Lach-Yoga beim SKF In Bersenbrück ist Lachen die beste Medizin

Von Cristina Schwietert

Ein Bild  spricht für sich: Lach-Yoga Trainerin Veronika Spogis (vorn rechts) bei einer Lach-Übung des SKF im Saal Hilker. Foto: Cristina SchwietertEin Bild spricht für sich: Lach-Yoga Trainerin Veronika Spogis (vorn rechts) bei einer Lach-Übung des SKF im Saal Hilker. Foto: Cristina Schwietert

Bersenbrück Lachen ist gut für Körper, Geist und Seele sagt Yoga-Trainerin Veronika Spogis. Lachen funktioniert sogar auf Kommando, lernten Frauen auf einem SKF-Abend in Bersenbrück.

Zu seiner jährlichen, öffentlichen Dankeschönveranstaltung für Ehrenamtliche und an seiner Arbeit Interessierte, hatte der Sozialdienst katholischer Frauen Bersenbrück (SkF) am vergangenen Donnerstag ins Hotel Hilker geladen. Auf dem Programm: ein Abend mit Lach-Yoga-Trainerin Veronika Spogis aus Münster. „Obwohl wir im Alltag meinen oft wenig Grund zum Lachen haben, kann auch das ‚Lachen auf Kommando‘ sehr befreiend wirken. Das wollen wir heute Abend einmal ausprobieren“, führt Jutta Brockhage als erste Vorsitzende des SkF-Vorstandes in den Abend.

Wenn Lachen die beste Medizin ist, warum lachen wir Erwachsenen dann eigentlich so wenig? Lach-Yoga Trainerin Veronika Spogis: „Schauen Sie sich Kinder an – ihrem Lachen können wir nicht wiederstehen. Sie lachen mehrere hundert Mal am Tag. Wir Erwachsenen nur noch 15 bis 20 Mal. Frauen mehr als Männer.“

Dem Gehirn ist egal, ob es einen Anlass gibt

Und dann beginnt das Verblüffende: Lachen auf Kommando, lachen ohne einen Grund dazu zu haben, das geht. Angeleitet von Veronika Spogis beginnt es mit entspannenden Atemübungen der rund dreissig Teilnehmerinnen, mit der Bitte die Mundwinkel hochzuziehen, das Gesicht zu einem Lächeln zu formen, rhythmisch zu klatschen, bis das laute Lachen aus der Trainerin herausbricht – alle lachen mit, offen und gelöst, als hätten sie darauf gewartet. Der Beginn eines kurzweiligen Abends. Kurze theoretische Sequenzen, unterbrochen von Übungen aus dem Lach-Yoga lassen die Teilnehmerinnen eintauchen in die Welt des Lachens: Lachen ist die erste positive Kommunikation von Kindern, Lachen ist ein Friedenszeichen, Lachen eröffnet ohne Sprache soziale Kontakte unter Menschen.

Lachen ist gut für Körper, Geist und Seele sagt Lach-Yoga Trainerin Veronika Spogis: „Wenn wir lachen, wird die Atmung tiefer, der Kreislauf aktiviert, Ängste abgebaut und vor allem die Grundstimmung verbessert. Dem Gehirn ist es dabei egal, ob es einen Anlass gibt zu lachen oder nicht. Der positive Effekt ist der gleiche.“ Genau darauf basiere Lach-Yoga, das in Gruppen angeboten, hilft, das grundlose Lachen zu erlernen. „Wir sollten einfach oft lachen, damit es uns gut geht.“

Die Lach-Yoga Bewegung wurde 1995 von dem indischen Arzt Madan Kataria in Mumbai gegründet. Heute gibt es tausende Lach-Yoga Clubs in mehr als 65 Ländern.


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