CDU bleibt skeptisch Baier: Gymnasialer Zweig in Ankum hätte mehr Unterrichtsstunden

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die August-Benninghaus-Schule in Ankum möchte isch um einen gymnasialen Zweig erweitern. Bild: Tag der offenen Tür. Foto: Burkhard Drägerdie August-Benninghaus-Schule in Ankum möchte isch um einen gymnasialen Zweig erweitern. Bild: Tag der offenen Tür. Foto: Burkhard Dräger

Bersenbrück/Ankum. Der CDU-Samtgemeindeverband Bersenbrück bleibt skeptisch, ob ein gymnasialer Zweig an der Oberschule in Ankum das Schulangebot in der Samtgemeinde Bersenbrück verbessern kann. Samtgemeindebürgermeister Horst Baier widerspricht, der gymnasiale Zweig biete seinen Schülern in mancher Hinsicht sogar mehr Auswahl als die Mittelstufe des Gymnasiums.

Der gymnasiale Zweig solle schwächeren Schülern den Übergang auf die Oberstufe des Gymnasiums erleichtern, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. Wegen der seiner Einzügigkeit sei aber nur ein eingeschränktes Fächerangebot möglich, heißt es dort weiter. Unterrichtsschwerpunkte nach Neigung und Fähigkeiten könnten nicht gesetzt werden.

Am gymnasialen Zweig gebe es kein eingeschränktes Fächerangebot, es sei identisch mit dem des Gymnasiums, erwidert Baier. Das gebe die Stundentafel vor.

An der Oberschule stünden sogar Unterrichtsstunden mehr pro Woche zur Verfügung als am Gymnasium, die für ein Profilfach wie Technik oder Gestaltung genutzt werden könnten.

Laut CDU fehle es an einer Verzahnung zwischen gymnasialem Zweig und Gymnasium, sodass der Übergang nach der zehnten Klasse in die Oberstufe nicht problemfrei sei. Baier hingen betont, die Zweigschüler könnten „problemfreier“ wechseln, weil sie über die fachlichen Kompetenzen eines Gymnasialschülers verfügten.

Schwächung des Gymnasiums

Durch einen möglichen Verlust einer Klasse am Gymnasium könne sogar das Angebot des Gymnasiums erheblich geschwächt werden, warnt die CDU. Das Gymnasium könne dann nämlich nicht so viele Wahlfächer anbieten.

Anders als die Oberschule habe die Mittelstufe am Gymnasium keine Neigungs- oder Wahlfächer, so Baier. Es sei denn, man bezeichne die Entscheidung zwischen Französisch und Latein oder Religion und Werte und Normen als Wahl. Der gymnasiale Zweig der Oberschule könne neben Französisch das Fach Spanisch anbieten.

Die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges in Ankum müsse nicht unbedingt das Schulangebot in der Samtgemeinde verbessern, sondern könne sogar zu einer Schwächung des Gesamtangebotes führen, argumentiert die CDU. Da von den Eltern ein starkes Gymnasium gewünscht werde, wäre aus Sicht der CDU besser gewesen, das Gymnasium in den Entscheidungsprozess einzubinden.

Eine Kooperation der Schulen sei nicht zwingend erforderlich, so hingegen Baier. Die Oberschule werde Schüler und Eltern zum Übergang in die Oberstufe auf einem Gymnasium oder einer Gesamtschule intensiv beraten. Wichtig sei, dass die individuelle Kompetenzentwicklung der Schüler so gefördert und gefordert werde, dass die Lernausgangslage für den Besuch einer Oberstufe optimal sei.

Dirk Raming zufolge liegt die Entscheidung nun bei den Eltern. In den vergangenen Wochen hätten sie ausreichend Möglichkeiten gehabt sich zu informieren, sagt der Sprecher eines Bündnisses aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaften im Samtgemeinderat, das den gymnasialen Zweig in Ankum Befürwortet. Dieser Zweige bietet für manche Schüler große Vorteile, für andere hingegen sei das Gymnasium die bessere Wahl.: „Aus unserer Sicht liegt es nun an den Eltern sich für oder gegen die Einführung eines solchen Angebotes zu entscheiden.“ Bis Freitag läuft dazu eine Fragebogenaktion.


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