Durch gymnasialen Zweig in Ankum Gymnasium Bersenbrück sieht attraktives Angebot bedroht

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Über die Auswirkungen der Errichtung eines gymnasialen Zweiges an der Oberschule in Ankum für das Gymnasium Bersenbrück sprachen Mitglieder der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat mit Falk Kuntze (vorne, Zweiter von rechts) und Carolina Tilgner-Eichhorn (vorne, Dritte von rechts). Foto: CDUÜber die Auswirkungen der Errichtung eines gymnasialen Zweiges an der Oberschule in Ankum für das Gymnasium Bersenbrück sprachen Mitglieder der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat mit Falk Kuntze (vorne, Zweiter von rechts) und Carolina Tilgner-Eichhorn (vorne, Dritte von rechts). Foto: CDU

Bersenbrück Bei einem Gespräch mit Schulleiter Falk Kuntze und der Elternratsvorsitzenden Carolina Tilgner-Eichhorn hat sich die CDU-Fraktion im Samtgemeinderat Bersenbrück über die möglichen Auswirkungen der Errichtung eines gymnasialen Zweiges an der Oberschule in Ankum auf das Gymnasium Bersenbrück informiert.

Dabei habe Kuntze sich erstaunt darüber gezeigt, dass die Samtgemeindepolitik das vielfältige Angebot in der Samtgemeinde Bersenbrück mit zwei Oberschulen, einem Gymnasium und der Berufsbildenden Schule nicht nutzt, um hier eine gemeinsame Schulstruktur zu entwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. Der Antrag der Oberschule in Ankum auf Errichtung eines gymnasialen Zweiges erfolgte weitgehend unabgestimmt mit den anderen Schulen. Hier wäre es weitaus sinnvoller gewesen, Überlegungen anzustellen, wie insgesamt das Schulangebot hätte verbessert werden können.

Das Gymnasium selbst liegt zurzeit zwischen Vier- und Fünfzügigkeit, wobei die Vierzügigkeit als Mindestgröße für ein hinreichend attraktives Angebot am Gymnasium angesehen werde. Falls viele Schüler an einen vom Gymnasium abgekoppelten gymnasialen Zweig in Ankum wechseln würden, bestehe die Gefahr, dass das Gymnasium zu viele Schüler verliert und Kursangebote eingeschränkt werden.

Das Gymnasium arbeite zurzeit daran, mit der Berufsbildenden Schule einen technischen Zweig einzurichten, um Abiturienten den Übergang in ein Ingenieur-Studium oder ein duales Studium im technischen Bereich zu erleichtern. Da dieses Angebot bereits ab Klasse 5 angeboten werde, könnten nur Schüler, die von Beginn an daran teilgenommen haben, diesen Leistungsbereich auch zu Ende bringen. Da ein solches Angebot an einem gymnasialen Zweig an der Oberschule in Ankum nicht angeboten wird, ist für diese Schüler ein Wechsel in den technischen Zweig nicht möglich. Das Abitur kann nämlich in Ankum nicht abgelegt werden. Hierfür ist spätestens nach der 10. Klasse ein Wechsel auf ein Gymnasium oder eine IGS mit Abiturangebot notwendig.

Weiterhin wies Kuntze darauf hin, dass schon jetzt ein Wechsel von den Oberschulen in Bersenbrück und Ankum auf das Gymnasium möglich sei und auch unterstützt werde. Die Schüler sollten das bestmögliche auf sie abgestimmte Schulangebot erhalten.

Die Elternratsvorsitzende Carolina Tilgner-Eichhorn wies auf das starke Förderangebot für schwächere Kinder am Gymnasium hin. Die Schüler erhielten über Zusatzunterricht Möglichkeiten, ihre Schwächen auszugleichen. Gerade das Gymnasium fordere von seinen Schülern nicht nur Leistung, sondern fördere sie auch. pm


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