Baier: Großes Interesse auf Elternabenden Gymnasialer Zweig in Ankum: Elternbefragung gestartet

Die Samtgemeinde Bersenbrück befragt Eltern von Grundschulkindern nach ihren Interesse an einem gymnasialen Zweig an der August-Benninghaus-Oberschule in Ankum. Foto: Thomas OeverhausDie Samtgemeinde Bersenbrück befragt Eltern von Grundschulkindern nach ihren Interesse an einem gymnasialen Zweig an der August-Benninghaus-Oberschule in Ankum. Foto: Thomas Oeverhaus

Bersenbrück/Ankum. Die Elternbefragung in den Grundschulen zur Errichtung eines gymnasialen Zweiges an der August-Benninghaus-Schule in Ankum ist angelaufen. Abgabetermin für die Fragebögen ist der 9. November, teilt die Samtgemeinde Bersenbrück mit.

Dann werde in der Schulverwaltung ausgezählt, ob genügend Eltern sich vorstellen können, ihre Kinder in Ankum für einen gymnasialen Zweig anzumelden. Laut Samtgemeindebürgermeister Horst Baier waren die vier Elternabende zur Vorstellung des gymnasialen Zweiges gut besucht. Das Interesse an dem möglichen neuen Schulangebot hat sich in vielen Fragen ausgedrückt.

Die Oberschule in Ankum möchte für diejenigen Kinder ein Angebot machen, bei denen in der vierten Klasse noch nicht klar ist, ob sie den auf einem Gymnasium geforderten Leistungsstand erreichen können. Oftmals wird dies erst in den höheren Klassen deutlich. Wenn Kinder dann durchstarten wollen, ist ein Wechsel der Schule nicht nötig. Gleichzeitig kann vermieden werden, dass Schüler vom Gymnasium auf Oberschulen wegen mangelnder Leistung wechseln. Dies wird oft als persönliche Niederlage empfunden und kann das Selbstbewusstsein negativ beeinflussen. Nach der 10. Klasse muss bei einer Oberschule mit gymnasialen Angebot zum Abitur die Schule gewechselt werden. Dies könnten das Gymnasium Bersenbrück, die IGS Fürstenau oder die Berufsbildende Schule (BBS) sein. Die Kinder sind dann aber besser vorbereitet und müssen ab Klasse elf nichts nachholen.

In Gesprächen mit den Schulleitungen der Oberschule in Bersenbrück und dem Gymnasium wurden Baier die Bedenken gegen das geplante Angebot in Ankum erläutert. Jede Schule versucht heute im Wettbewerb sich zu profilieren und möglichst viele Schüler anzuziehen. „Die vorgetragenen Sorgen wegen drohender Schülerverluste sind verständlich. Niemand weiß aber, welche Auswirkungen ein gymnasialer Zweig in Ankum haben wird“, stellt Baier fest.

Weniger Schüler zur IGS?

Es könne auch sein, dass weniger Kinder an der IGS Fürstenau, der IGS Bramsche oder der Marienschule in Schwagstorf angemeldet werden. Die Samtgemeinde verlassen jedes Jahr rund vier Klassen und gehen auf auswärtige Schulen. Positiv findet Baier die Anstrengungen des Gymnasiums Bersenbrück, in enger Kooperation mit der BBS ein technisch orientiertes Angebot aufzubauen. Dies wird die Attraktivität des Gymnasiums stärken und vielleicht auch dazu führen, dass nicht mehr so viele Kinder am Gymnasium in Handrup angemeldet werden. Positiv für das Gymnasium wirkt auch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren, was in der Vergangenheit viele Eltern veranlasst hat, ihre Kinder an der IGS anzumelden.

Nach der Auswertung der Befragung plant Baier ein gemeinsames Gespräch mit den weiterführenden Schulen in der Samtgemeinde, um das Ergebnis zu besprechen und unabhängig vom Elternvotum Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Hier kann die Samtgemeinde allerdings nur moderieren, da die Inhalte und der Wille zu Kooperationen von den Schulen kommen muss. Der Elternrat und die Politik werden ebenfalls noch beteiligt. Baier appelliert noch einmal an die Eltern, sich rege an der Umfrage zu beteiligen. Genauso ist es notwendig, dass die Politik den Wunsch einer Schule zur Weiterentwicklung ernst nimmt und nicht einseitig Partei ergreift. Das Urteil der Eltern steht in dieser Frage für Baier an erster Stelle.


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