Fach Biologie an der Bach-Aue Gymnasiasten pflanzen Erlen in Kettenkamp

Von Horst Schwitalla

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Kettenkamp/Bersenbrück. 23 Schüler der Klasse 7 a des Gymnasiums Bersenbrück kehrten der Schule den Rücken. Für ein paar Stunden war für sie eine Pflanzaktion im Rahmen des Biologieunterrichts vor Ort angesagt. Dazu ging es mit dem Bus nach Kettenkamp zum Dinninger Bach.

Für Lehrerin Kristina Themann und Referendarin Miriam Hindriks kam die Einladung des Vereins zur Revitalisierung der Haseauen gerade recht. Im Fach Biologie stehen derzeit verschiedene Ökosysteme und die vielschichtigen Wechselbeziehungen innerhalb eines Systems im Unterrichtsprogramm an.

Mit dabei: Der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes 97 „Mittlere Hase“ Georg Lucks. Zunächst erklärte Lucks, dass diese Aktion eine Unterhaltungsmaßnahme sei. Nach einer kurzen Einführung ging es mit entsprechenden Materialien an die Arbeit. So wurden Erlen von der Renaturierungsfläche ausgegraben und an der baumlosen Gewässerböschung an der Sonnenseite wieder eingepflanzt.

Wanderung des Neunauges

Georg Lucks betonte, dass der Dinninger Bach eine Hauptwanderroute des Flussneunauges sei. Dieser Fisch lebt ein paar Jahre in der Nordsee, zieht dann die Flüsse und Bäche hinauf zum Ablaichen und stirbt danach. Da dieser Bach sehr klares Wasser führt, könnten Fischreiher und Graureiher ihre Beute besonders gut ausmachen. „Der beste Schutz gegen die Fischräuber ist daher der Schatten der Bäume“, so Georg Lucks. In ihm könnten die Fische sich für die Reiher unsichtbar machen. Zum Schluss der Pflanzaktion gab es als kleine Belohnung eine warme Erbsensuppe, die von allen Beteiligten bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt dankbar angenommen wurde.


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