Mit Ausstrahlung, Pep und Witz Cantando überzeugt in Alfhausen mit breitem Repertoire

Von Irina Doelitzsch-Kaufmann

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Die anheimelnde Atmosphäre im Heimathaus sorgte schnell für Wohlfühlstimmung. Foto: Irina Doelitzsch-KaufmannDie anheimelnde Atmosphäre im Heimathaus sorgte schnell für Wohlfühlstimmung. Foto: Irina Doelitzsch-Kaufmann

idk Alfhausen. Das Vokalensemble Cantando hat zum Konzert Herbstzeitpause IX ins Heimathaus von Alfhausen eingeladen.

Am Veranstaltungsort erwartete einen ein voll besetztes und schön renoviertes altes Fachwerkhaus. Eine mit Kerzen und Laternen dekorierte Bühne schmückte den Raum und verströmte eine anheimelnde Atmosphäre, die gleichzeitig eine Nähe zum Publikum schaffte.

In nur eineinhalb Tagen seien alle Konzerte – und somit 400 Karten – ausverkauft gewesen, ließ Ensemblemitglied Martina Heye zu Recht mit Stolz wissen. Darüber werden sich auch die beiden Kindergärten in Alfhausen freuen, denn sie bekommen einen Teil der Einnahmen.

Cantando, das sind neun Sängerinnen, zwei Sänger und eine Pianistin, die auch singt, wenn das Klavier schweigt.

Schnell sprang bei diesem Konzert der Funke auf die Zuhörer über. Kein Wunder bei kurzweiligen Stücken wie „Skyfall“ oder „Küssen kann man nicht alleine“ von Max Raabe. In dem gefühlvollen Song „From a distance“ offenbarten sich die ersten solistischen Qualitäten innerhalb des Ensembles. Immer wieder übernahmen Einzelne schöne Solopartien und lockerten so das Programm auf. Die stilistische Bandbreite reichte an diesem Abend von deutschem und englischem Pop zu Schlagern, Balladen und Stücken aus der Liedermacherszene.

Humoristische Einlagen

Oft wurden die Songs durch gestische Einlagen untermalt, wodurch die Gruppe ihr Publikum noch mehr in den Bann zog. Ein besonderes Highlight war der Frauenchor-Song „Hefe“, der Sängerinnen und Zuhörern gleichermaßen Spaß machte. Die Anmoderation ließ es erahnen: Frau fragt Mann: „Findest Du mich zu dick?“ Völlig zutreffend kommentierte der Moderator, darauf gäbe es keine korrekte Antwort, und schlich sich von der Bühne. Die Quintessenz des Songs „Hefe“ lautete dann auch schlicht, in jeder Frau stecke ein Stück Hefe, sie gehe also etwas auf. Das erkläre, warum Frauen immer wieder mit ihrem Gewicht haderten.

Die Anmoderationen würden den Sängern zugelost, erfuhr man im Laufe des Abends. Ungewöhnlich war die Hinführung zu „Ausgerechnet Bananen“, die in einen deftigen Frieda-und-Anneliese-Sketch verpackt war.

Als Klofrau Frieda verkleidet, schwadronierte eine Sängerin in lustigem Dialekt über dies und jenes, bat verschiedene Damen aus der Zuhörerschaft auf die Bühne und kam letztendlich beim nachfolgenden Song an. Leider kam die Pointe des Sketches nicht so ganz über.

Aus der Liedermacherszene bot das Ensemble ein altes Stück von Reinhard Mey dar: „Der Mörder ist immer der Gärtner“. Der Einladung zum Mitsingen folgten leider nur sehr wenige Zuhörer.

Ausstrahlung, Pep und Witz prägten die Aufführung des Ensembles und machten das Konzert äußerst unterhaltsam. Wer für die Herbstkonzerte keine Karten bekommen hat, sei auf die Wiederholung auf Gut Vehr in Quakenbrück am 7.April 2019 vertröstet.


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