Besuch aus La Meignanne Französische Schüler absolvieren Praktikum in Alfhausen

Von Agatha Buitmann

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Im Rahmen des Austauschprogramms mit Alfhausens Partnergemeinde La Meignanne in Frankreich fand ein Empfang im Alfhauser Gemeindebüro durch Bürgermeisterin Agnes Droste statt. Foto: Franz BuitmannIm Rahmen des Austauschprogramms mit Alfhausens Partnergemeinde La Meignanne in Frankreich fand ein Empfang im Alfhauser Gemeindebüro durch Bürgermeisterin Agnes Droste statt. Foto: Franz Buitmann

Alfhausen. Noch bis zum 8. Dezember 2018 besuchen zehn Schülerinnen aus der Schule MFR (Maison Familial Rural), die in Alfhausens Partnerstadt La Meignanne liegt, unsere Region.

Begleitet werden die Schülerinnen aus La Meignanne von einem Lehrer und der Sozialassistentin der Schule. Die MFR-Schule bildet Fachkräfte für den Pflegebereich aus, wie zum Beispiel Altenpflegerinnen, Erzieherinnen, Krankenpflegerinnen oder Behindertenhelferinnen. Organisiert wurde der Austausch vom Partnerschaftsverein Alfhausen-La Meignanne aus Alfhausen. Die jungen Frauen arbeiten zwei Wochen lang als Praktikantinnen in unterschiedlichen Einrichtungen.

Sowohl die Kindergärten „St. Hedwig“ und „Johanna“ Alfhausen als auch das dortige Alten- und Pflegeheim „St. Antoniusstift“ haben Schülerinnen als Praktikantinnen aufgenommen. Auch im „St. Martinus“-Kindergarten in Bramsche, den Kindergärten „Im Dorfe“ und „St. Nikolaus“, beide Ankum, sind die Französinnen tätig. Kürzlich gab es einen kleinen Empfang im Alfhauser Gemeindebüro, wo man sich über die unterschiedlichen Bildungswege und über Beobachtungen der Französinnen lebhaft austauschte. Besonders beeindruckt waren die Gäste aus Frankreich von den großen Häusern der Region sowie von den für sie laschen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf deutschen Straßen.

Abwechslungsreiches Begleitprogramm organisiert

Bürgermeisterin Agnes Droste betonte in ihrer Begrüßungsrede, wie wichtig ein deutsch-französischer Austausch sei, und dass sie den Mut der jungen Leute bewundere, die in einem fremden Land ein Praktikum machen. Camille Courtin, ihre Begleiterin, ergänzte, dass es für alle das erste Mal gewesen sei, dass sie geflogen seien und dass nur eine Schülerin zuvor einmal in Deutschland gewesen sei. Untergebracht sind die Schülerinnen in einem der beiden Apartmenthäuser am Alfsee, wo sie zu zweit ein Appartement bewohnen und sich selbst versorgen.

Theresia Brickwedde hat als Hauptorganisatorin ein abwechslungsreiches Begleitprogramm auf die Beine gestellt. In der vergangenen Woche hat die Gruppe den Gestapokeller im Osnabrücker Schloss besichtigt sowie einen landwirtschaftlichen Betrieb in Sögeln besucht. Ferner ging es zum Bowling, zudem stand eine Fahrt zur Artland-Brauerei auf dem Programm.

Tolles Projekt – kompliziertes Anmeldeverfahren

Besonders gespannt waren die Schülerinnen in der vergangenen Woche auch auf den Besuch der Partnerschule. Die Berufsbildende Schule Marienheim in Sutthausen fungiert als Partnerschule dieses Austauschs. Bei lustigen Kennenlern-Spielen wurde viel gelacht und die Stimmung war ausgezeichnet.

Eine finanzielle Unterstützung für die französischen Praktikantinnen gibt es von der EU durch das Erasmus Plus-Programm. „Es ist ein tolles Projekt, aber leider mit einem sehr komplizierten Anmeldeverfahren“, beklagte Theresia Brickwedde. Doch um jeden Missbrauch des Programms auszuschließen, sichere man sich seitens der EU durch viele bürokratische Abfragen bei den teilnehmenden Institutionen in jeder Hinsicht ab. Seit 2004 hat der Partnerschaftsverein Alfhausen-La Meignanne jährlich ein solches Austauschprogramm für landwirtschaftliche Schülergruppen organisiert, eine Gruppe von angehenden Pflegeassistentinnen ist zum zweiten Mal dabei.


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