Eine Straße wird neu erfunden Landkreis baut die K 162 von Kettenkamp nach Bippen mit Radweg aus


Kettenkamp/Berge/Eggermühlen/Bippen. Ab Frühjahr 2019 soll die Kreisstraße 162 zwischen Kettenkamp und Bippen neu gebaut werden und einen Radweg bekommen. Vier Gemeinden und zwei Samtgemeinden profitieren.

Bereits jetzt künden Gehölzarbeiten und gefällte Straßenbäume entlang der Strecke von dem, was kommen soll. Die Arbeiten sollen aber bis nächste Woche erledigt sein, erwartet Kreisrat Winfried Wilkens. Für einen symbolischen ersten Spatenstich trifft er am Donnerstagmorgen an symbolischer Stelle Vertreter von vier Gemeinden, zwei Samtgemeinden, Baufirma Dallmann und Straßenbauverwaltung. Von der Kreuzung des Friesenweges mit der Kreisstraße erreicht man Kettenkamp, Eggermühlen, Bippen und Berge auf kürzestem Wege.

15 Jahre dauerten die Vorbereitungen, insbesondere die Grundstücksverhandlungen um 10700 Quadratmeter Grund entlang der Straße für den Radweg zogen sich, berichtet Wilkens. Jetzt sei alles geregelt, und weil nun auch wieder Mittel aus dem GVFG-Topf des Landes Niedersachsen fließen, kann der Landkreis 2019 für gut 1,8 Millionen Euro den Straßenbau starten, als „dickstes Projekt“ seiner Straßenbauverwaltung in dem Jahr.

Bitterkraut im Cocktail

Zum Paket gehören 3,3 Kilometer Fahrbahn, 66 Zentimeter tief ausgehoben und komplett neu aufgebaut, ein Radweg, Schutzplanken an den Straßenbäumen, zwei barrierefreie Bushaltestellen und zwei große Rohrdurchlässe für Straßengräben.

Das Bitterkraut im süßen Cocktail: Wenn die Arbeiten im Frühjahr irgendwann losgehen, sollen sie gut fünfeinhalb Monate dauern. In dieser Zeit wird die Straße voll gesperrt sein.

Um möglichst viele Bäume zu retten, verläuft der Radweg auf der Nordseite, fügt Jürgen Schwietert von der Straßenbauverwaltung hinzu. Die Fahrbahn wird von den südlich gelegenen Bäumen abgerückt.

Für die Samtgemeinde Fürstenau begrüßt Benno Trütken, dass „der Landkreis die Straßeneinmündungen für uns gleich miterledigt.“ Andreas Güttler schließt sich für die Samtgemeinde Bersenbrück an, nennt den Straßenbau „eine tolle Sache“. Obwohl ihn eines ärgert, wie er offen zugibt, mit dem schelmischen Lächeln, das sein Markenzeichen ist: Die Sperre in der Bauzeit trifft auch ihn, seinen Heilpraktiker kann er dann nur auf Umwegen erreichen. Werner Lager, Stellvertreter des Kettenkamper Bürgermeisters und des Landrates, blickt weiter: Er hoffe, die Kofinanzierung aus dem Fördertopf des Landes greife auch bei weiteren Projekten.


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