Jahrgangsfahrt Ankum: August-Benninghaus-Schule goes to London

Von Birgitta Strating

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Ankum. „Wir wollen da unbedingt noch mal hin!“ oder einfach „Mega!“ lauteten die begeisterten Kommentare zum Erlebnis „London 2018“. Gesund, glücklich und um viele Erfahrungen reicher kehrten 50 Neuntklässler der August-Benninghaus-Schule von der Jahrgangsfahrt zurück.

Einig waren sich am Ende alle: In London leben möchte so schnell keiner; das Reiseerlebnis missen allerdings auch auf gar keinen Fall.Fünf Tage Turboprogramm mit Hochspannungsmomenten hinterließen Eindrücke, die unvergesslich bleiben werden und prägen.

Mit 51 Oberschülern waren in diesem Jahr besonders viele Bewerbungen um die Teilnahme an der Angebotsfahrt London für den Jahrgang 9 angenommen und bewilligt worden. Eine Schülerin musste leider krank zu Hause bleiben. Die Auswahl aus den vier Parallelklassen harmonisierte prima und die Stimmung an Bord des Reisebusses war von Anfang an bemerkenswert gut.

Beste Laune auch bei den begleitenden Lehrkräften trotz aller Anspannung und Verantwortung rund um die Uhr: Das Organisatorinnen-Team Nicole Walker/Birgitta Strating erhielt kompetente Verstärkung durch Annette Wessling und Jascha Alteruthemeyer.

Aufregende Anreise

Die Anreise über Holland und Belgien im Bus sowie die stürmische Fährüberfahrt von Calais in Frankreich bis Dover in England überstanden alle bestens. Bei der Ankunft in London beschlich allerdings so manch einen das Gefühl der Beklommenheit, als es um die Zuteilung der Gastfamilien ging. Wovor Teenager sonst eindringlich gewarnt werden, dazu wurde jetzt ausdrücklich aufgefordert: zu einer fremden Person in ein fremdes Auto zu steigen! Dunkelheit, Regen und Kälte trugen mit dazu bei, dass bei mehreren Neuntklässlern kurzzeitig die Nerven blank lagen.

Zuverlässige Gastfamilien

Umso größer war die Erleichterung darüber, wie herzlich und unkompliziert die Unterbringung in den privaten Haushalten gelang. Wer anfangs noch unsicher in der fremdsprachigen Kommunikation war, berichtete spätestens am dritten Tag, dass es jetzt sogar Spaß mache, Englisch zu reden. In Sachen Verpflegung überwogen ebenfalls die Lobeshymnen. Wer Lutz Bertke (Klasse 9b) fragt, was für ihn das Beste in London war, wird sehr wahrscheinlich eine ganz klare Antwort bekommen: „Das Essen in der Gastfamilie.“

Programm mit vielen Facetten

Die Liste der Top-Ten-Erlebnisse während der Jahrgangsfahrt fällt ohnehin bei allen Mitreisenden anders aus: Während einige begeistert von der „Warner Bros. Studio Tour“ und dem „Making of“ der berühmten Harry Potter-Filme waren, interessierten andere eher die ausgiebige Stadtrundtfahrt oder der Einblick in historische Momente beim Besuch des „Tower“. Für wieder andere war die Fahrt im „London Eye“, dem großen Riesenrad an der Themse, das Größte. Schließlich verschaffte diese bei strahlendem Sonnenschein einen Überblick über die Dimensionen der Weltstadt.

Spaß und Vergnügen mit Fotoshootings neben den Stars der Wahl genossen alle in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, wo auch – ähnlich wie in einer Geisterbahn – eine Taxireise durch Londons Geschichte unternommen sowie der 4D-Film „Marvel Super Heroes“ gezeigt wurde.

Nicht zu kurz kamen die vielen „Shopping Queens and Kings“ unter den Mitreisenden, die vor allem dem letzten Nachmittag in London entgegengefiebert hatten. Manches britische Pfund wurde in den berühmten Einkaufsmeilen Oxford Street, Regent Street oder Carnaby Street ausgegeben. In Kleingruppen bewegten sich die Oberschüler/innen rund um den Treffpunkt Picadilly Circus, überwältigt von dem Trubel und der wahrhaften Reizüberflutung in den weihnachtlich dekorierten Geschäften.

Echte Herausforderung: Fahren in der London Tube

Eindruck schinden konnten in der britischen Hauptstadt allerdings nicht nur die vielseitigen Programmpunkte oder berühmten „Sights“ wie Big Ben oder Trafalgar Square, es waren vor allem die Erlebnisse in der quirligen Metropole, die dort den Alltag bestimmten. „Ich musste mich mehr konzentrieren als bei einer Englischarbeit,“ kommentierte Fabio Kaczmarezyk (9d) seine ersten Erfahrungen in der Untergrundbahn „Tube“, die auf unseren Oberschülerinnen selbst außerhalb der Rush-Hour verwirrend und extrem voll wirkte.

Entsprechend vorbereitet und auch auf den Ernstfall des Verlierens der Gruppe getrimmt, klappte am Ende alles reibungslos, so dass drei Schülerinnen auch ohne Lehrkräfte problemlos wieder Anschluss fanden an die Ankumer Großgruppe, nachdem sie durch schiebende Menschenströme außer Sichtweite geraten waren und sich erst in der nachfolgenden Bahn in einen überfüllten Wagon hatten quetschen können. „Das war gar nicht so schlimm“ strahlte Maira Wilmering (9c) nach der letzten U-Bahn-Fahrt. „Wir wussten, dass wir es schaffen!“, verbuchte die 14-Jährige ihr Erlebnis stolz unter der Kategorie Stärkung des Selbstbewusstseins.

Nachtfahrt durch den Tunnel

Spannung für alle Beteiligten auch auf der Rückfahrt: Erstmals in der Londonreise-Tradition der August-Benninghaus-Schule wurde der Ärmelkanal nicht per Fähre überquert, sondern unter dem Meer durch den Tunnel per Zug unterquert. Diese ruhigere Variante konnte bei der Nachfahrt nach Hause zweifelsohne Pluspunkte sammeln und dürfte bei künftigen Reisen zur Dauereinrichtung werden.

Auch 2019 heißt es wieder: August-Benninghaus-Schule goes to London!

Aprops künftige Reisen: Beibehalten wird auf jeden Fall auch das Bewerbungsverfahren für diese Jahrgangsfahrt, bei dem niemals die Englischnote ein Ausschlusskriterium ist (In London können die Englischkenntnisse schließlich verbessert werden!) -, sondern vielmehr schlechtes Sozialverhalten. Der aktuelle Jahrgang 8 wird die Erlebnisschilderungen sicherlich besonders verfolgen, schließlich beginnt schon bald wieder die Bewerbungszeit für das nächste Jahr, wenn es wieder heißen wird: August-Benninghaus-Schule goes to London!


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