Weiterbildung und duales Studium Guido Pott zu Gast beim Bersenbrücker H&B Lackierwerk

Miriam Heidemann

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Auch die SPD informierte sich über das H&B Lackierwerk: Betriebsleiter Michael Buss (von links), Werner Lager und Franz Wiewel von der SPD, Geschäftsführer Martin Hülsmann, weiter von der SPD Besian Krasniq, der Landtagsabgeordnete Guido Pott und Manfred Krusche. Foto: SPD BersenbrückAuch die SPD informierte sich über das H&B Lackierwerk: Betriebsleiter Michael Buss (von links), Werner Lager und Franz Wiewel von der SPD, Geschäftsführer Martin Hülsmann, weiter von der SPD Besian Krasniq, der Landtagsabgeordnete Guido Pott und Manfred Krusche. Foto: SPD Bersenbrück

mihe Bersenbrück. Das H&B Lackierwerk Bersenbrück ist in Sachen Oberflächenbehandlung und Beschichtung besonders in der Automobilindustrie gefragt. Landtagsabgeordneter Guido Pott besuchte das Bersenbrücker Unternehmen gemeinsam mit Vertretern der SPD-Fraktion und lobte die Innovationskraft des Bersenbrücker Betriebes.

Gut anfühlen müsse sie sich, aber auch das beschichtete Bauteil vor äußeren Einflüssen schützen oder sogar kleine Oberflächenfehler kaschieren – genau das mache eine gute Lackierung aus, erklärt Martin Hülsmann, Geschäftsführer des H&B Lackierwerks. Jede Oberfläche sei jedoch anders. „Man muss wissen, wie der Lack sich mit dem Kunststoff verhält, denn die sollen letztlich eine Einheit bilden. Für jede Oberfläche muss auch die Lackqualität und die angewendete Applikationstechnik stimmen.“Hülsmann macht deutlich, dass seine Branche ein hohes Maß an Fachkompetenz und technisches Geschick fordert. Die rund 100 Mitarbeiter des Unternehmens seien in den verschiedensten Bereichen geschult.

Neben drei Handlackieranlagen, die ein besonderes handwerkliches Geschick der Mitarbeiter erfordert, verfügt das Unternehmen über zwei vollautomatische Flächenlackierautomaten für die Abwicklung größerer Auftragsserien. An derzeit drei Roboterlackieranlagen werden zudem Oberflächen in großen Serien mit komplexen Bauteilen lackiert. „Da sind wir technisch auf dem neuesten Stand und können auch bei komplexen Aufträgen die passende Beschichtungstechnik anbieten“, so Hülsmann. Mit neuen Verfahren wie der PVD-Beschichtung, ein physikalisches Verfahren als Alternative zu herkömmlicher Verchromung, bleibe der Betrieb zusätzlich innovativ.

Mit Robotertechnologie in die Zukunft

Die zunehmende Automatisierung sei jedoch auch eine Herausforderung, wie der Geschäftsführer zugibt. Dem Fachkräftemangel werde einerseits durch interne Weiterbildungen begegnet. Andererseits biete das Unternehmen verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten, etwa mit der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik oder einem dualen Studium. „Wir wollen ganz besonders unsere Kooperation mit Schule ausbauen, um die jüngere Generation frühzeitig für unsere Branche zu gewinnen.“ Gerade die Robotertechnologie sei zukunftsweisend, der Umgang damit brauche jedoch fachliche Kompetenz.

Was das H&B Lackierwerk von Konkurrenten der Branche abhebe, sei die Zusammenarbeit mit dem Bersenbrücker Unternehmen Kunststofftechnik Borgmann. Bauteile und Komponenten, die Borgmann fertigt, können im benachbarten Lackierwerk direkt beschichtet werden. „Das ist besonders für die Automobilindustrie sehr interessant, denn so können Prozessschritte in der Fertigung von Bauteilen möglichst kurz gehalten werden“, so Hülsmann. Die Automobilindustrie gehöre zu den größten Auftraggebern des Unternehmens. Daneben gebe es aber auch Anfragen aus der Möbelindustrie oder der Medizintechnik, wo beispielsweise sensible Bauteile für Krankenhausgeräte beschichtet werden müssen.


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