Wiesn auf Neuem Markt Noch bayerischer geht es nicht auf dem Ankumer Oktoberfest

Von Siegfried Wistuba

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Ankum. Im Oktober wird in Ankum das Oktoberfest gefeiert, und wie beliebt das Fest seit der Premiere im Jahr 2007 ist, zeigte sich am vergangenen Wochenende erneut: Die weiß-blaue Stimmung im Festzelt war prächtig. Wie in den Vorjahren war die Veranstaltung schon seit Wochen ausverkauft.

Zum 12. Mal hat sich der Neue Markt in Ankum am Wochenende in eine „Wiesn“ verwandelt, auf dem ein großes Festzelt aufgebaut worden war. Die Vorbereitungsphase hatten die Mitglieder des Ankumer Oktoberfestclubs (AOC) wieder optimal gemeistert. Die Vorfreude war schon vor dem Einlass zu verspüren, denn hunderte Gäste trafen sich meistens in Gruppen lange vorher am Eingangsbereich und nutzten die Zeit zur fröhlichen Einstimmung mit ersten Getränken vor dem Zelt. Um die Wartezeit zu verkürzen, hatte sich der AOC in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen: Vor dem Eingangsbereich sorgte die Kapelle Raddetaler für zünftige Unterhaltung. Schnell war das Zelt mit 1500 Gästen voll besetzt.

Fassanstich mit Bürgermeister Brummer-Bange

Punkt 19.30 Uhr zogen am Samstag die „Gladiatoren“, angeführt von den Hüttenstürmern durch den Mittelgang zur Bühne. Ihnen folgten die AOC-Mitglieder und danach das 50 Kräfte zählende Kellner-Team. Bei diesem Anblick hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Mit stehenden Ovationen auf den Bänken begrüßten alle die Macher des Ankumer Oktoberfestes. Die Stimmungsexplosion nutzte Oktoberfestmanager Theo Dückinghaus zur kurzen Begrüßung aller Gäste und dem Dank an die vielen Sponsoren . Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Keine Wiesn-Eröffnung ohne den Ankumer Bürgermeister: Detert Brummer-Bange griff zum Holzhammer und brauchte zwei gezielte Schlägen, um das Bier anzuzapfen. Jetzt war der Weg frei für das Service-Team, das sofort zur Tat schritt, um die durstigen Kehlen und hungrigen Mägen zu versorgen.

Hüttenstürmer sorgen für ausgelassene Stimmung

Das war auch der Moment, an dem die schon seit acht Jahren zum Ankumer Oktoberfest gehörenden Hüttenstürmer unter Leitung ihres Dirigenten Markus Ratermann auf der Bühne das Oktoberfest musikalisch eröffneten. Die ausgelassene Atmosphäre war nicht mehr zu bremsen. Im Minutenabstand ergoss sich eine Stimmungswoge nach der anderen durch das Zelt. Es dauerte auch gar nicht lange, bis sich Bewegungsfreude auch auf der Tanzfläche entfaltete. Das die begeisterten Gäste fast ausschließlich in Dirndel, Lederhosen und karierten Hemden stilecht zur bayrischen Gaudi erschienen, ist in Ankum schon zu einer Tradition geworden.

Erlös wieder für den guten Zweck

Seit zwölf Jahren hat das Ankumer Oktoberfest traditionell aber auch einen sozialen Hintergrund. Nach dem Motto: „Gefeiert für den guten Zweck“ fließt nicht nur Bier, sondern auch Geld. Theo Dückinghaus kündigte an, wem der Erlös zugutekommen soll: dem Malteser Hilfsdienst Alfhausen für den „Herzenswunsch“-Krankenwagen, der Kindertagespflege Nimmerland in Ankum, der Hasetalschule in Quakenbrück, dem Verein Songta-Glana-Hilfe in Ghana/Afrika und einer in Not geratenen Familie in Ankum.


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