Volle Busse, teure Tickets Gehrder Kritik am Öffentlichen Personennahverkehr

Von Sigrid Schüler-Juckenack

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Ein attraktives ÖPNV-Angebot für die Gemeinde Gehrde wünscht sich Bürgermeister Günther Voskamp und Mitglieder des Gemeinderates. Symbolfoto: dpaEin attraktives ÖPNV-Angebot für die Gemeinde Gehrde wünscht sich Bürgermeister Günther Voskamp und Mitglieder des Gemeinderates. Symbolfoto: dpa

Gehrde. Gehrdes Bürgermeister Günther Voskamp und Mitglieder des Rates haben Kritik am ÖPNV und am Schülerverkehr im Nordkreis geäußert.

Beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) besteht für Gehrde ein deutliches Defizit, stellte Voskamp in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates fest. Beim Landkreis Osnabrück vertrete man hingegen den Standpunkt, dass die Busse für Schülerverkehr jeder nutzen könne. Die Busse seien aber sehr voll, und in den Ferien sei der Verkehr reduziert, bemängelte Voskamp.

Ratsfrau Susanne Gerritsen kritisierte, dass der Schülerverkehr im Nordkreis sehr teuer sei. Neben der Schülerkarte für den Bus müssten die Schüler aus dem Nordkreis auch noch ein Ticket für die Bahn kaufen, wenn sie beispielsweise zu einer Berufsbildenden Schule nach Osnabrück fahren müssen, da ganz einfach keine geeignete Busverbindung bestehe. Die Kosten pro Monat beliefen sich dann auf 200 Euro, rechnete sie vor. Im Südkreis gebe es genügend Busverbindungen, sodass die Schüler dort mit einem Schülerticket für den Bus auskommen, erklärte Gerritsen. Das verstoße gegen die Gleichberechtigung. Wünschenswert sei ein Kombi-Ticket für Bus und Nordwestbahn, mit dem Schüler kostengünstig fahren können.

Die Verhandlungen zur Verbesserung des ÖPNV seien aufgenommen, erklärte Voskamp. Allerdings gestalten sich nach seinen Worten die Gespräche schwierig, da laut Landkreis die Nordwestbahn mit ins Boot geholt werden müsse. Der Landkreis stelle mit 700000 Euro zu wenig Mittel für einen Ausbau zur Verfügung. Solle der Busverkehr ausgebaut werden, so werde sich Gehrde finanziell daran beteiligen müssen. Jeder Kilometer müsse mit 1,25 Euro bezahlt werden, wobei die Samtgemeinde die Hälfte übernehmen würde, die andere Hälfte von der Gemeinde getragen werden müsse. Der Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde sei ebenfalls zu diesem Thema mit dem Landkreis in Kontakt. Aus der Runde kam der Vorschlag, dass die Gemeinde direkt an die Nordwestbahn herantreten solle, um die Verhandlungen zu beschleunigen.


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