Kindern die Natur näherbringen „Jägermobil“ in der Kita Johanna in Alfhausen

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Alfhausen. Der Hase hat längere Ohren und läuft schneller als das Kaninchen: Unterschiede wie diese erfuhren die 68 Mädchen und Jungen aus der Kita Johanna in Alfhausen. Dort hatte Birgit Trimpe-Niedernostheide von den Thiener Jägern mit Birgit Lamping von der Biologischen Station Haseniederung das „Jägermobil“ der Kreisjägerschaft Bersenbrück mit rund 100 präparierten Tieren aufgestellt.

So mancher Alfhauser wird sich wohl über Jagdhorn-Signale in der Kita gewundert haben, denn Birgit Trimpe-Niedernostheide hatte zum Treffen mit den Kindern ihr Instrument mitgebracht. Als das Jagdhorn die erste Gruppe aus dem Kindergarten begrüßte, warteten die Vorschulkinder „Schubidus“ schon gespannt im Flur. Die beiden Frauen empfingen die aufgeregten Kinder.

Im „Jägermobil“ gab es viele heimische Tiere zu bestaunen. Zunächst durften die Kinder die Tiere benennen, die sie kennen. „Fuchs, Hase, Eichhörnchen“, klang es aufgeregt durcheinander. „Ein großer und ein kleiner Hase“, fügte ein Junge hinzu. Das große Tier ist ein Hase und das kleine ein Kaninchen, erklärten die Fachfrauen und wiesen die Schubidus auf weitere Unterschiede hin.

Auch akustisch konnten die Kinder einiges entdecken beim Erraten von Tierstimmen. Den Ruf des Kuckucks erkannten sie schnell, wohingegen Kiebitz und Großer Brachvogel interessiert belauscht wurden. Als die Ringeltaube abgespielt wurde, stellten einige fest, dass Sie diesen Ruf schon einmal auf dem Dach ihres Hauses gehört hatten.

Wo lebt ein Kibitz?

Nachdem sie viele Tiere erkannt hatten, mussten die Kinder sie den passenden Lebensräumen Wald, Wasser und Offenland zuordnen. Zielsicher wurden Reh, Wildschwein und Eichhörnchen in den Wald gestellt. Auch die Stockente wurde sicher zum Wasser bestimmt, wohin aber mit dem Kiebitz? Beim Vergleichen der Füße von Stockente und Kiebitz stellten die Kinder fest, dass der Kiebitz keine Schwimmhäute hat und somit auf die Wiese gehört. Mit etwas Hilfe konnten die Tiere gut zugeordnet werden.

In fünf kleinen Gruppen besuchten die Kindergarten- und Krippenkinder das Jägermobil. Dabei war den Ein- bis Sechsjährigen erlaubt, was sonst meistens gar nicht möglich ist und bei lebenden Jungtieren auch strengstens verboten wäre: Sie durften das präparierte Rehkitz und das Wildschwein, den jungen Fuchs, die Hasen und Fasane ausgiebig streicheln. Die Kinder staunten, wie weich das Fell des Rehs im Vergleich zum Wildschwein ist.

Organisiert hatten die Aktion Birgit Trimpe-Niedernostheide von den Thiener Jägern und Birgit Lamping von der Biologischen Station Haseniederung. Beiden Institutionen ist es wichtig, den Kindern die heimische Natur näher zu bringen und Wertschätzung zu vermitteln. Denn nur wer die Grundlagen für das ökologisch sinnvolle Handeln kennt und den Nutzen versteht, ist dazu in der Lage, die natürlichen Lebensräume zu schützen und somit auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.


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