Region profitiert laut Studie spürbar Zehn Mio. Euro zusätzliche Steuereinnahmen durch Niedersachsenpark-Boom

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Gute gelaunte Herren-Runde vor dem Screen mit der Bevölkerungsentwicklung: (v.l.) Der Dammer Bürgermeister Gerd Muhle, Niedersachsenpark-GmbH-Geschäftsführer Uwe Schumacher, Samtgemeinde-Bürgermeister Horst Baier, sein Riester Amtskollege Sebastian Hüdepohl und Neuenkirchen-Vördens Verwaltungschef Ansgar Brockmann.Gute gelaunte Herren-Runde vor dem Screen mit der Bevölkerungsentwicklung: (v.l.) Der Dammer Bürgermeister Gerd Muhle, Niedersachsenpark-GmbH-Geschäftsführer Uwe Schumacher, Samtgemeinde-Bürgermeister Horst Baier, sein Riester Amtskollege Sebastian Hüdepohl und Neuenkirchen-Vördens Verwaltungschef Ansgar Brockmann.

Rieste. Investitionen von Unternehmen im Niedersachsenpark und entsprechende Aufträge an heimische Betriebe haben in den vergangenen Jahren zusätzliche zehn Millionen Euro an Steuereinnahmen in die kommunalen Kassen gespült. Der Zuzug von Arbeitskräften und eine Kaufkraftsteigerung der Bevölkerung bei Rieste und Neuenkirchen-Vörden haben ebenfalls zu dieser Entwicklung beigetragen.

Das geht aus einer sogenannten Wirkungsmessung der Unternehmensberatung ExperConsult (mit Sitz in Dortmund) hervor. Die mehr als 20 Seiten starke Studie der Fachleute wurde jetzt durch die Bürgermeister der vier Gesellschafter-Kommunen (Rieste, Neuenkirchen-Vörden, Samtgemeinde Bersenbrück, Damme) und den Geschäftsführer des Niedersachsenparks, Uwe Schumacher, vorgestellt.

"Die Investitionen von Unternehmen im Niedersachsenpark tragen zur Erhöhung der lokalen bzw. regionalen Bruttowertschöpfung bei und lösen Beschäftigungs- und Einkommenseffekte bei den direkt beteiligten Firmen  sowie deren Zulieferern und Kunden aus", heißt es in der Zusammenfassung der Wirkungsmessung. Zudem werde "aus den Erwerbseinkommen bei den Beschäftigten aller Unternehmen eine kaufkraftrelevante Konsumnachfrage" angestoßen. Am Ende stünden – mit Blick auf den Zeitraum von 2008 bis 2017 –  zusätzliche Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden sowie der Landkreise (über ein Umlagesystem) in Höhe von 9,98 Millionen Euro.


In den aktuell mehr als 60 Betrieben des interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiets arbeiten insgesamt 2500 Menschen - Tendenz steigend.


"Zehn Jahre Arbeit und Umsetzung fruchten", stellte Uwe Schumacher fest. "Unser Auftrag war und ist es, hier vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Das ist gelungen", so der Park-Geschäftsführer. Aktuell wird die Gesamtzahl der Beschäftigten in den allein mehr als 60 Niedersachsenpark-Unternehmen mit 2500 Personen angegeben. Der Riester Bürgermeister Sebastian Hüdepohl sprach von "einer Strahlkraft" des interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiets "auf die Gesamtregion".

Dennoch sei es notwendig, so Hüdepohl, beim Park-Wachstum "ab und zu auch den Fuß auf der Bremse zu haben". Es gelte, die eigene Bevölkerung mit den Veränderungsprozessen nicht zu überfordern. Ähnlich sah es Bersenbrücks Samtgemeinde-Bürgermeister Horst Baier. Er mahnte außerdem, angesichts eines Mangels an verfügbaren Fachkräften "bei der weiteren Neuansiedlung ganz großer Unternehmen momentan vorsichtig zu sein". Arbeitskräfte seien in der Region augenblicklich nicht beliebig abrufbar. Baier nannte die durch den Niedersachsenpark ausgelösten, zusätzlichen Steuereinnahmen der Kommunen in Höhe von zehn Mio. Euro allerdings wichtig. "Wir brauchen das Geld, damit wir Kindergärten errichten, Schulen finanzieren und Straßen bauen können."

Die Hallen und Gebäude des Sportartikelgiganten Adidas stehen im Zentrum des Industrieparks.



An dieser Stelle nickte auch Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Ansgar Brockmann ("Der Park bringt schon Geld in die Region und sichert auch weitere Arbeitsplätze"), doch auch er weiß, dass die Entwicklung des mehr als 400 Hektar großen Sektors an der Autobahn 1 lange noch nicht abgeschlossen ist. Die Ausgestaltung eines attraktiven Busangebots sei beispielsweise eine der zentralen Zukunftsaufgaben. Der Dammer Bürgermeister Gerd Muhle spricht beim ÖPNV sogar "von einer der größten Herausforderungen im ländlichen Raum". 

Zu den prominenten Unternehmen im Niedersachsenpark gehört auch die Grimme Landmaschinenfabrik.



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