Pflasterstreifen soll erneuert werden Stolperfalle für Radler in Bersenbrück

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Für Radler problematisch: Die Stadt Bersenbrück will den gepflasterten Randstreifen der Bramscher Straße erneuern lassen. Foto: Franz BuitmannFür Radler problematisch: Die Stadt Bersenbrück will den gepflasterten Randstreifen der Bramscher Straße erneuern lassen. Foto: Franz Buitmann

Bersenbrück. Radfahrer fürchten den Pflasterstreifen an der inneren Bramscher Straße in Bersenbrück als Stolperfalle. Nach langem Hin und Her wird er nun wohl ausgetauscht.

Zu dieser Empfehlung kam jedenfalls der Bauausschuss der Stadt in seiner jüngsten Sitzung. Er empfiehlt dem Stadtrat, der am Montag zusammenkommt, die Platten auszutauschen und den Untergrund zu erneuern.

Eigentlich sollte der Streifen eine Hilfe sein für Radfahrer. Ein relativ glattes Pflaster, das sich optisch abhebt von der asphaltierten Fahrbahn. Einen „Angebotsstreifen“ nennen Fachleute so etwas, Zweiräder können ihn befahren, Kraftfahrzeuge können ihn zum Ausweichen nutzen bei Gegenverkehr.

Gewährleistungsfrist abgelaufen

Der Streifen in Bersenbrück entstand, als die Stadt die innere Bramscher Straße in den Nullerjahren verkehrsberuhigt ausbaute. Doch der Untergrund gibt nach, die Platten versacken, sie lockern und verkanten sich. Bei starkem Verkehr weichen Radler auf den Bürgersteig aus, weil sie fürchten, sie könnten auf diesem tückischen Geläuf zu Fall kommen.

Gutachter haben den Streifen untersucht, sogar Bohrproben genommen. Ihr Ergebnis bestätigt, was Rolf Gelinsky schon vermutet. „Beim Bau wurde geschlampt“, so der Bauauschussvorsitzende.

Ob man die Baufirma noch in Regress nehmen kann, ist ungewiss, die Gewährleistungsfrist ist abgelaufen. Deshalb empfiehlt der Ausschuss dem Stadtrat nun, zu handeln und die Platten auszutauschen. Voraussichtliche Kosten: 135000 Euro.

Für die Sanierung städtischer Straßen legte die Verwaltung eine aktualisierte Prioritätenliste vor. Der Ausschuss verwies sie zur Beratung in die Fraktionen.

Südspange: Die Verkehrsuntersuchung zum Bau einer Südspange genannten neuen Straßenverbindung über die Hase soll wiederholt werden. Die monatelange Sperrung der B 214 für Bauarbeiten könnte die Verkehrsflüsse in der Stadt verändert haben.


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