Vermasselte Hochzeitsreise Kulturring Bersenbrück vermittelt Ohnsorg-Flair

Von Agatha Buitmann

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Mit viel Situationskomik brachten die Akteure das Stück auf die Bühne. Foto: Franz BuitmannMit viel Situationskomik brachten die Akteure das Stück auf die Bühne. Foto: Franz Buitmann

Bersenbrück. In der dritten Regelveranstaltung des Kulturrings Bersenbrück ist das Ohnsorg-Theater aus Hamburg mit dem Lustspiel „Die Katze lässt das Mausen nicht“ (‚Zwiebeln und Butterplätzchen‘) in der Aula des Gymnasiums aufgetreten.

Die Autoren des Stückes sind Johnnie Mortimer und Brian Cooke, die hochdeutsche Fassung besorgte Wolfgang Spier, die Regie hatte Folker Bohnet.

Schorsch Seiler (Stefan Leonard) und sein Schwager Hubert Dubner (Till Huster) haben sturmfreie Bude. Das ungleiche Duo – Sexmuffel der eine, Lebemann der andere – versucht, daraus ein erotisches Abenteuer zu machen. In dem Komödienknüller ließen es die beiden Strohwitwer richtig krachen.

Unerfüllte Sehnsüchte sind es, die zu turbulenter Komik führen: Milda Seiler (Sandra Keck) plant, nach 25 Ehejahren endlich ihre vermasselte Hochzeitsreise mit Schorsch nachzuholen. Weil der Göttergatte sich standhaft weigert, zieht Milda mit ihrer überkandidelten Schwester Edda Dubner (Marina Zimmermann) los – ohne zu ahnen, was die beiden allein gelassenen Ehemänner daheim mit zwei von Hubert angeschleppten Freundinnen erleben.

Mit viel Situationskomik

Während Schorsch sich mit dem Verzehr von eingelegten Zwiebeln und Butterplätzchen begnügt, verliert Hubert keine Zeit, die Gunst der Stunde zu nutzen und einen amourösen Abend mit seiner Sekretärin Schörlie Freese (Melanie Kastaun) und deren Freundin Schantall (Kristina Bremer) einzufädeln. Zum Entsetzen von Schorsch landen die Vier in seiner Wohnung. Doch der Abend verläuft anders als geplant. Überraschende Verwicklungen und Verwechslungen lassen nicht lange auf sich warten.

Ein komödiantisches Feuerwerk lief vor den Augen und Ohren der Besucher ab. Mit viel Sinn für Situationskomik und zeitweise auch Überzeichnungen verstand es Regisseur Bohnet, das Geschehen um eine verpatzte nachgeholte Hochzeitsreise auf die Bühne zu bringen. Ein besonderes Augenmerk fand auch das Bühnenbild, das Katrin Reimers mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat.

Der Kulturring weist darauf hin, dass als nächste Veranstaltung am Sonntag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr in der Bonnus-Kirche ein vorweihnachtliches Konzert mit dem Ingenium Ensemble aus Slowenien stattfindet.


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