Neuer Anlauf für Dorfpark Hase-Wohnbau plant 16 Wohneinheiten in Alfhausen

Von Margarete Hartbecke

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Alfhausen. Die Hase-Wohnbau GmbH plant Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen im neuen Wohnbaugebiet an der Bahnhofstraße in Alfhausen. Im Planungs-, Wirtschafts- und Fremdenverkehrsausschuss der Gemeinde wurden die Projekte vorgestellt. Ferner ging es dort um den Dorfpark und Straßenausbaubeiträge.

Vorsitzender Richard Kock begrüßte dazu Katja Schlüwe von der Hase-Wohnbau und Rainer Sökeland vom Architekturbüro Sökeland und Leimbrink. Am Speicherweg 40 sollen zwei Doppelhäuser mit je zwei Wohneinheiten entstehen, die für Familien geeignet sind. Probleme gibt es am Speicherweg 2, hier sind drei Mehrfamilienhäuser mit je vier Wohneinheiten von 50 bis 60 Quadratmeter geplant für Alleinstehende oder Paare. Außerdem sind auf dem Grundstück 18 Autostellplätze vorgesehen, Fahrradplätze und Wege. Damit überschreitet die überbaute Fläche jedoch das im Bebauungsplan vorgegebene Maß. Eine Ausnahmeregelung schien dem Ausschuss sinnvoll, um den Mietern Parkplätze am Haus statt an der Straße zu ermöglichen. Landkreis, Gemeinderat und die direkten Nachbarn müssen noch zustimmen.

Spielplatz nördlich des Friesenweges: Die für einen Spielplatz vorgesehene Fläche an der Straße Grothaus soll zu gleichen Teilen an zwei Anwohner verkauft werden, berichtete Verwaltungsvertreter Stefan Winter. Der Spielplatz an der St. Antoniusstraße und der geplante Mehrgenerationenpark am St. Antoniusstift lägen in der Nähe, sodass kein Bedarf für einen weiteren bestehe. Damit würden auch Folgekosten durch Pflege und Instandhaltung entfallen. Der Ausschuss empfahl dem Rat Zustimmung.

Straßenausbau im Außenbereich: Nach aktueller Rechtssprechung muss die Straßenausbaubeitragssatzung (SABS) sich auch im Außenbereich am Verkehrsaufkommen orientieren. Beim Ausbau von Straßen im Ort teilen sich Gemeinde und Anlieger die Kosten nach Verkehrsnutzung - bei einer Stichstraße zahlen die Anlieger mehr als bei einer stark befahrenen Straße . Im Außenbereich galt das bislang nicht, hier zahlen Anlieger 60 Prozent, die Gemeinde 40. Nun muss die Verkehrsbedeutung mit einkalkuliert werden. Richard Kock und Michael Erdhaus forderten konkrete Kriterien, nach denen die Verkehrsnutzung bemessen werde. Eine Beschlussfassung wurde deshalb zurückgestellt. Für die Anlieger der Beerstraße in Heeke ist der Sachverhalt von Bedeutung, weil die Satzungsänderung auch rückwirkend gilt.

Dorfpark: Die Umgestaltung des aufgelassenen alten Friedhofs ist seit Jahren im Gespräch. Vorgesehen war ein Gemeinschaftsprojekt von politischer und Kirchengemeinde. Das stockte aber, weil der Bau von Kindertagesstätten und Krippen Vorrang hatte. Martin Liening-Ewert und Josef Münster vom Arbeitskreis Dorfentwicklung stellten ein neues Konzept für einen Dorfpark vor. Die Kirchengemeinde St. Johannis Alfhausen möchte gerne mit der Umsetzung beginnen, zumal seit 2010 schon Gelder für dieses Projekt beim Bistum zurückgestellt wurden. Der Ausschuss begrüßt das Konzept, sieht aber eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde bei der derzeitigen Haushaltslage als sehr kritisch an.

Der Gemeinderat tagt am Mittwoch, 28. November, ab 18.30 Uhr im Hotel Sauerland. Auch die Beschlussempfehlungen des Ausschusses stehen auf seiner Tagesordnung.


Bericht der Bürgermeisterin: Grundstückskäufe: Bürgermeisterin Agnes Droste wies in ihrem Bericht auf den Grundstückskauf für ein Regenrückhaltebecken an der Ankumer Straße und für einen zweiten Gehweg an der Straße Am Bahnhofsesch hin.

Markthalle Alfhausen: Bei einer Baubesichtigung des alten Gemeindebüros habe ein Schadstoffgutachter keine Belastungen festgestellt. Anfang Februar sollen Ausschreibungen erfolgen.

Breitbandausbau: Durch den im Landkreis forcierten und geförderten Breitbandausbau und die Verlegung von Glasfaser kommen beträchtliche Kosten auf die Gemeinde zu. Droste nannte vier verschiedene Ausbauvarianten, die günstigste werde aber immerhin auch 245.900 Euro kosten. Die Gemeinde müsse sich entscheiden, jetzt mit Förderung oder später ohne Förderung oder gar nicht in den Breitbandausbau zu investieren, jede Version sei problematisch. „Haushaltstechnisch werden in den nächsten Jahren große Aufgaben auf uns zukommen“, brachte es Gerd Steinkamp auf den Punkt. Verärgert zeigte sich auch Michael Erdhaus, denn der Breitbandausbau sei eigentlich Sache des Bundes. Er bat zu prüfen, ob sich durch ein Förderprogramm des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) der Eigenanteil nicht auf zehn Prozent senken lasse.

Schließung der Postfiliale: Zum 31.12. habe die Post ihre Filiale in der Bäckerei Steinkamp gekündigt. Aufgrund der Ortsgröße müsse die Post jedoch eine Filiale in Alfhausen bereitstellen. Es gebe schon drei Bewerber für die Nachfolge, so Droste.

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