Meyer stets weiter verfolgt. Das Holz für die Möbel komme aus umliegenden Wäldern. Nach der Verarbeitung im Sägewerk trocknen die Holzbretter in den Trockenkammern und Lagerplätzen der Meyer Werkstätten. Zwei Jahre bedürfe es von der Fällung bis zum fertigen Möbelstück. Durch die Lagerung bei Meyer vor Ort könne der Trocknungsprozess des Holzes am besten überwacht werden, bis es schließlich in die Weiteverarbeitung gehe, erläutert Carl Meyer.

Jedes Massivmöbelstück ein Unikat

Die Nachfrage nach Massivholzmöbeln steige, erklärt der Tischlermeister, denn Massivholz habe viele Vorteile. „Die hohe Stabilität, die Langlebigkeit des Holzes und eine optisch warme Ausstrahlung sind alles Faktoren, die dem fertigen Möbelstück zugutekommen. Und es ist ein natürlicher Werkstoff“, so Meyer. Zudem seien die Möbelanfertigungen der Meyer Möbelwerkstätten Unikate. Massivholz bedeute aber nicht gleich rustikal. Moderne Wohndesigns mit optisch ansprechenden Materialkombinationen wie Holz und Glas oder mit Hochglanzlackierungen der Einrichtungsobjekte ist ebenso Stärke des Unternehmens. Schränke, Essbereiche, Schlafzimmermöbel und ganze Wohneinrichtungen fertigt der Betrieb. Der Ausstellungsbereich auf dem Firmengelände ist hierfür Impulsgeber. „Was dann im Detail möglich ist, wird gemeinsam mit den Kunden erarbeitet“, sagt Meyer. Der staatlich geprüfte Einrichtungsberater sowie Mitarbeiter Udo Lömker beraten ihre Kunden von der ersten Idee bis zur fertigen Einrichtung.

Mit einer modernen Raumplanungs-Software können die Einrichtungsplaner die individuellen Wohnsituationen der Kunden digital erstellen, um gemeinsam optimale Raumgestaltungen zu finden. So kann sich der Kunde virtuell durch seine neu eingerichteten Wohnräume bewegen. „Durch das Programm kann sich der Kunde nicht nur besser vorstellen, wie die fertige Einrichtung am Ende aussieht, auch uns erleichtert es die Planung“, erklärt Meyer. Auch Auslieferung und Montage übernimmt das Unternehmen.

Ressourcenschonend durch Nahwärmesystem

Neben Fertigung und Restaurierung von Massivholzmöbeln bietet das betriebseigene Blockheizkraftwerk einen energetischen Vorteil für die Gemeinde Eggermühlen. Bereits vor vier Jahren starteten Überlegungen, verstärkt regenerative und ressourcenschonende Möglichkeiten der Energiegewinnung einzusetzen, wie Eggermühlens Bürgermeister Markus Frerker auf Nachfrage berichtet. Dabei habe sich die Gemeinde über verschiedene Modelle, die in anderen Orten genutzt werden, informiert. Schließlich habe sich ein Nahwärmesystem durchgesetzt, dessen Energieerzeuger das von Meyer betriebene Blockheizkraftwerk ist. „Die Gemeinde selbst konnte das Kraftwerk auch aus gesetzlichen Gründen nicht selbst bauen. Carl Meyer war der Sache sehr aufgeschlossen und wir sind dankbar, diese Lösung gefunden zu haben,“ sagt Frerker.

Seit Februar 2017 ist das Blockheizkraftwerk des Unternehmens in Betrieb. Das mit Erdgas betriebene Kraftwerk produziert Strom zur eigenen Nutzung. Die dabei entstehende Abwärme wird genutzt und in das Fernwärmenetz gespeist, sodass einige Privathaushalte, aber auch öffentliche Gebäude wie die Kirche, die Schule und das Gemeindezentrum mit Wärme versorgt werden. „Der ökologische Vorteil ist hierbei, dass die bei der Stromgewinnung erzeugte Wärme nicht einfach verloren geht, sondern tatsächlich auch dort genutzt wird, wo sie gebraucht wird“, erklärt Meyer. In enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Anlieger und Carl Meyer wurden so die in die Jahre gekommenen Öl- und Gasheizungen des alten Ortskerns durch eine ressourcenschonendere Variante ersetzt.


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